Energieverbrauch und Kosten maßgeblich senken

Energiemanagement in Unternehmen

Unternehmen müssen ebenso mit ihrem Geld wirtschaften wie Privathaushalte. Einen großen Kostenfaktor bilden die Betriebskosten, darunter vor allem Strom und Heizen. Wirkungsvolle Sparmaßnahmen senken maßgeblich den Energieverbrauch und die damit verbundenen Kosten.

Produktionsmaschinen wie in der Textilindustrie verbrauchen viel Strom. (Bild: Fotolia, © warloka79 # 201007203)

Produktionsmaschinen wie in der Textilindustrie verbrauchen viel Strom. (Bild: Fotolia, © warloka79 # 201007203)

Der Kostenfaktor Energieverbrauch im Unternehmen

Für den Betrieb und die Instandhaltung eines Unternehmens fallen regelmäßig bestimmte Fixkosten an. Einen nicht unerheblichen Teil dieser Kosten macht meist der Energieverbrauch für Strom und Heizung aus. Wie hoch diese Kosten liegen, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Energiekosten verschiedener Unternehmen

Ein wesentlicher Faktor, der über den Energieverbrauch bestimmt, ist die Branche, in der das Unternehmen tätig ist. Je nach Branche fallen die Energiekosten unterschiedlich aus. Die Anteile, die vom Umsatz für die Begleichung der Energiekosten aufgewendet werden müssen, liegen zwischen 0,4 und 20 Prozent. 

  • In der Industrie liegen die Anteile bei 2 bis 10 Prozent.
  • Eine Druckerei muss rund 1,5 Prozent ihres Umsatzes für Energiekosten ausgeben. 
  • Bei einer Schreinerei liegt der Anteil bei etwa 1 Prozent. 
  • In der Textilindustrie sind Werte zwischen 5 und 20 Prozent möglich. 

Angaben unterliegen Schwankungen

Bei den Angaben handelt es sich allerdings nur um grobe Anhaltspunkte. Die tatsächlichen Energiekosten und der Anteil am Umsatz des Unternehmens schwanken stark. Auch dafür sind wiederum verschiedene Faktoren verantwortlich.

  • Abgesehen von der jeweiligen Branche, die für ihre Produktion bzw. Dienstleistungen unterschiedlich viel Energie verbraucht, kommt es auch auf die Art des Gebäudes an, in dem das Unternehmen angesiedelt ist. 
  • Außerdem sind die Werte davon abhängig, wie sich der anteilige Verbrauch je nach Energieart (Strom, Wärme, Gas) verhält. 
  • Die Anzahl der Mitarbeiter bzw. die Unternehmensgröße beeinflusst ebenfalls den anteiligen Energieverbrauch. 

Schlussendlich kommt es darauf an, welche Maßnahmen ein Unternehmen ergreift, um das individuelle Energiesparpotenzial auszuschöpfen und dadurch die Kosten zu senken. 

Ressourcen schonen für die Umwelt – und das Unternehmensimage

Indem Unternehmen ihren Energie- und Ressourcenverbrauch langfristig senken, erreichen sie gleich zwei wichtige Ziele: Sie leisten einen wertvollen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz und verbessern außerdem das Image

Langfristig und authentisch

Um das Unternehmensimage zu verbessern und damit von einem positiven Nebeneffekt der Maßnahmen zum Umweltschutz zu profitieren, ist vor allem eines von steigender Bedeutung: Authentizität. 

Nur ein Unternehmen, das seine umweltschonenden Maßnahmen dauerhaft in der Unternehmensstruktur verankert, wird der Öffentlichkeit glaubhaft vermitteln können, sich nicht nur aus reinen PR-Zwecken für die Umwelt einzusetzen. Auch kurzfristige Aktionen wirken sich nicht verbessernd auf das Image aus. 

Es geht darum, langfristige Maßnahmen zu finden, die zur Unternehmensphilosophie passen, also authentisch sind, und dennoch effektiv Klima und Umwelt schonen. Die Verbraucher und Kunden beobachten genau, was ein Unternehmen kommuniziert und wie es handelt. Treten Inkonsequenzen auf, werden diese von der Öffentlichkeit abgestraft. 

