Mit der richtigen Logistikstrategie zum Ziel

Unternehmenskosten senken – Effizienz steigern

Wer ein Unternehmen führt und seinen Gewinn steigern will, hat in der Regel zwei Möglichkeiten: Mehr Umsatz machen oder Kosten senken. Ist der Betrieb komplett ausgelastet, sind neue Umsätze nicht möglich. Der einzige übrige Weg ist daher, die Kosten zu reduzieren. Das muss nicht immer mit Entlassungen einhergehen und es gibt bei Einsparungen sogar Potenziale für Effizienzsteigerungen. Wir zeigen, wie das im Logistikbereich gelingen kann.

Wer ein Unternehmen führt und seinen Gewinn steigern will, hat in der Regel zwei Möglichkeiten: Mehr Umsatz machen oder Kosten senken. (Bild: barameefotolia - AdobeStock) Wer ein Unternehmen führt und seinen Gewinn steigern will, hat in der Regel zwei
Wer ein Unternehmen führt und seinen Gewinn steigern will, hat in der Regel zwei Möglichkeiten: Mehr Umsatz machen oder Kosten senken. (Bild: barameefotolia - AdobeStock)

Fast jedes Unternehmen muss irgendeine Form von Logistik betreiben. Egal ob es darum geht, Waren zu Kunden zu bringen oder das eigene Lager zu verwalten. Diese Abteilung kann schnell ein regelrechter Profitvernichter werden, wenn man sie nicht professionell organisiert und strukturiert. Alleine die Miete, welche regelmäßig durch eine große Lagerhalle verschlungen wird und die Unterhaltskosten des Fuhrparks sind enorme Kostenfaktoren. Dazu kommen noch kleinere Beträge, die beispielsweise durch die regelmäßige Reinigung von Behältern entstehen. Wer nicht optimal organisiert ist, kann außerdem Probleme bekommen, wenn einmal viele Gefäße auf einmal gereinigt werden müssen und dadurch anderorts nicht genügend zur Verfügung stehen, um den Bedarf zu decken. Um die eigene Logistik im Griff zu behalten und die Kosten so gering wie möglich zu halten, gibt es verschiedene Strategien. Wir stellen sie vor. 

1.    Dynamische Logistik

Dieser Begriff bezeichnet eine recht neue Art der Organisation. Man orientiert sich dabei immer am aktuellen Bedarf des eigenen Unternehmens und stellt überschüssige Kapazitäten gegen Geld Anderen zur Verfügung. Außerdem deckt man eigene Bedarfsspitzen wiederum mit den Behältern, Kisten oder Lagerräumen anderer Unternehmen ab. So wird weniger Kapital in der eigenen Logistik gebunden und die Geschäftsführung kann freier mit dem eigenen Geld wirtschaften. Um ein solches Netzwerk aus Anbietern und Abnehmern von Logistikgütern zu erhalten, nehmen Betriebe die Hilfe eines erfahrenen Logistikdienstleisters in Anspruch. Dadurch schaffen sie teilweise noch neue Einnahmen, indem sie überzählige Logistikgüter durch sale-and-lease-back dem Anbieter zur Verfügung stellen.

2.    Outsourcing

Einige Betriebe sparen sich den gesamten Organisations- und Verwaltungsaufwand komplett und beauftragen externe Dienstleister mit der eigenen Logistik. Der Hauptvorteil ist dabei klar: Man hat einen kompetenten Partner, der sich hervorragend mit verschiedensten Maßnahmen und Möglichkeiten auskennt. Falls dennoch etwas schiefgehen sollte, haftet üblicherweise der Dienstleister und nicht man selbst. Oft ist diese Methode die bequemste, meistens auch die kostenintensivste. Daher sollte ein Betrieb, der Kosten sparen will, zumindest einen Teil der eigenen Logistik selbst organisieren und verwalten. Das kann bereits in kleinem Rahmen stattfinden indem man die eigenen Produkte beispielsweise systematisch beschriftet oder anderweitig dem Partner Arbeitsschritte abnimmt.

3.    Eigenregie

Wer die gesamte Logistik selbst managen will, hat einiges zu tun: Ein Lager muss her, Behälter angeschafft, Fahrzeuge besorgt und Personal eingestellt werden. Außerdem müssen die Führungskräfte hervorragend qualifiziert sein, denn wenige Dinge können ein strukturiertes Logistiksystem so schnell ruinieren wie eine schlecht geschulte Kraft in einer Management-Position. Neben diesen Anschaffungen aus Sach- und Humankapital muss auch noch in digitale Infrastruktur investiert werden: Eine professionelle Logistikabteilung kommt heute ohne entsprechende Software nicht mehr aus. Dazu müssen natürlich noch geeignete Rechner und Netzwerke geschaffen, möglicherweis zusätzliche Systemadministratoren eingestellt werden. All diese Dinge klingen sehr teuer und sie sind es auch – zumindest zu Beginn. Die Anfangsinvestition ist hier sehr hoch, doch die laufenden Kosten dürften durchaus geringer ausfallen, als wenn man alles einem Dienstleister überlässt. Wenn die Abteilung erst einmal steht und leistungsfähig ist, muss nur noch in den Bestand investiert sowie die Anlage und das Personal auf dem neuesten Stand gehalten werden. Der Vorteil dabei ist, dass das Unternehmen selbst die volle Kontrolle hat und nicht auf externe Arbeitsschritte angewiesen ist.

Fazit

Eigentlich ist Outsourcing oder Eigenregie eine Grundsatzfrage, die jeder Unternehmer selbst beantworten muss. Der Vorteil von dynamischen Logistiklösungen ist, dass sie sich bei beiden Strukturen anbieten und sich immer eignen, um die Kosteneffizienz zu steigern. Beim Outsourcing wird der Dienstleister das ohnehin tun, allerdings seine Ersparnis kaum an den Kunden weitergeben, dessen niedrigere Auslastung ihm neue Kapazitäten gab. In der Eigenregie kann das Unternehmen Überhänge oder Engpässe in der Logistik selbst erkennen und in Kapital umwandeln, bzw. sie verhindern. Ein weiterer Vorteil, den die dynamische Logistik mitbringt, ist besonders heutzutage zu Zeiten von Klimawandel und Diskussionen um Fahrverbote wichtig zu nennen: Es ist nachhaltig. Dadurch, dass Behälter maximal effizient ausgelastet und unnötige Waschgänge oder Leerstände vermieden werden, ist sichergestellt, dass Ressourcen mit optimaler Ausbeute verwendet werden.

Deshalb bieten sich dynamische Logistiksysteme für jedes Unternehmen an, das die eigene Effizienz und Leistungsfähigkeit verbessern will. Egal ob es bisher alle logistischen Aufträge an Externe abgegeben oder stets alles selbst erledigt hat.

Veröffentlicht am: 27.11.2019

 

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