Arbeitslosigkeit: Wie das Problem zur Chance wird

Strategien

Arbeitslosigkeit kann faktisch jeden treffen – und ist immer ein schwerer Schlag, der sowohl psychisch wie physisch belastet. Allerdings ist sie kein Grund, die berühmte Flinte ins Korn zu werfen. Im Gegenteil, jetzt hat man alle Möglichkeiten, durchzustarten.

Die Kündigung ist ohnehin ausgesprochen. Es gibt also keinen Grund, nicht nach den genauen Ursachen zu fragen, um sie künftig zu vermeiden.
Die Kündigung ist ohnehin ausgesprochen. Es gibt also keinen Grund, nicht nach den genauen Ursachen zu fragen, um sie künftig zu vermeiden.

Von Dominik Eisenhauer

Diese zeigen sich an den verschiedensten Fronten. Allerdings ist dazu ein hohes Maß an Eigeninitiative und Engagement gefragt, um aus der vermeintlich misslichen Lage einen Neustart auf die Beine zu stellen.  

1. Sie sind entlassen – die unmittelbaren Aufgaben

Nach einem Kündigungsgespräch mit der Firmenleitung und der Personalvertretung fühlen sich die wenigsten Menschen zunächst zu Produktivem in der Lage, oftmals sorgt dies erst einmal für einen gewissen Schockzustand. Dennoch gibt es nun Dinge, die keinen Aufschub dulden. 

Unvermeidbar: Der Gang zur Arbeitsagentur

Der erste Schritt für Angestellte und auch für Consulting-Berater ist stets, sich mit der Bundesagentur für Arbeit in Verbindung setzen, um sich arbeitssuchend zu melden. Hierzu gibt es nur zwei konforme Zeiträume:

  1. Mindestens drei Monate vor dem letzten Arbeitstag. Naturgemäß nur bei befristeten Verträgen und solchen Angestellten einhaltbar, die schon mindestens acht Jahre im Unternehmen sind und deshalb eine dreimonatige Kündigungsfrist haben.
  2. Innerhalb von drei Tagen nach Kündigung, sofern zwischen dieser und dem letzten Arbeitstag weniger als drei Monate liegen.

Dazu ist nur eine formlose telefonische Meldung vonnöten. Diese erfolgt über die Arbeitsagentur-Hotline und dient nur dazu, im System erfasst zu werden. Genaueres wird bei einem späteren Termin geklärt.

Wichtig: Wer diese Meldung ohne triftigen Grund versäumt, dem können Sperren bei der Zahlung des Arbeitslosengelds I auferlegt werden. Unternehmen sollten ihren Angestellten durch eine rechtskonforme Kündigung bei diesem Schritt helfen.

Gute Kunden sollten informiert werden.

Mit manchen Kunden verbindet die Mitarbeiter mehr als eine reine Geschäftsbeziehung. Schon der Anstand gebietet es daher, in den nun folgenden Tagen, in denen das Engagement in der Firma „abgewickelt“ wird, diese in Kenntnis zu setzen. Ausschweifende Erklärungen sind nicht notwendig. Es genügt eine E-Mail – nur bei sehr freundschaftlich verbundenen Kunden sollte es ein Telefongespräch sein. Eine solche Mail sollte folgendermaßen aussehen:

Sehr geehrte(r) Frau/Herr YXZ,

am XX.YY.ZZ werde ich die Firma verlassen. Mit dieser Mail möchte ich Sie nicht nur über diese Tatsache in Kenntnis setzen, sondern Ihnen auch übermitteln, wer künftig Ihr Ansprechpartner in unserem Hause sein wird. (Kontaktdaten einfügen).

Persönlich möchte ich diese Gelegenheit nutzen, um mich sehr herzlich für die Zusammenarbeit zu bedanken und für den weiteren Weg Ihres Unternehmens und Ihnen selbst alles erdenklich Gute zu wünschen.

Mehr sollte eine solche Nachricht nicht enthalten. Erst recht keine Gründe für das Ausscheiden oder das Ausleben von Ressentiments. Darauf sollten die Personalverantwortlichen ihre Mitarbeiter aufmerksam machen. Bei vertrauten Kunden kann es allerdings ein probates Mittel sein, private Kontaktdaten mitzusenden – vor allem im Sinne des Netzwerkens. Nicht nur im Bereich Unternehmensberatung zählt eine persönliche Weiterempfehlung noch sehr viel

Den ersten Schock bekämpfen und überwinden

Eine Kündigung ist für viele Menschen nicht nur sprichwörtlich ein Schlag in die Magengrube, sondern fühlt sich auch so an – erst recht, wenn sie nicht abzusehen war. Manche nennen es sogar die traumatischste Erfahrung ihres ganzen Berufslebens. Um mit der Situation umgehen zu können ist es für sie wichtig, zu eruieren, was genau zur Kündigung führte. Falls es betriebliche Gründe gibt, braucht man nicht nach persönlichen Defiziten suchen.  Ansonsten kann die Frage nach dem Warum wichtige Informationen für die weitere Entwicklung der Karriere geben. Schon um etwaige eigene Fehler künftig abstellen zu können.