Vorbild für andere

Ein Unternehmen, das seine alltäglichen Geschäftsprozesse diesbezüglich umrüstet und dadurch einen aktiven wie effektiven Beitrag zum Schutz von Klima und Umwelt leistet, erfüllt eine wichtige Vorbildfunktion. Nicht nur für andere Unternehmen, die unter anderem aus Gründen des Wettbewerbs dem guten Beispiel folgen wollen, sondern auch für die Verbraucher und Kunden. 

Damit das gelingen kann, ist eine regelmäßige und klare Kommunikation der geplanten und bereits umgesetzten Maßnahmen und deren Erfolge in der Öffentlichkeit essenziell. 

Umstieg auf erneuerbare Energien

Um den Energieverbrauch maßgeblich und langfristig zu senken, ist für Unternehmen der Umstieg auf erneuerbare Energiequellen sinnvoll. Allerdings gibt es Unterschiede, welche erneuerbaren Energien für welches Unternehmen in Frage kommen und welche dagegen in bestimmten Fällen weniger ergiebig sind.

Allgemeines zum Thema

Der Begriff „erneuerbare Energien“ taucht im Kontext von Umweltschutz und Energieeinsparung immer wieder auf. Bevor ein Unternehmen beschließt, erneuerbare Energien zur Erzeugung von Strom und Wärmeenergie zu nutzen, sollte es sich ausführlich mit der Thematik auseinandersetzen und die Begrifflichkeiten klären.  Grundsätzlich sind erneuerbare Energien solche Energiequellen, die sich selbstständig regenerieren können und damit unerschöpflich sind. 

Durch ihre Nutzung entstehen keine CO2-Emissionen, Umwelt und Klima werden also nicht belastet. Gleichzeitig sind erneuerbare Energien in der Lage, den Strombedarf zu decken und damit die bisher vorherrschenden, fossilen Energiequellen abzulösen.

Es gibt verschiedene Energiequellen, aus denen erneuerbare Energie gewonnen werden kann. Die bekanntesten Energiequellen sind Sonne, Wasser und Wind. Der Begriff umfasst jedoch noch Weitere: 

  • Erdwärme (Geothermie)
  • Biomasse
  • Biogas 
  • Klär- und Deponiegas 

Einsparpotenzial durch erneuerbare Energien

Aus den genannten Gründen ist es für Unternehmen durchaus sinnvoll, auf erneuerbare Energien umzurüsten. Dadurch leisten sie einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz und schonen zugleich das eigene Budget. 

Denn die erneuerbaren Energien bringen ein großes Einsparpotenzial: 

  1. In Bezug auf die Energiekosten. 
  2. In Bezug auf die entstehenden Treibhausgase

Im vergangenen Jahr wurden gemäß einer Untersuchung des Umweltbundesamtes in Deutschland rund 184 Millionen Tonnen von CO2-Äquivalenten vermieden – allein durch den Einsatz von erneuerbaren Energien. Davon stammt ein Einsparanteil von 140,8 Millionen Tonnen aus dem Stromsektor. Im Wärmesektor waren es rund 35,2 Millionen Tonnen an Treibhausgas-Emissionen, die durch die Nutzung erneuerbarer Energien vermieden werden konnten. 

Eine Frage der Gegebenheiten

Dennoch gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Formen der erneuerbaren Energien. Dies Unterschiede beziehen sich etwa auf die Verfügbarkeit des klimaneutralen Stroms sowie die konkrete Umsetzbarkeit im Unternehmen. Denn nicht alle erneuerbaren Energiequellen eignen sich für jeden Standort. Die Nutzbarkeit der jeweiligen Energiequelle hängt auch von der Art und der Größe des Unternehmens ab und muss daher immer im Einzelfall geprüft und bewertet werden.

  • Solaranlagen (Solarthermie, Photovoltaik):

    Solaranlagen erzeugen Energie, indem sie Sonnenlicht über die Solarzellen auf dem Gebäudedach umwandeln. Mehr Sonnenlicht bedeutet mehr Energie. Je nach Solaranlage wird die gewonnene Energie unterschiedlich genutzt: Bei Solarthermie wird das Sonnenlicht in thermische Energie umgewandelt. Die entstandene Wärme lässt sich für Warmwasser und zum Heizen nutzen. Photovoltaikanlagen funktionieren ähnlich, wandeln die gewonnene Energie aber nicht in thermische, sondern in elektrische Energie um und erzeugen dadurch Strom.

