"Man könnte vielleicht sagen ein 'Superassistent fürs Business'"

Interview zum Web-Seminar am 19.11.2020

Alexa kann meine Musik spielen. Google mir den Weg sagen. Aber ein digitaler Assistent, der mir Finanzanalysen & Co. erstellt? Pavol Sikula, CEO von AskBrian stellt im Interview zum Web-Seminar am 19. November Brian vor. Eine KI, die genau das leistet.

Pavol Sikula, AskBrian
Pavol Sikula, AskBrian

In Ihrem Web-Seminar am 19. November werden Sie AskBrian vorstellen, einen digitalen Assistenten. Seit wann sind Sie mit AskBrain auf dem Markt und welche Herausforderungen und Chancen haben sich aus dem technologischen Gestern ergeben, die Brian jetzt beheben kann?

Pavol Sikula: Brian hat sozusagen seinen ersten "Witz" Ende 2017 gemacht, unseren ersten Kunden konnten wir in April 2019 gewinnen. Brian ist das für den Nutzer am einfachsten zu bedienende Ergebnis der Integration von mehreren Technologien und digitalen Services. Man könnte vielleicht sagen ein "Superassistent für's Business". Für die Nutzer bedeutet das Geschwindigkeit, Insights und mehr Freude an der Arbeit. Die Herausforderung: Was kann ich erwarten, was (noch) nicht? Was bedeutet es perspektivisch?

Welche Funktionen begeistern Sie persönlich am meisten? Und wo sehen Sie vielleicht noch Optimierungspotenzial?

Pavol Sikula: Aktuell bin ich darauf stolz, wie Brian detaillierte Finanzanalysen von börsennotierten Unternehmen erstellt und zwar extrem einfach: "Schicke mir die Unternehmensanalyse von Apple" und innerhalb von 3 Minuten bekommt man eine "Röntgenaufnahme" des Unternehmens - das funktioniert für ca. 45.000 Unternehmen. Brian bekommt durchwachsenes Feedback bei den Konvertierungen von eingescannten PDFs zu Powerpoint - da ist die heutige OCR Technologie (Optical Character Recognition, zu dt. etwa: Texterkennung; Anm. d. Red.) noch der Engpass.

Wo Sie es gerade ansprechen: Bei Google ist es "Ok Google", bei Amazon "Alexa". Wie steuert man Brain? Und in welchen Sprachen? Muss man eine bestimmte Wortwahl oder Syntax beachten?

Pavol Sikula: Brian kommuniziert schriftlich, er lauscht nicht, sondern man fragt ihn direkt per Email nach Hilfe. Am sichersten ist er auf English, aber die Anfragen können in 100 Sprachen erfolgen. Wir entwickeln Brian ständig weiter - man kann, muss sich aber nicht an die empfohlene Formulierung halten. Je exotischer die Formulierung, desto höher die Chance, dass er die Anfrage nicht richtig versteht. Mit sogenannten "Click-To-Ask" Links stehen für jeden Skill den Nutzern die Default-Anfragen immer zur Verfügung.

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Weshalb haben Sie sich für E-Mails entschieden, und nicht etwa für eine App?

Pavol Sikula: Das hat mehrere Gründe: Es ist der meistgenutzte Kommunikationskanal bei der Arbeit, der Nutzer muss seine Arbeitsumgebung nicht verlassen. Außerdem hat jeder zumindest eine Email, die Hürde Brian auszuprobieren geht gegen Null; und es hilft uns, eine menschenähnliche UX zu schaffen. Darüber hinaus treibt die Nutzung von Empfängern im CC die "Viralität"... Zugleich bauen wir eine MS Teams-Integration: die wird viel schneller, man kann Buttons nutzen und es klingt fortschrittlicher; ist aber zu 95% der gleiche Brian.

Sie sprechen davon, dass sich Unternehmen verstärkt mit der Frage beschäftigen, wie interne Prozesse mittels dieser Technologie noch effizienter gestaltet werden können.  Skizzieren Sie doch bitte mal einen typischen internen Prozess, der mit AskBrain optimiert werden kann. Welche Vorteile entstehen dabei für Unternehmen?

Pavol Sikula: Wir bringen Brian aktuell bei, quantitative Peer-Vergleiche anzustellen. Wie steht der Kunde, Lieferant, Wettbewerber im Vergleich hinsichtlich Margen, SG&A-Ratios oder Wachstum da? Ein erster Wurf einer solchen Analyse dauert normalerweise Stunden bis Tage, denn die Peer-Group muss ausgewählt werden, die Daten zusammengesucht, auf Konsistenz geprüft und aufbereitet werden... mit Brian funktioniert das in 3 Minuten: "Schicke mir die Peer-Analyse von BASF". Es ist unvergleichbar, 100mal schneller und man spart sich die Kosten z.B. für einen Bloomberg Terminal, welcher Zehntausende Euros im Jahr kostet. Geschwindigkeit, Kostenreduktion und mehr Insight - Hochwertigere Beratung für den Kunden.

Ihr Fokus liegt zurzeit auf der Managementberatungs-Branche. Was macht die Beratungs-Branche so interessant? Liegt Ihr Fokus hier, weil Sie selbst aus der Branche kommen oder hat das andere Gründe?

Pavol Sikula: Meine 15 Jahre in der Beratung sehe ich tatsächlich als einen "Unfair Advantage". Die Beratungsbranche ist zugleich sehr schnell, braucht viele Informationen, hat smarte Leute, ist Multiplikator in die Corporates und hat als Nische die richtige Größe. Es lohnt sich, Brian speziell für die 2 bis 4 Millionen Berater zu bauen und zugleich ist diese Domain zu klein für Google & Co.

Kann Brian eigentlich auch in anderen Branchen eingesetzt werden? Muss er dafür noch ein bisschen trainieren oder wollen Sie sich ausschließlich auf den Beratungsmarkt fokussieren?

Pavol Sikula: Brian ist bereits mit seinem aktuellen Skillset für mehrere vergleichbare Zielgruppen relevant (Strategieabteilungen, M&A, Investment Banking, Projekteinheiten...). Damit wir uns nicht verzetteln, bauen wir seine Skills insb. für die Managementberater. Es ist aber geplant, dass er später auch Geschwister für andere Zielgruppen mit spezifischem Skill-Set bekommt.

Wo sehen Sie AskBrian in fünf Jahren? Was sind Ihre Ziele?

Pavol Sikula: Am wichtigsten ist es, unsere Nutzer zu begeistern - jetzt und auch in fünf Jahren. Wir werden dann Skills eingebaut haben, welche heute weder denkbar sind, noch machbar erscheinen und streben eine 7-Stellige Nutzerzahl an. Brian wird dann über 5-10 Kommunikationskanäle erreichbar sein.

Vielen Dank für Ihre Erläuterungen, wir sind gespannt! Zwei letzte Fragen zum Schluss:  Wer sollte Ihr Web-Seminar auf keinen Fall verpassen? Und auf was können sich die Zuschauer*innen schon jetzt freuen? 

Pavol Sikula: Ich danke Ihnen. Auf jeden Fall sollten Professionals dabei sein, welche sich mit der intelligenten Digitalisierung von Prozessen im eigenen Unternehmen aber auch drüber hinaus befassen. Freuen dürfen sich die Teilnehmer auf einen unmittelbaren und realistischen Einblick in die angewandte Künstliche Intelligenz... präsentiert von einem Praktiker, welcher Menschen und Maschinen versteht und versucht, diese zu verbinden.

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Veröffentlicht am: 26.10.2020

 

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