Blick nach vorne richten

Ein wichtiges Element der Schockbekämpfung ist es zudem, sich nicht über Vergangenes zu grämen, sondern sich mit der Zukunft zu befassen. Natürlich ist ein verlorener Job zunächst nichts, das Hoffnung macht. Für nicht gerade wenige, später höchst erfolgreiche Persönlichkeiten, stellt eine Entlassung jedoch einen entscheidenden Wendepunkt dar. Was anschließend kommt, wohin der Berufsweg einen führen wird, ist zwar offen. Doch die Chancen, dass er in ein erfolgreicheres oder zumindest gleich gutes Arbeitsleben führen wird, stehen nüchtern bei 66 Prozent - wohingegen die Chancen auf eine Verschlechterung statistisch nur bei 33 Prozent liegen. 

Quelle: Arbeitsagentur.de

Erste Maßnahmen für weitere Karriereschritte

  • Mit der Kündigung beginnt eine neue Phase. So früh wie möglich sollten sich Arbeitssuchende um neue Kontakte bemühen, welche für die weitere Karriere förderlich sein können. Verschiedene Internetportale sind hier eine erste wichtige Anlaufstation:

  • Berufsportale aller Art, sowohl bei der Arbeitsagentur wie privat betriebenen Seiten
  • Die Stellenangebote von CONSULTING.de
  • Falls noch nicht geschehen: Business-Netzwerke wie Xing, LinkedIn etc. – auch wenn nur sehr wenige Neueinstellungen auf diese Seiten zurückgehen, spielen diese sozialen Netzwerke heute eine wichtige Rolle beim Recruiting.

Hier gilt tatsächlich „viel hilft viel“, denn je breiter man sein Engagement streut, desto größer die Chance, schnell einen Treffer zu landen.

2. Den Alltag sinnvoll, erfüllend und zweckbestimmt gestalten

Das Büro ist leergeräumt. Man hat sich von den Kollegen verabschiedet. Was zu sagen war, wurde gesagt. Falls es noch keinen Glückstreffer gab, der einem einen neuen Job bescherte, beginnt nun die eigentliche Arbeitslosigkeit. Und auch sie wartet mit vielen Aufgaben auf.

Es ist kein Urlaub – höchstens in den allerersten Tagen

Auch hier wieder das Wichtigste zuerst: Das Arbeitslosengeld beträgt für Kinderlose in der Regel 60 Prozent des Nettoverdienstes, für Eltern sind es 67 Prozent. Insbesondere bei gutbezahlten Stellen kann dies dennoch ein vergleichsweise sorgenfreies Leben bescheren. Kommen noch Ersparnisse hinzu, auf die zurückgegriffen werden kann, lauert jedoch eine schwere Falle: die des Urlaubs-Gefühls.

Die ersten Arbeitslosentage dürfen durchaus mit profaner Entspannung verbracht werden. Länger als ein normaler Urlaub sollte diese Phase jedoch nicht sein.
Die ersten Arbeitslosentage dürfen durchaus mit profaner Entspannung verbracht werden. Länger als ein normaler Urlaub sollte diese Phase jedoch nicht sein.

Denn tatsächlich fühlt sich Arbeitslosigkeit anfangs so an – für unser Gehirn zählt nur, dass es aus der gewohnten Routine ausbricht und mehr Ruhe hat. Falls sehr stressige Zeiten hinter einem liegen, können und sollen die ersten Tage – ein wenig – wie Urlaub gestaltet werden, das ist sogar rechtlich so vorgesehen. Doch die Grenze sollte man dort ziehen, wo auch ein Arbeitsurlaub enden würde, also nach zwei, maximal drei Wochen. Danach wird es Zeit, wieder loszulegen – wenngleich vorerst nur auf eigene Rechnung.