    Von einer Solaranlage profitieren besonders industrielle Unternehmen und solche, die in der Textilverarbeitung tätig sind.

  • Blockheizkraftwerke (KWK, BHKW)

    Blockheizkraftwerke sind für Unternehmen eine rentable Form der Energiegewinnung. (Bild: Fotolia, © Gerd # 121636798)

    Blockheizkraftwerke sind für Unternehmen eine rentable Form der Energiegewinnung. (Bild: Fotolia, © Gerd # 121636798)


    Ein Blockheizkraftwerk erzeugt über einen Generator gleichzeitig elektrische Energie und Wärme. Als Antrieb für den Stromerzeuger können Verbrennungsmotoren sowie Gasturbinen, Stirlingmotoren oder Brennstoffzellen verwendet werden. Die heißen Abgase der Motoren und deren erhitztes Kühlwasser werden zur Warmwassererzeugung genutzt.

    Blockheizkraftwerke können in industriellen Unternehmen, in der Textilindustrie und in handwerklichen Betrieben genutzt werden.

  • Geothermie:

    Geothermische Energiequellen sind für Unternehmen eine gute Option, um den Wärmebedarf aus erneuerbaren Energien zu decken und so die Betriebskosten zu senken. Geothermie, also Erdwärme, ist über Betonteile wie Gründungspfähle oder Bodenplatten nutzbar, die im Erdreich verankert und mit speziellen Rohrleitungen versehen sind. In diesen Leitungen zirkuliert das Trägermedium, das die Wärme in das Gebäude transportiert. Diese Rohrleitungen können im Rahmen einer Sanierung nachgerüstet werden.

    Da Geothermie kontinuierlich Wärme liefert, eignet sich diese Form der erneuerbaren Energien auch für produzierende Industrieunternehmen mit einem hohen Wärmebedarf.

  • Kleinwindkraftanlagen:

    Kleinwindkraftanlagen können ein Unternehmen mit Strom versorgen. (Bild: Fotolia, © Petair # 65210371)

    Kleinwindkraftanlagen können ein Unternehmen mit Strom versorgen. (Bild: Fotolia, © Petair # 65210371)


    Eine Windkraftanlage wandelt die Windenergie in elektrische Energie um und erzeugt damit Strom. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Windkraftanlagen, wird die kleinere Version direkt neben dem Verbraucher, etwa einem Gebäude, aufgestellt, um diesen für den Eigenbedarf mit Energie zu versorgen. Schall, Schattenwurf und Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes sind bei den Kleinwindkraftanlagen marginal. Die Gesamthöhe beträgt maximal 50, meistens etwa 30 Meter. Doch abgesehen von ihrer Größe, unterscheiden sich die Kleinwindkraftanlagen mit maximal 100, im Durchschnitt zwischen 30 und 50 Kilowatt auch in ihrer Leistung von den großen Exemplaren.

    In handwerklichen Betrieben kann eine Kleinwindkraftanlage als Alternative zur Photovoltaikanlage genutzt werden.

  • Wärmepumpe:

    Wärmepumpen gibt es in unterschiedlichen Bauarten. Sie gewinnen Energie aus der Umwelt. Die gewonnene Wärme wird von der Wärmepumpe in das Gebäude geleitet und dort zum Heizen genutzt. Je nach Standort und den verfügbaren Zugangsmöglichkeiten ist es ergiebiger, die Energie aus der Erde, der Luft oder aus dem Grundwasser zu beziehen. Daher ist es grundsätzlich überall möglich, eine Wärmepumpe einzusetzen, sofern der Standort die nötigen Bedingungen erfüllt. Dennoch unterscheiden sich die Einsparmöglichkeiten stark, je nach individuellen Gegebenheiten und der eingesetzten Technik. 

