Digitalisierung Digitale ESG-Berichterstattung noch ausbaufähig

Der Prozess der Nachhaltigkeitsberichterstattung weist in vielen Unternehmen in puncto Digitalisierung noch Lücken auf, so belegt die aktuelle Umfrage von KPMG und der Ludwig-Maximilians-Universität München. So fehle bei dem Großteil der Unternehmen, die freiwillig oder verpflichtend ihre nichtfinanziellen Informationen zu Nachhaltigkeitsaspekten offenlegen, eine Datenbasis.

Der Digitalisierungsgrad bei der Erstellung von ESG-Berichten lässt noch zu wünschen übrig. (Bild: picture alliance / Markus Scholz/dpa-tmn | Markus Scholz)

Dass Nachhaltigkeit in nahezu jedem Bereich zunehmend in den Fokus rückt und aus Kundensicht eine immer wichtigere Rolle bei Kaufentscheidungen spielt, ist keine Neuheit. Deshalb wird Unternehmen - sofern diese nicht eh Gemäß der EU-Taxonomie dazu verpflichtet sind -  zunehmend geraten, transparent hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeitsbestrebungen zu agieren und auch ihre nicht nichtfinanziellen Informationen über ökologische und soziale Auswirkungen der Geschäftstätigkeit offenzulegen.

Was mit Blick auf die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen auffällt, ist, dass der Digitalisierungsgrad bei den meisten eher gering (50 Prozent) ausfällt. So nutzt der Großteil der Unternehmen (83 Prozent), die über ihre nichtfinanziellen Informationen (freiwillig oder verpflichtend) berichten, dafür überwiegend manuelle Prozesse. Das ist darauf zurückzuführen, dass es aktuell oftmals noch an IT-seitiger Unterstützung fehlt und noch keine digitalen Prozesse implementiert wurden. Insbesondere die Teilbereiche Umwelt-, Sozialbelange und Achtung der Menschenrechte stellen Unternehmen vor Herausforderungen bei der Bereichterstattung und werden größtenteils noch nicht automatisch ausgelesen.

Dabei sei eine IT-gestützte Datenerfassung laut KPMG von großem Vorteil, da sie bei internen Analysen - beispielsweise bei der Bewertung ökologischer Effekte - als große Unterstützung dienen könnte.

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Diese Ergebnisse gehen aus der aktuellen Umfrage „Digitalisierung im Rechnungswesen“ von KPMG und der Ludwig-Maximilians-Universität München hervor.

Methodik

Erhebungsmethode Online-Befragung
Befragte Zielgruppe CFO’s, Chief Accountants und andere leitende Führungskräfte
Rekrutierung per E-Mail
Stichprobengröße n = 300 Unternehmen
Feldzeit April und Mai 2022
Länder Deutschland, Österreich und der Schweiz
 

Weitere Informationen zum Unternehmen auf marktforschung.de:

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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