Tägliches Netzwerken ist Pflicht

Dieses Loslegen sollte vor allem einen Fokus verfolgen: Regelmäßiges, wenn nicht tägliches Netzwerken. Das Überprüfen der Profile, das In-Verbindung-Bleiben mit guten Kunden. Die größte Gefahr ist es, in Vergessenheit zu geraten. Und nur Netzwerken kann das verhindern.

Die Zukunft planen – so früh wie möglich

Einen Vorteil hat die Arbeitslosigkeit am Anfang. Sie befreit den eigenen Geist von all den beruflichen Pflichten, die einen zuvor blockiert haben. Diese Freiheit sollte genutzt werden, um sich darüber klar zu werden:

  • welche Optionen man überhaupt hat
  • wie weit man für einen neuen Job gehen würde (Stichwort Umzug)
  • in welche berufliche Richtung man sich entwickeln möchte
  • was man von einem neuen Job erwartet – und was nicht

In diesem Sinne ist es jetzt auch probat, sich über eine Selbstständigkeit Gedanken zu machen. Ob dies einen möglichen Weg darstellten könnte sollte im Vorfeld genau geprüft werden. Wird diese Option ins Auge gefasst, sollten als Nächstes die wichtigsten Vorbereitungsschritte für die Umsetzung geplant werden.  In der Situation einer Arbeitslosigkeit ist genügend Zeit dafür, um sich eine Geschäftsidee zu überlegen, den Markt zu analysieren und einen Businessplan zu erstellen. Wenn man erst mal wieder in Lohn und Brot ist, bleibt dafür in aller Regel keine Zeit mehr.

So füllt man einen Tag mit Aufgaben

Viele Arbeitslose fühlen sich, wenn erst die „Urlaubsphase“ vorbei ist, nutzlos. Am Ende sitzt man im Trainingsanzug auf der Couch, schaut fern, surft ziellos im Internet herum – und gerät so in eine Abwärtsspirale, die dazu führt, dass die Motivation immer geringer, der Stress aber immer größer wird.

Die meisten pflegen gewisse Laster. Und die Arbeitslosigkeit ist der vielleicht beste Zeitpunkt, sie zu reduzieren oder gar ganz aufzugeben.
Die meisten pflegen gewisse Laster. Und die Arbeitslosigkeit ist der vielleicht beste Zeitpunkt, sie zu reduzieren oder gar ganz aufzugeben.

Klipp und klar: Diesem Schlendrian sollte keine einzige Sekunde lang nachgegeben werden. Jeder wache Moment sollte noch wesentlich straffer durchgeplant sein, als im Beruf. Er beginnt damit, dass man sich regelmäßige Rituale einfallen lässt und sie Tag für Tag abarbeitet – auch wenn sie trivial sein mögen.

Der disziplinierte Arbeitslose steht jeden Morgen um sieben auf, wäscht und zieht sich an. Dann sucht er für mindestens zwei, drei Stunden nach Stellenangeboten, netzwerkt. Es folgen Arbeiten im und ums Haus herum, bis man gegen fünf eine Art Feierabend einleitet. Auch das ist ein psychologischer Trick: Ein beschäftigter Geist bleibt wach und fit, ganz gleich wie lapidar die Aufgaben auch sein mögen. Vor allem aber bleibt die Selbstdisziplin erhalten.

Und wenn man schon dabei ist: Jetzt ist auch die ausredelose Gelegenheit gekommen, sich das eine oder andere Laster abzugewöhnen, dessen man sich während des Arbeitsstresses nicht entledigen konnte.

Der gute Arbeitssuchende übererfüllt seine Bewerbungsziele

Beim ersten Gespräch mit dem Berater der Arbeitsagentur wird dieser in der Regel eine Forderung aufstellen: Eine bestimmte Mindestanzahl von Bewerbungen, welche wöchentlich oder monatlich verfasst und nachgewiesen werden müssen. Das ist ebenso rechtens, wie es Sinn macht. Zwar ist das Prinzip eigentlich dafür gedacht, weniger motivierte Arbeitslose zu zwingen, aus der Situation zu entfliehen, doch es sorgt auch bei arbeitssuchenden Unternehmensberatern für mehr Motivation. Doch "gut" ist nicht "gut genug". Egal welches Ziel man gesteckt bekommt, man sollte es sich zur freiwilligen Auflage machen, immer mehr zu liefern – und die entsprechenden Nachweise zu jedem Termin mitzubringen. Denn derjenige, der sich sichtbar wirklich bemüht, hat auch bei den Jobberatern immer die besseren Karten.

