Conversions definieren und optimieren

Praxistipps: Optimierung Homepage

Sie haben eine Unternehmens-Website, die inhaltlich und technisch auf dem aktuellen Stand ist? Mit Unternehmensdarstellung, Leistungen, News, Team. Das ist gut, aber: Online-Besucher alleine nutzen Ihnen nichts. Was also soll Ihre Website leisten und wie messen Sie den Erfolg? Ein Gastbeitrag von Kristiane Guth, CGW GmbH.

Kristiane Guth, CGW GmbH
Kristiane Guth, CGW GmbH

Als erstes brauchen Sie konkrete, messbare Ziele, also zum Beispiel "50 Personen sollen im Zeitraum von einem Monat das neue Whitepaper herunterladen und dabei ihre Mailadresse hinterlassen" oder "Pro Monat möchte ich 10 qualifizierte Anfragen zu meinem Produkt XY". Der Begriff Conversions bezeichnet die von Ihnen definierte Zielerfüllung. Es geht also darum, festzulegen, welche Aktion die Besucher Ihrer Website ausführen sollen. Wenn das klar ist, ist es wichtig, die Website konsequent danach auszurichten. Conversion Optimierung ist ein kontinuierlicher Prozess. Das heißt auch: Sie sind nie fertig. 

Der Prozess der Conversion Optimierung 

  1. Zieldefinition
    Definieren Sie ein oder mehrere konkrete, messbare Ziele für Ihre Website - Conversions können zum Beispiel sein: Newsletter-Anmeldungen, Anrufe, Kontaktformulare, Produktverkäufe, Seitenaufrufe, Downloads Whitepape
  2. Analyse (zum Beispiel mit Google Analytics)
    Google Analytics ist kostenlos und liefert Ihnen die wichtigsten Kennzahlen. Achtung: Wenn Sie das Tool nutzen, müssen Sie einige rechtliche Punkte beachten. Entscheidend bei der Analyse ist, dass Sie die Zahlen mit aus Ihren Zielen abgeleiteten Leitfragen analysieren. Nur so erhalten Sie auch konkrete Aussagen oder Thesen aus dem Zahlenmaterial. Sie sollten unbedingt auch vorab die Tracking-Intervalle definieren. Also zum Beispiel "einmal im Monat Auswertung und Analyse".

    Leitfragen könnten sein:

    a) Wie erreichen Besucher meine Webseite?
    b) Was erwarten oder suchen Besucher?
    c) Wie interagieren Benutzer mit meiner Seite?
    d) Lassen sich bestimmte Muster erkennen?
    e) Wie, wo und warum verlassen Benutzer die Seite?
    f) Gibt es Navigationselemente, die als "Notausstieg" funktionieren?
    h) Gibt es bestimmte Auslöser, die dazu führen, dass der Besucher die gewünschte Aktion abschließt? 
     
  3. Optimierung

    Jetzt gilt es, Hürden und Stolpersteine auszumerzen. Machen Sie Ihrem Website-Besucher den Weg zum Ziel so einfach wie möglich. Schicken Sie ruhig auch mal Dritte zu Testzwecken auf Ihre Website. Wenn Sie unsicher sind, welche Lösung die bessere ist, bietet sich ein A/B-Testing an. Dieses erlaubt den Vergleich von Website-Elementen über einen bestimmten Zeitraum, indem nur eine Variable verändert wird. Verglichen werden können z. B.: Webseiten-Titel, Texte und Produktbeschreibungen, Formulare, Platzierungen, Call-to-Action-Elemente, Grafiken, Bilder oder Farben.

  4. Tracking (z. B. mit Google Analytics)

    Nach dem definierten Zeitraum schauen Sie sich über die Daten von Google Analytics gezielt Veränderungen in den definierten Bereichen an.

  5. Optimierung

    Jetzt wird wieder optimiert.  

Mit diesen 6 Tipps heben Sie Ihre Unternehmens-Website auf das nächste Level:

  1. Ziele klar definieren: Nur was quantifizierbar ist, hilft Ihnen weiter. Spezifizieren Sie Ihre Ziele so weit es geht. 
  2. Einfach und schnell zum Ziel: Wir alle wollen möglichst wenig suchen im Internet. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Website-Besucher den Weg zu ihrem Ziel schnell und direkt finden. 
  3. Besucher-Brille aufziehen! Versetzen Sie sich in die Lage Ihrer Website-Besucher. Das klingt selbstverständlich, wird aber häufig nicht konsequent gemacht. Es geht beim Website-Aufbau nicht darum, was Sie transportieren wollen, sondern wie und was der Kunde sucht.  
  4. Klare Handlungsaufforderung: Sagen Sie Ihren Website-Besuchern, was Sie tun sollen. In der Internet-Flut sind diese schneller wieder weg von Ihrer Website, als Ihnen lieb ist. Also nehmen Sie sie an die Hand und zeigen Sie ihnen mit klaren und deutlichen Aufforderungen den Weg. 
  5. Nutzerfreundlichkeit vor Schönheit: Sorgen Sie dafür, dass Ihre Website auf allen Endgeräten maximal nutzerfreundlich ist. Klare Call-to-Action-Elemente (Handlungsaufforderungen) helfen dem User sich zu orientieren. Besonderes Augenmerk sollten Sie auf die Nutzerfreundlichkeit von Online-Formularen legen (auch hier: form follows function). 
  6. Mobile Optimierung: Hinterfragen Sie, ob die Kundenanforderung an Ihre Website bei der mobilen Nutzung anders ist als bei der Desktop-Version. Das fördert zum Teil auch neue und wichtige Erkenntnisse zutage. 

Die Autorin Kristiane Guth ist Geschäftsführerin der CGW GmbH - Full-Service-Kommunikation.

Veröffentlicht am: 04.07.2019

 

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