EY IPO-Barometer Zahl der Börsengänge wächst weltweit

Der IPO-Markt erlebt das stärkste erste Halbjahr seit zehn Jahren. China verzeichnet das größte Wachstum, doch auch der europäische IPO-Markt legt leicht zu und Deutschland erwartet den ersten Börsengang eines Unicorns. Das geht aus dem EY IPO-Barometer hervor.

Die Zahl der Börsengänge steigt weltweit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 70 Prozent auf 772. Das Emissionsvolumen verdoppelt sich fast (+90 Prozent) auf 83,4 Milliarden US-Dollar. Damit erlebt der weltweite IPO-Markt auch im zweiten Quartal 2017 ein Hoch. Gemessen an der Zahl der Börsengänge handelt es sich um das stärkste Jahr seit 2007 – damals waren in der ersten Jahreshälfte weltweit 948 IPOs gezählt worden.

China vor den USA und Europa

An chinesischen Börsen (inklusive Hong Kong) wurden 317 IPOs verzeichnet. Damit fanden 41 Prozent aller weltweiten IPOs im Reich der Mitte statt. Im Vorjahreszeitraum waren es gerade mal 100 gewesen. Dadurch wuchs das Emissionsvolumen an den Börsen der Volksrepublik von 10 auf 25,4 Milliarden US-Dollar.

Auch der Trend in den Vereinigen Staaten zeigt nach oben. Hier wuchs die Zahl der Börsengänge um 82 Prozent auf 80. Das Emissionsvolumen schoss von 7 auf 22 Milliarden US-Dollar.

Europa lag mit einem Emissionsvolumen von 17,5 Milliarden US-Dollar zwar hinter den Chinesen und den Amerikanern, aber mit fünf Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Zahl der IPOs stieg um acht Prozent auf 122. Der britische Markt jedoch zeigte sich schwach: Mit 33 Börsengängen wurde das Vorjahresniveau erreicht, allerdings sanken die Emissionserlöse um 15 Prozent auf 3,2 Milliarden US-Dollar.

In Deutschland gehen in der letzten Juni-Woche mit Vapiano, Delivery Hero und Noratis gleich drei Unternehmen an die Börse, womit im ersten Halbjahr in Deutschland insgesamt fünf Börsengänge zu verzeichnen sind. Für den 10. Juli ist dann mit dem Fintech The Naga Group die sechste Erstnotiz angesetzt.

Zurzeit entwickelten sich die Börsen ebenso wie die Konjunktur positiv. Auch die politischen Risiken seien gesunken und so wären trotz der Unwägbarkeiten durch die Brexit-Verhandlungen ein hohes Konsumentenvertrauen, steigende Unternehmensgewinne und zunehmende Investitionsbereitschaft der Unternehmen zu spüren, meint Dr. Martin Steinbach, Leiter des IPO-Bereichs bei EY.

jvdm

 

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