Kurzer Finanzplanungs-Exkurs

Arbeitslosigkeit kann vor allem Personen empfindlich treffen, die vorher ein gutes Gehalt zur Verfügung und dementsprechend hohe regelmäßige Ausgaben hatten. Doch auch wenn man zuvor ein guter Haushalter war und durch das ALG-1 keine echten Einbußen hat, sollte man dennoch seine Finanzplanung nun neu eruieren. Sie beginnt damit, einfach die Regeln des sparsamen Haushaltens anzuwenden und auch, zu berechnen, wie weit man – theoretisch – mit den vorhandenen Reserven käme, falls die Arbeitslosigkeit länger dauert.

Noch ist es zwar nicht an der Zeit für Notfallmaßnahmen wie das Auflösen von Depots oder Festgeldkonten. Aber zumindest bei risikoreichen Investitionen sollte geprüft werden, ob diese zurückgezogen werden können. Im Zweifelsfall zählt jeder Euro.

Wichtige Regeln

Auch in der Arbeitslosigkeit sollten sämtliche täglichen Rituale aufrechterhalten werden. Schon um dem Tag mehr Struktur zu geben.
Auch in der Arbeitslosigkeit sollten sämtliche täglichen Rituale aufrechterhalten werden. Schon um dem Tag mehr Struktur zu geben.

Bleiben noch einige Grundsätze, die man im Alltag anwenden sollte, um die Arbeitslosigkeit sinnstiftend zu gestalten:

  • Den gleichen Takt von Aufsteh- und Zubettgehzeit einhalten wie im Beruf
  • Auch dem Partner aktiv vermitteln, dass man an der Situation arbeitet
  • Bei jeder wichtigen Maßnahme den Agenturberater informieren – man ist jetzt quasi Angestellter der Arbeitsagentur
  • Falls nicht vorhanden, ein sinnvolles Hobby zulegen, welches man während seiner "Freizeit" ausüben kann
  • Nicht nur nach den beruflichen Sternen greifen, sondern auch im bisherigen Segment nach Stellen umsehen
  • Sport treiben, um dem Körper ein Gegengewicht zur Verfügung zu stellen – auch gegenüber den Versäumnissen im Beruf
  • Die Gelegenheit nutzen, und mehr Zeit mit den Kindern verbringen

3. Die Chance nutzen

Arbeitslosigkeit ist, das wurde bereits mehrfach angedeutet, immer auch eine von außen regelrecht aufgezwungene Chance auf einen Neuanfang. Man hat die Möglichkeit, den bisherigen Karriereweg zu hinterfragen und sich neue Ziele zu stecken. Auch dazu gibt es verschiedene Dinge, die man tun sollte.

Praktika, Praktika, Praktika

Arbeitslosigkeit ist die Gelegenheit, vielleicht sogar auf Arbeitsgantur-Kosten, Weiterbildung zu betreiben und darüber wiederum zu netzwerken.
Arbeitslosigkeit ist die Gelegenheit, vielleicht sogar auf Arbeitsgantur-Kosten, Weiterbildung zu betreiben und darüber wiederum zu netzwerken.

Es ist vielleicht für jemanden, der seit Jahrzehnten festangestellt war, nur schwer vorstellbar, ohne finanzielle Entschädigung zu arbeiten. Im Sinne der Zukunftsplanung sollte man jedoch die Gelegenheit nutzen, nicht nur per Praktikum in andere Firmen oder Arbeitsbereiche hineinzuschnuppern, sondern auch vielleicht in ganz andere Branchen, in denen die eigenen Fähigkeiten gefragt sind. Gerade für Consulter ist ein breites Spektrum von Vorteil. Im Rahmen eines Praktikums können so neue Erfahrungen gesammelt werden.Je nachdem, in welchem Feld man tätig war, gibt es ein ganzes Füllhorn an zusätzlichen Optionen. Man sollte sich so viele davon wie möglich anschauen – vielleicht gibt es genau hier die Chance, seiner Karriere eine scharfe Wendung zu geben und ungleich zufriedener zu werden.

Versäumtes nachholen und am Puls der Zeit bleiben

Arbeitslosigkeit ist die Chance, hier nicht nur versäumtes Wissen aufzufrischen, sondern sollte auch gebieten, im Rahmen der tagtäglichen Aufgaben solches Wissen auf dem neuesten Stand zu halten. Das kann soweit gehen, dass man auf eigene Rechnung Fort- oder Weiterbildungsmaßnahmen durchführt – deren Nachweise sich natürlich auch positiv auf den Lebenslauf auswirken. Welche Bereiche sich für eine Weiterbildung anbieten, hängt von der Stellung und Branche ab. Gerade Führungskräfte können hier mögliche Defizite ausgleichen und weitere Qualifikationen zu aktuellen Schwerpunkten wie etwa dem Change Management erwerben.

