EY Analyse Dax-Konzerne: Auslandsgeschäft stärkt Beschäftigung in Deutschland

Die Dax-Konzerne machen den Löwenanteil ihrer Umsätze im Ausland, das hat positive Effekte auf die Beschäftigung in Deutschland. Die Beschäftigung im Ausland wächst hingegen weniger dynamisch. Das geht aus einer EY-Analyse hervor.

 

Das Auslandsgeschäft der Dax-Konzerne boomt. Das wiederum stärkt den Standort Deutschland. Zwar gingen die Inlandsumsätze zurück, die Beschäftigungszahlen entwickelten sich aber positiv. Grund dafür ist die hohe Nachfrage aus dem Ausland, die die Auslastung der deutschen Fabriken steigerte. Auch haben viele Konzerne ihre Forschungs- und Entwicklungsabteilungen in Deutschland belassen bzw. ausgebaut.

Der Auslandsumsatz der Dax-Unternehmen stieg im Zeitraum 2012 bis 2016 um 14 Prozent (von 825 Milliarden Euro auf 940 Milliarden Euro). Dieses Wachstum schlägt sich aber nicht in entsprechendem Ausmaß auf die Beschäftigung im Ausland nieder; sie wuchs nur um 8,7 Prozent auf 2,14 Millionen. Der Inlandsumsatz der Dax-Unternehmen büßte im gleichen Zeitraum etwas ein: Er sank von 302 auf 301 Milliarden Euro. Die Zahl der Mitarbeiter, die die Dax-Unternehmen in Deutschland beschäftigen, wuchs um 6,3 Prozent: von 1,36 Millionen um 6,3 Prozent auf 1,45 Millionen Beschäftigte. Stark internationalisierten Unternehmen konnten ihre Beschäftigung um durchschnittlich 12 Prozent steigern. Die anderen Unternehmen erreichten nur ein Plus von fünf Prozent.

Prognose: Anteil der Beschäftigung in Deutschland geht zurück

Die Gehälter in Deutschland sind auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Um im Wettbewerb bestehen zu können und zukunftsfähig zu werden, wurden in vielen Unternehmen Effizienzprogramme initiiert, die auch Einschnitte für Mitarbeiter mit sich brachten. Die Experten von EY rechnen damit, dass die Beschäftigung in Deutschland künftig schrumpfen wird. Tendenziell werden zentrale Bereiche stärker im Ausland aufgebaut, dies wird etwa durch den Fachkräftemangel in Deutschland bedingt. Aber auch spezifische Anforderungen an Produkte oder Vertriebsstrategien in Märkten wie den USA, China oder Lateinamerika werden diese Entwicklung befeuern.

Potenzielle Gegenmaßnahmen

Deutschland kann jedoch entsprechende Gegenmaßnahmen anstoßen. Um den Fachkräftemangel abzuschwächen, seien Investitionen in Bildung nötig. Chancen ergeben sich auch durch die Digitalisierung von Produktions- und Geschäftsprozessen, das kann die Kosten am Standort Deutschland zu kontrollieren oder gar zu senken.

Zudem erwarten die Studienautoren, dass im Hochtechnologiebereich neue Jobs entstehen. Die Dax-Konzerne forcieren die Automatisierung am Heimatstandort, dies kann die Lohnkosten reduzieren. Zwar fallen dadurch einige der aktuellen Arbeitsplätze weg, doch für die Digitalisierung der Produktion werden auch in Zukunft menschliche Fachkräfte benötigt.

Für die Analyse untersuchte EY die Umsatz- und Beschäftigungsentwicklung der im Deutschen Aktienindex (DAX) gelisteten Unternehmen.

 io

 

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