Wie Consultants Videokonferenz-Tools zur Wertschöpfung einsetzen können

Paul Scholey, BlueJeans Network

Selbstständige Consultants sind immer auf der Suche nach Möglichkeiten, ihre Kosten zu senken und gleichzeitig das Kundenerlebnis zu steigern. Was zunächst wie ein Widerspruch klingt, muss bei weitem keiner sein. Der technologische Fortschritt macht’s möglich – in diesem Falle neue cloudbasierte Videokonferenzlösungen.

Videokonferenzen sind von überall möglich (Bild: rawpixel.com - Pexels)

Videokonferenzen sind von überall möglich (Bild: rawpixel.com - Pexels)

Viele Berater kennen dieses Szenario wahrscheinlich nur zu gut: Stundenlang im Verkehr zu stecken und dann eilig beim Kunden anzukommen, ohne viel Zeit zu haben, sich vor dem Meeting noch etwas zu sammeln, da der Kunde einen bereits erwartungsvoll anblickt, während man noch den Computer an den Projektor anschließt und die letzten technischen Vorbereitungen erledigt. Leicht hinterlässt man so einen gehetzten Eindruck, obwohl man selbstverständlich alles gut vorbereitet hat. Wie lässt sich so ein Mehrwert erzielen? Die gute Nachricht ist: Das ist tatsächlich möglich. Die noch bessere Nachricht ist, dass die Lösung sich auch noch einfach implementieren lässt. Neue cloudbasierte Videokonferenzen tragen dazu bei, aus der Kundenbeziehung einen Mehrwert zu erzielen, und ersparen einem die Peinlichkeit, auf allen vieren nach einer Steckdose zu suchen.

Videokonferenzen geben Kontrolle über die Meeting-Umgebung

In dem oben beschriebenen Szenario wird der Berater ungerechterweise so wahrgenommen, als wäre er nicht vorbereitet gewesen. Das liegt an der Schwierigkeit, die Umgebung des Meetings zu kontrollieren. Auch die Koordination von Kalendern, die Erstellung von Reiseplänen und die Vorbereitung auf einen Besuch vor Ort können zeitaufwendig, kompliziert und kostspielig sein. Videokonferenzen erübrigen diese Reisevorbereitungen und ersparen einem die Zeit, die man beim Pendeln verliert. Und vor allem ermöglichen sie es den Consultants, die Meeting-Umgebung zu kontrollieren, damit sie sich letztlich auf das konzentrieren können, was wirklich wichtig ist und was dem Kunden einen Mehrwert bietet: die Beratung. 

Videokonferenzen helfen die Privatsphäre zu wahren

Bei Beratungen, besonders wenn es um technische Sitzungen geht, kommt es oft vor, dass der Computer eines Kunden übernommen werden muss. Hier die richtige Balance in Hinblick auf die Privatsphäre zu finden ist oft schwierig. Lehnt man sich über die Tastatur, um den Computer des Kunden zu übernehmen? Nimmt man gleich den Platz des Kunden ein, während dieser einem über die Schulter schauen muss? Macht man Pausen und erklärt den Prozess Schritt für Schritt? Wie lange wartet man, wenn der Kunde sich Notizen machen möchte? Wie kann man sich vergewissern, dass der Kunde den Prozess später ohne Hilfe replizieren kann? Es gibt so viele Dinge zu beachten. Hier helfen Videokonferenzen mit Bildschirmteilung, die Situation zu retten. Die Möglichkeit für den Berater, den Bildschirm zu teilen oder die Kontrolle über den Bildschirm eines Kunden anzufordern, während der Kunde den Prozess beobachtet, respektiert die Grenzen des persönlichen Bereichs und bietet gleichzeitig eine effektive Trainingsumgebung. 

Videoaufzeichnung für einfache Referenzzwecke

Die Dokumentation von Meetings und Trainings ist oft eine arbeitsintensive Aufgabe. Die Aufzeichnung der Besprechung reduziert die für die Ausführung dieser Funktion erforderliche Zeit erheblich. Cloudbasierte Videokonferenzen ermöglichen es den Consultants, jede Kundensitzung aufzuzeichnen und diese dann mit dem Kunden zu teilen. Viele cloudbasierte Videokonferenzlösungen bieten darüber hinaus auch Künstliche-Intelligenz-Assistenten wie Eva by Voicea an, die zuhören, Notizen machen und Zusammenfassungen und Handlungsaufforderungen liefern. Bei dieser Art des Einsatzes von KI kann sich der Kunde auf den Inhalt des Meetings konzentrieren, anstatt sich Notizen zu machen. Auch der Berater kann sich auf die Beantwortung spezifischer Fragen einlassen, ohne die Präsentation zu Dokumentationszwecken stoppen zu müssen. Mit Schlüsselwörtern wird dem KI-Assistenten mitgeteilt, welche Abschnitte der Aufnahme er zur einfachen späteren Verwendung markieren soll.

Die Beraterin und Digital-Marketing-Strategistin Claudia Sheridan fasst ihre Erfahrungen mit Videokonferenzen so zusammen: "Ich habe das Vergnügen, mit außergewöhnlichen Unternehmern auf der ganzen Welt zusammenzuarbeiten. Obwohl ich viele meiner Kunden auch persönlich getroffen habe, gibt es viele, die ich nur online kenne. Es sind Videokonferenz-Tools wie BlueJeans, die einer Beraterin wie mir die Möglichkeit geben, kleinen und mittelständischen Unternehmern dabei zu helfen, besser durch die digitale Marketinglandschaft zu navigieren, damit sie ihr Geschäft effektiv vermarkten können. Ohne Videokonferenzen sähe mein Geschäft und auch das Geschäft meiner Kunden ganz anders aus."

Zum Autor:

Paul Scholey ist Vice President of International bei BlueJeans, einer cloudbasierten Meeting-Plattform, die Desktops, mobile Geräte und Raumsysteme in einer Videokonferenz verbindet. Er verfügt über langjährige Erfahrung in der Softwarebranche, wo er in verschiedenen Positionen im Consulting, Pre-Sales und Vertrieb gearbeitet hat.

Veröffentlicht am: 08.02.2019

 

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