"Kunden haben die Chance, sich mit den Besten des jeweiligen Fachs aufzuschlauen"

Vermittlung im Beratergeschäft: Consultport

Der BDU meldet glänzende Zahlen für die Beraterbranche, die Geschäfte laufen gut. Das mag sein, sagen die Betreiber von Plattformen, über die Unternehmen und Berater zusammenfinden. Schlaue Suchfunktionen und Algorithmen helfen dabei, dass jedes unternehmerische Problem auf die passenden Berater trifft. Eine junge Firma aus Berlin hat sich darauf spezialisiert, hochklassige Digitalberater zu vermitteln, welche Unternehmen bei der digitalen Transformation Ihrer Geschäftsmodelle unterstützt. Wir trafen Till Schmid, einen der Gründer von Consultport in Berlin.

Till Schmid, Consultport

Till Schmid, Consultport

CONSULTING.de: Herr Schmid, warum bedarf es einer Plattform, die Digitalexperten vermittelt? Ist momentan nicht ohnehin schon irgendwie alles digital, was Berater empfehlen?

Till Schmid: Consultport.com ist eine einzigartige Anlaufstelle um einfach und schnell Zugang zu den besten Management und Digitalberatern des Landes zu erhalten. Alle Berater müssen mit Ihrer Beratungs- und Digitalexpertise überzeugen, bevor Sie in den Consultport Beraterpool aufgenommen werden. Hierfür bedarf es zusätzlich zu relevanter Arbeits- und Projekterfahrung wie beispielsweise bei Google, BCG Digital Ventures, McKinsey, oder Rocket Internet, signifikante Erfahrung im Startup- und Digitalumfeld.

Damit bilden wir ein sehr breites Spektrum von Digitalisierungsthemen ab: von der Entwicklung einer Digitalstrategie, über Digitalisierung von Geschäftsprozessen und Aufbau neuer Geschäftsmodelle, bis zu gesamthaften digitalen Transformationen von Organisationen. Als Deutschlands führender "Hafen" für Digitalberater ermöglichen wir Unternehmen für jedes Thema den passenden Experten zu finden.

CONSULTING.de:  Auf Ihrer Homepage steht, dass die Berater "handverlesen" sind, was heißt das?

Till Schmid: Wir legen sehr großen Fokus auf die Qualität, und haben den Anspruch stets den richtigen Berater zu finden, der sowohl inhaltlich als auch persönlich gut zum Kunden passt. Die Qualitätskontrolle beginnt bereits mit dem strengen Aufnahmeprozess. Erst wenn wir nach einem detailliertes CV Screening, Interviews und Referenzchecks, von dem Berater überzeugt sind, wird dieser in den Consultport Beraterpool aufgenommen. Dies schaffen nur knapp 20-30% der Bewerber. Für das Matching des Beraters mit dem Kunden, nutzen wir eine Anzahl von Kriterien, welche sowohl inhaltliche als auch persönliche Dimensionen berücksichtigen. Aus dieser Liste werden dann mit dem jeweiligen Industrieexperten „handverlesen“ die für den Kunden passenden Berater vorgeschlagen.

CONSULTING.de: Einmal angenommen, Sie vermitteln einen Digitalprofi an ein junges Unternehmen, das alsbald die Klaviatur des Online-Marketings beherrscht und eine perfekte IT-Architektur sein eigen nennen darf – alles danke einer tollen Beratung einer von Ihnen vermittelten Beratung. Nun möchte diese Firma im Anschluss daran aber noch einen schnöden Change hinkriegen, Produkte im Markt anders positionieren oder einfach sein Recruiting perfektionieren. Was macht der Digitalberater dann? Reicht er den Stab weiter an einen anderen Berater?

Till Schmid: Der große Vorteil unser Plattform ist, dass wir ein sehr breites Spektrum von Beratern anbieten können, und der Kunde je nach Bedarf flexibel und unkompliziert auf unterschiedliche Ressourcen zugreifen kann. In dem oben genannten Beispiel können wir dem Kunden im ersten Schritt einen Online Marketing-Spezialisten vorschlagen, welcher dem Unternehmen hilft, seine online Präsenz zu optimieren oder die Marketing Kanäle effizienter zu bespielen. Dann merkt der Kunde, dass die ganze Organisation einen Push benötigt um das Mindset der Mitarbeiter Richtung mehr Innovation und Pragmatismus zu bringen. Hier kann der Kunde auf einen Experten zugreifen, der genau darauf auf solche Change Management Themen und Innovationsansätze spezialisiert ist, usw. Damit haben die Unternehmen die Chance, mit den Besten des jeweiligen Fachs sich sehr schnell aufzuschlauen und die Organisation zu befähigen.

CONSULTING.de: Sie haben einige Startups selbst gegründet und einige beraten. An welcher Stelle sind Startups besonders beratungswillig?

Till Schmid: Ich liebe es, mit Gründern zu arbeiten. Da ich selbst mehrfach gegründet habe kenne ich viele der Schwierigkeiten. Zudem haben wir ein riesigen Netzwerk von Gründern in unseren Consultport Netzwerk. Gute Gründer sind zu einem sehr aufnahmefähig was Beratung und Ratschläge angeht, zum anderen haben Sie jedoch selbst eine eigene starke Meinung über ihre Vision. Startup an sich sind meist wenig politisch, sondern sehr inhaltlich getrieben. Alles was die Unternehmung und das Geschäft voranbringt wird sehr positiv aufgenommen. Anstatt lange Konzepte zu entwickeln, die dann über viele Lenkungsausschüsse erst abgesegnet werden, geht es viel schneller in die Umsetzung und es werden viele Ansätze und Initiativen getestet. Dies macht den Beratern auch sehr viel Spaß, da die Erfolge von Beratungsleistung sehr schnell sichtbar werden.

CONSULTING.de: Lehnen Startups dringend benötigte Beratung Ihrer Einschätzung nach oft ab, weil es einfach zu viel kostet, sich für enorme Tagessätze beraten zu lassen?

Till Schmid: Es ist zu pauschal zu sagen, dass Startups Beratung ablehnen. Je nach Phase des Startups benötigt dieses unterschiedliche Art von Hilfe, welche durch traditionale Beratungsfirmen selten abgebildet werden kann. Da wir bei Consultport sehr schlank aufgestellt sind, und fast alle Prozesse automatisiert haben, können Startups deutlich günstiger Beratungsleistung einkaufen, als dies bei traditionellen Beratungsfirmen möglich wäre. Wir sprechen hier oft um 50-70 Prozent Ersparnis. Somit können Organisationen jetzt auch mit geringeren Budget sehr gute Leute einkaufen, für die zuvor das Budget nie ausgereicht hätte.

CONSULTING.de: Vielen Dank!

Das Interview führte Tilman Strobel

Veröffentlicht am: 02.09.2018

 

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