Mehr Effizienz in der IT

Kein Unternehmen kommt ohne den Einsatz von technischen Geräten aus. Deswegen ist es wichtig, bestimmte Maßnahmen einzuleiten, um den Energieverbrauch der elektronischen Geräte zu senken. 

Bedarfsgerechte Ausstattung

Die Büroräume sollten bedarfsgerecht ausgestattet sein. (Bild: Fotolia, © Stephanie Eichler # 72201481)

Die Büroräume sollten bedarfsgerecht ausgestattet sein. (Bild: Fotolia, © Stephanie Eichler # 72201481)


Die Reduzierung des Energieverbrauchs beginnt bereits bei der Ausstattung des Unternehmens mit elektronischen Geräten – vor allem in den Büroräumen. Bei Geräten wie Computern, Servern und Druckern sind die einzelnen Modelle unterschiedlich leistungsfähig. Je mehr Leistung sie bringen, desto mehr Energie verbrauchen sie aber auch.  Aus diesem Grund sollte die Leistungsfähigkeit von Computern und Co. an den tatsächlichen Bedarf ausgerichtet werden. Denn nicht alles, was technisch möglich ist, wird auch benötigt. 

Das gilt auch für die Menge an technischen Geräten. Nicht jeder Mitarbeiter braucht eine eigene Komplettausstattung. Je nach Unternehmen, reicht sogar ein Arbeitsplatz mit Computer und den benötigten Peripheriegeräten wie Drucker, Scanner oder CNC-Maschine für mehrere Mitarbeiter aus. Außerdem sind Multifunktionsgeräte, die etwa scannen, drucken und faxen können, effizienter als der Betrieb von Einzelgeräten. 

Auf die Energieeffizienz der Geräte achten

Elektronische Geräte sind unterschiedlich energieeffizient. Einen Richtwert über die Energieeffizienz eines Gerätes liefert das darauf angebrachte Energielabel. Es gibt Auskunft darüber, wie effizient das Gerät die zugeführte Stromenergie nutzt. Je höher der Anteil der Energie ist, die tatsächlich für die eigentliche Aufgabe des Gerätes aufgewendet werden, desto höher ist die Energieeffizienz. Dagegen ist diese umso schlechter, je mehr Energie lediglich in Wärme umgewandelt wird oder anderweitig verloren geht. 

Deswegen sollte bereits vor der Anschaffung darauf geachtet werden, welche Energieeffizienz die elektronischen Geräte haben. Am besten ist eine Energieeffizienz von A++ oder A+++.  Das schont das Budget vorausschauend für die nächsten Anwendungsjahre. Bei der Orientierung helfen außerdem verschiedene Öko-Siegel: 

  • Blauer Engel
  • Energy Star
  • Ecolabel

Optimiertes Datenmanagement

Je nach Unternehmen, müssen die Mitarbeiter auf ihren Computern Listen führen oder ähnliche, wenn nicht sogar identische Dokumente abspeichern, um immer darauf Zugriff zu haben. Solche Dateien, die im Unternehmen in mehrfacher Ausführung und auf verschiedenen Speicherorten abgelegt werden, erfordern Speicherkapazität, reduzieren die Rechenleistung der Computer und verbrauchen unnötig mehr Energie – und natürlich auch Zeit. 

Vor allem in größeren Unternehmen ist es also sinnvoll, das Daten- und Dateimanagement zu optimieren und die entsprechenden Dokumente zentral und für jeden Mitarbeiter zugänglich abzuspeichern. Das verbessert die Energieeffizienz, senkt die Stromkosten und sorgt für schnellere Arbeitsabläufe.

Den Serverraum kostengünstig kühlen

Je weniger Wärme in den Serverraum gelangt, desto geringer Fallen die Kosten für Kühlmaßnahmen aus. (Bild: Fotolia, © a2I # 32634423)

Je weniger Wärme in den Serverraum gelangt, desto geringer Fallen die Kosten für Kühlmaßnahmen aus. (Bild: Fotolia, © a2I # 32634423)


Technische Geräte geben immer Wärme ab. Damit es im Serverraum nicht zu Überhitzung und damit zu teuren Sachschäden kommt, muss entsprechend für Kühlung gesorgt werden. Das kostet wiederum Energie – tatsächlich geht ein großer Teil des Energieverbrauchs im Serverraum auf das Konto der Kühlmaßnahmen. 