Vorteile auf mehreren Ebenen: Das Ehrenamt

Insbesondere wer es schwer hat, sich gemäß den oben genannten Regeln ein sinnstiftendes Hobby zuzulegen, könnte auch in Richtung Ehrenamt blicken. Ein gigantisches Spektrum, mit unzähligen Verästelungen. Fakt ist: Wissen und Tatkraft egal in welcher beruflichen Sparte können in vielen Bereichen ehrenamtlich von großem Nutzen sein. Fakt ist ebenfalls: Ein solches Engagement

  • gibt dem Arbeitslosen-Dasein einen starken Sinn
  • verhindert effektiv das Gefühl, nicht gebraucht zu werden (besonders bei kinderlosen Singles ein großes Problem)
  • wirkt sich ebenfalls positiv auf den Lebenslauf aus
  • bietet je nach Feld sehr gute Möglichkeiten zum Netzwerken

Kontakte knüpfen und halten

Eigeninitiative ist der wichtigste Faktor, neue Kontakte zu knüpfen, alte zu pflegen und so in den Köpfen zu bleiben.
Eigeninitiative ist der wichtigste Faktor, neue Kontakte zu knüpfen, alte zu pflegen und so in den Köpfen zu bleiben.

Wenn die Arbeitslosigkeit länger als einige Wochen andauert – und von diesem Risiko muss man einfach ausgehen – schleicht sich oft ein Fehlverhalten ein: Die Kontakte, die man anfangs hielt, schlafen allmählich ein. Sei es zu Kunden, zu Bekannten in anderen Firmen. Bereits ein kurzer Kontakt alle paar Wochen kann allerdings verhindern, in diese Falle zu schlittern. Andererseits sollte man sich jedoch niemals scheuen, neue Kontakte aufzubauen, auch wenn man sich vielleicht geniert, dem CEO eines anderen Konzerns gegenüber zu erwähnen, dass man momentan ohne Job ist. Mutlose Zauderer bleiben meist länger arbeitslos als diejenigen, die aggressiv nach vorne preschen.

Pause für Körper und Geist

Weiter oben wurde erwähnt, dass Arbeitslosigkeit Stress ist. Das gilt natürlich auch, wenn man sich einen straffen Arbeitslosen-Lebensstil angewöhnt hat. Dabei sollte allerdings auch eines unterstrichen werden: Es reicht vollkommen, wenn man diese Lebensphase wie einen „normalen“ Arbeitstag von eight to five gestaltet. Wenn die alte Abteilung für ein hohes Maß an Überstunden bekannt war, sollte man diesen Habitus nicht mitnehmen. Und zudem sollte man sich an den Wochenenden ganz normal freinehmen. Auf diese Weise wird es, trotz der eigenen Betriebsamkeit, nämlich möglich, die Arbeitslosigkeit als einen Moment der Pause zu nutzen. Man erholt sich von dem Stress, dem einen der vergangene Job auferlegte und tankt so Kraft dafür, um bei einem Neuanfang direkt mit Nachbrenner durchzustarten.

Wenn der Neuanfang winkt

Und wenn dieser Neuanfang in den Startlöchern steht, also beispielsweise Vorstellungsgespräche besonders gut liefen oder gar ein Vertrag in Aussicht ist, wird es Zeit, den Modus zu wechseln. Einerseits bedeutet das, dass man von nun all die verbliebenen „freien“ Tage nur dafür aufwendet, um das für diesen Job notwendige Wissen zu maximieren. Andererseits zudem, dass es, wenn ein Vertrag schon zustande kam, nicht mehr notwendig ist, eine so straffe Disziplin an den Tag zu legen. Im Gegenteil, außerhalb dieser Lernphasen sollte die Zeit genutzt werden, um nochmal maximal durchzuatmen. Denn wenn der erste Arbeitstag erst da ist, bleibt dafür vorerst keine Zeit mehr.

4. Zusammenfassung und Fazit

Auch im Consulting-Bereich ist Arbeitslosigkeit keine abstrakte Gefahr. Gerade, weil es sich hierbei um einen stressigen Beruf handelt, stehen viele Arbeitslose nach der Entlassung vor einem großen Graben. Dort hineinzufallen ist leicht, herauszukommen nur schwer. Doch die Wege daraus sind zum Glück vielfältig – und können in fast allen Fällen den Gang in eine erfolgreichere Zukunft ebnen. 

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Veröffentlicht am: 02.07.2018

 

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