EY Analyse Zahl der Börsengänge fast verdoppelt

369 Unternehmen gingen weltweit im ersten Quaral an die Börse. Damit wird das stärkste Quartal seit 2007 erreicht. Besonders China und die USA wachsen stark, der europäische Markt bleibt auf Vorjahresniveau. So veröffentlichte es EY in seinem IPO-Barometer.

Ein starker Jahresbeginn: Die Zahl der weltweiten IPOs hat sich fast verdoppelt. (Bild: Oleksiy Mark - Thinkstock)
Ein starker Jahresbeginn: Die Zahl der weltweiten IPOs hat sich fast verdoppelt. (Bild: Oleksiy Mark - Thinkstock)

Nahezu verdoppelt hat sich die Zahl der weltweiten Börsengänge, das Emissionsvolumen stieg um 146 Prozent von 13,7 auf 33,7 Milliarden US-Dollar. China führt das starke Wachstum an: An den dortigen Börsen gab es 182 Transaktionen (im Vorjahreszeitraum: 43), das Volumen stieg von 5,7 auf 12,4 Milliarden US-Dollar. Die weiteren Aussichten für 2017 sind nach Einschätzung von EY positiv: in 130 Unternehmen in Hong Kong und mehr als 670 Unternehmen in China warten auf eine Zulassung zum Börsengang.

Auch in den USA begann das erste Quartal stark, nachdem die vergangenen Jahren eher schwach verliefen: Der Börsengang von Snap bescherte dem Markt einen guten Start mit insgesamt 24 IPOs (im Vorjahreszeitraum: acht). Gründe für das starke erste Quartal sind nach Einschätzung der Experten von EY das größere Interesse an Technologie-Börsengängen und die Hoffnung auf steigende Investitionen und Steuererleichterungen.

Am europäischen Markt stagnierte das Emissionsvolumen etwa auf Vorjahresniveau mit 4,1 Milliarden US-Dollar. Auch gab es weniger IPOs, was in Teilen auf den britischen Markt zurückzuführen ist. Dort fanden 12 Börsengänge statt, im Vorjahreszeitraum waren es noch 16. Das Emissionsvolumen sank ebenfalls: von 2,7 auf 1,1 Milliarden US-Dollar. Die Unsicherheiten der Investoren sind weitgehend politisch begründet: die Auswirkungen des Brexits, anstehende Wahlen und die Tatsache, dass die Folgen der US-Politik für europäische Unternehmen schwer einzuschätzen sind.

Sollte sich dies im Laufe des Jahres klären, erwartet EY neue Impulse für den europäischen Markt. In Deutschland könnten zehn Unternehmen neu an die Börse gehen (im ersten Quartal gab es zwei IPOs: der Spezialmaschinenbauer Aumann und der Spezialchemieanbieter IBU-tec). Die aktuelle Lage dafür ist gut: hohe Bewertungen und eine robuste Konjunkturentwicklung.

Die größten Börsengänge im ersten Quartal:

1. Snap (Instant-Messaging-Dienst): 3,9 Milliarden US-Dollar

2. Invitation Homes (Immobilienkonzern): 1,8 Milliarden US-Dollar

3. Becle SAB de CV (Getränkehersteller): 904 Millionen US-Dollar

Die Angaben basieren auf dem aktuellen weltweiten IPO-Barometer des Prüfungs- und Beratungsunternehmens EY (Ernst & Young).

 

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