Doch auch hierfür gibt es mit einmaligen Maßnahmen effektive Möglichkeiten, den Stromverbrauch deutlich zu senken, indem verhindert wird, dass zusätzliche Wärme in den Raum gelangen kann. Ideal ist ein Serverraum ohne direkte Sonneneinstrahlung. Andernfalls helfen Reflexionsfolien auf Fenstern sowie eine verbeserte Raumdämmung und eine optimale Lenkung der Luftströme dabei, den Energieverbrauch für die Kühlung des Serverraums zu senken. Im besten Fall sind solche Geräte ohnehin direkt in strategisch günstigen und damit klimatisch unbelasteten Räumlichkeiten untergebracht. 

Mitarbeiter sensibilisieren

Es ist wichtig, als Unternehmensleitung auch die Mitarbeiter für das Thema Energie- und Ressourceneinsparung zu sensibilisieren. Ein solches umweltbewusstes Verhalten der Belegschaft spart im Jahr unter Umständen mehrere tausend Euro an Kosten ein.

  • Standby-Modus bei längeren Pausen

    Bei längeren Unterbrechungen der Arbeit am Computer wie einem Meeting oder der Mittagspause macht es im Energieverbrauch einen deutlichen Unterschied, ob der Computerbildschirm an- oder ausgeschaltet ist.

    Jeder Mitarbeiter sollte daher darauf achten, den Computer so einzustellen, dass dieser nach wenigen Minuten Abwesenheit automatisch in den Standby-Modus wechselt, anstatt einen Bildschirmschoner laufen zu lassen. Auch die Aktivierung der Energiesparfunktion des Computers sorgt dafür, dass einzelne Systemkomponenten nur dann laufen, wenn sie benötigt werden. 
  • Geräte abschalten

    Wo kein Strom fließt, kann auch keiner verbraucht werden. (Bild: Fotolia, © New Africa # 256102373)

    Wo kein Strom fließt, kann auch keiner verbraucht werden. (Bild: Fotolia, © New Africa # 256102373)


    Allerdings verursacht auch der Standby-Modus Stromkosten, die sich wiederum mit einfachen Maßnahmen einsparen lassen. Am bestens ist es daher, am Abend und über das Wochenende, wenn das Unternehmen geschlossen ist, die technischen Geräte, sofern möglich, ganz abzuschalten und sie vom Stromnetz zu trennen.

    Dabei helfen schaltbare Steckdosenleisten und Zeitschaltuhren. So wird in dieser Zeit, in der die Geräte nicht benötigt werden, auch keine Energie verbraucht.  Bevor die Pforten nach Feierabend geschlossen werden, sollten die Mitarbeiter überprüfen, ob Druckergeräte, die Kaffeemaschine sowie die Beleuchtung und die Heizung abgeschaltet sind. 

  • Weniger drucken

    In vielen Büros wird zu viel und oft auch unnötig gedruckt. Dadurch entstehen Dokumente, die eigentlich niemand braucht und die dementsprechend nicht durchgelesen werden. Fehldrucke oder -kopien verursachen zusätzlich Papierberge, die höchstens noch als Schmierpapier genutzt werden können.

    Viel effizienter und ressourcensparender ist dagegen die digitale Kommunikation im Sinne eines papierlosen Büros: Daten werden über E-Mail verschickt und können sicher auf Festplatten oder in Cloudsystemen abgespeichert werden. So können die Mitarbeiter den Verbrauch an Papier, Strom und Druckertinte senken, ohne in ihrer Arbeit eingeschränkt zu werden.
  • Auf den Stromverbrauch achten

    Tageslicht ist gesund, angenehmer für die Augen und macht elektrische Beleuchtung überflüssig. Trotzdem werden die Lampen in so manchem Büro den ganzen Tag angelassen.  Das sollte vermieden werden, um nicht unnötig Strom zu verbrauchen. Es lohnt sich im Hinblick auf die Stromrechnung, einen Handgriff mehr zu machen und das Licht bei Bedarf an- und später wieder auszuschalten. Leuchten direkt an den Arbeitsplätzen können zusätzlich Strom sparen, weil sie in der Regel eine geringere Leistung als die Deckenleuchten haben und dadurch weniger Energie verbrauchen.

    Generell sollte im gesamten Gebäude des Unternehmens überprüft werden, wo tagsüber oder auch nach Feierabend möglicherweise Beleuchtung angeschaltet ist, die nicht unbedingt benötigt wird. Außerdem empfiehlt es sich, wie bei allen technischen Geräten auch bei dem Kauf von Lampen und Leuchtmitteln auf eine gute Energieeffizienz zu achten.

  • Richtig lüften in den Büroräumen

    Videokonferenzen bieten ein hohes Einsparpotenzial. (Bild: Fotolia, © Andrey Popov # 217251913)

    Videokonferenzen bieten ein hohes Einsparpotenzial. (Bild: Fotolia, © Andrey Popov # 217251913)


    Für eine gute Konzentration am Arbeitsplatz ist ausreichend Frischluft wichtig. Allerdings kann man beim Lüften einiges falsch machen und dadurch die Energiekosten unnötig in die Höhe treiben. Viele setzen fälschlicherweise auf das Dauerlüften mit gekipptem Fenster. Doch gerade im Herbst und im Winter, wenn die Heizung läuft, geht dabei viel Wärmeenergie verloren. Energiesparender und zugleich effektiver ist das Stoßlüften.

    Mehrmals am Tag sollten für etwa zehn Minuten alle Türen und Fenster weit geöffnet werden, damit die verbrauchte Luft entweichen kann und frische Luft in die Räume kommt. Im Winter reichen fünf Minuten Stoßlüften aus. Währenddessen sollten die Mitarbeiter die Heizung runterdrehen, damit nicht zu viel Wärme verloren geht. Ganz ausschalten sollte man die Heizung beim Lüften aber nicht, weil sonst zu viel Energie benötigt wird, um die Heizung wieder auf Temperatur zu bringen. Der richtige Umgang hilft auch hier, Kosten zu sparen.

  • Heizkosten sparen

    Jedes Grad Raumtemperatur weniger spart etwa sechs Prozent Energie ein. Absprachen der Mitarbeiter untereinander über die Nutzung der Heizung kann daher eine Menge Heizenergie und Kosten sparen. Die ideale Temperatur liegt für Büroräume zwischen 20 und 22 Grad Celsius. Anstatt, dass jeder Mitarbeiter die Heizung nach persönlichem Bedarf rauf- und runterdreht, sollten sich alle Kollegen eines Büros auf einen Kompromiss einigen. Das gilt auch für den Einsatz von Lüftungsanlagen. 

Moderne Unternehmensprozesse senken den Energieverbrauch

Bei den vorherigen Punkten ging es unter anderem darum, technische Geräte möglichst einzusparen, um die Kosten für den Energieverbrauch zu senken. In manchen Fällen ist es für die Kostenersparnis und die Arbeitseffizienz allerdings sinnvoller, Technik einzusetzen – allerdings an der richtigen Stelle. 

Einsatz von Technik statt Geschäftsreisen

Nicht nur bei der IT-Infrastruktur können Unternehmen viel Energie und Geld sparen, sondern auch beim Einsatz von technischen Mitteln. Anstelle einer aufwendigen Geschäftsreise inklusive Flugs, Übernachtung im Hotel und Verpflegung, ist es kostengünstiger und umweltfreundlicher, vom Büro aus einfach eine Videokonferenz durchzuführen. 

Automatisierte Logistik 

In Bereich Logistik gibt es ebenfalls Einsparpotenzial. Unternehmen, die ihre Prozesse systematisch hier modernisieren und automatisieren, sind in Bezug auf die Kostenersparnis und den Umweltschutz besser aufgestellt als solche, die nur auf symbolische Einzelmaßnahmen setzen. 

Generell lassen sich mit solchen Maßnahmen, die den gezielten Einsatz von technischen Mitteln vorsehen, gleich mehrere Dinge effektiv einsparen: 

  • Zeit
  • Energie
  • CO2-Emissionen
  • wertvolle Ressourcen 

 

 

Veröffentlicht am: 09.07.2019

 

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