"Sicherheit im Daily Business mit SAP steht für mich im Mittelpunkt"

Marc Pfeifer, Associate Director SAP Cloud Software Products, im Gespräch

Wie SAP CRM und SAP C/4 HANA Unternehmen dabei helfen, das Customer-Relationship-Management zu optimieren, erklärt Associate Director Marc Pfeifer im Interview.

Marc Pfeifer, Associate Director
Marc Pfeifer, Associate Director 

CONSULTING.de: Herr Pfeifer, Sie sind Experte für SAP CRM und die SAP C/4 HANA Suite. Wo kommt Ihre Fachkenntnis zum Einsatz?

Marc Pfeifer: Viele Unternehmen verwalten ihre Kundendaten in unterschiedlichen Systemen, haben beispielsweise ein anderes im Marketing als im Vertrieb. Im besten Fall sind diese Systeme über Schnittstellen miteinander verbunden. Im schlechtesten Fall handelt es sich dabei um sogenannte Datensilos, also um Altsysteme, die nicht miteinander verknüpft sind. Dann arbeitet die Marketingabteilung mit einem anderen Datensatz als der Vertrieb, etwa wenn es um den korrekten Ansprechpartner beim Kunden geht. Außerdem weiß der Vertrieb nicht, ob auch das Marketing gerade in Kontakt mit dem Kunden steht, und es findet gegebenenfalls eine unkoordinierte Ansprache statt. Und noch schlimmer: Das Unternehmen hat keinen Gesamtüberblick über seine Daten. Damit das alles nicht passiert, gibt es SAP. Die Lösungen von SAP helfen Unternehmen dabei, Prozesse im Customer-Relationship-Management zu optimieren und sicherer zu machen.

CONSULTING.de: Was sind dabei Ihre Aufgaben?

Marc Pfeifer: Ich unterstütze Unternehmen beispielsweise bei der Migration und Zusammenführung der Kundendaten aus den verschiedenen Altsystemen in ein einziges neues System. Oder ich nutze das bestehende SAP CRM-System des Unternehmens als Basis für die Pflege der Kundenstammdaten und stelle Schnittstellen zu den anderen Systemen her. Damit schaffe ich eine Grundlage für alle nachfolgenden Marketing- und Vertriebsprozesse und es ist gewährleistet, dass alle Mitarbeiter mit den gleichen Kundendaten arbeiten. Außerdem begleite ich Unternehmen bei der Erstellung einer SAP-Strategie. SAP stellt 2025 den Support für seine Business Suite ein, zu der auch SAP CRM gehört. Deshalb sollten Unternehmen schon jetzt einen Plan entwerfen, zu welchem Zeitpunkt sie ihr SAP CRM-System durch SAP C/4 HANA ablösen. Denn diesen Schritt sind bis dato viele Unternehmen noch nicht gegangen.

CONSULTING.de: Was hat SAP C/4 HANA den Lösungen anderer Anbieter voraus und was unterscheidet C/4 HANA vom klassischen SAP CRM-System?

Marc Pfeifer: SAP CRM ist eine On-Premise-Komponente der SAP Business Suite und enthält verschiedene Module für den Vertrieb, den Service und das Marketing. Diese sind nicht komplett miteinander verknüpft, aber das war bisher auch völlig ausreichend. Bei Bedarf verknüpft man die Module über Schnittstellen oder setzt Middleware-Technologien ein. In den letzten Jahren haben sich die Anforderungen an das Customer-Relationship-Management aber stark gewandelt. Um Geschäftsprozesse optimal abzubilden, ist eine vollständige Integration der CRM-Softwarekomponenten vonnöten. 

CONSULTING.de: Und das ist bei SAP C/4 HANA der Fall?

Marc Pfeifer: Ganz genau. Die SAP C/4 HANA Suite, auch bekannt als SAP Customer Experience Suite, besteht aus fünf Clouds, die zwar vollständig miteinander verbunden sind, von Unternehmen aber je nach Bedarf separat eingesetzt werden können. Die Vertriebsabteilung kann somit in der SAP Sales Cloud arbeiten, dafür die Kundenstammdaten aus der Customer Data Cloud nutzen und zugleich auf die SAP Marketing Cloud zugreifen, um über die Marketingprozesse des Unternehmens Bescheid zu wissen. Und umgekehrt gilt dies auch für die Marketingabteilung. Dadurch haben Unternehmen die Möglichkeit, ihre Kunden mit einer Gesamtlösung ohne Medienbrüche über die komplette Prozesskette zu bedienen. Außerdem ist SAP S/4 HANA, die neue ERP-Lösung von SAP, komplett in die SAP C/4 HANA Suite integriert. Wenn ein Mitarbeiter aus dem Vertrieb also Informationen zur Zahlungsmoral eines Kunden benötigt, kann er auf diese direkt zugreifen. Mit den SAP-Produkten haben Unternehmen die Sicherheit, dass im Daily Business alles reibungslos funktioniert.

„In meinem Job ist es nützlich, auch ein gutes Verständnis für Unternehmensprozesse zu haben.“  Marc Pfeifer, Associate Director

CONSULTING.de: Man merkt, dass Sie sich sehr gut mit dem SAP-Produktportfolio auskennen. Warum haben Sie sich für eine Spezialisierung auf SAP entschieden?

Marc Pfeifer: SAP war schon immer mein Steckenpferd. Ich habe vor fast 20 Jahren bei Lufthansa Industry Solutions angefangen und es macht mir immer noch sehr viel Spaß. Das liegt mitunter auch an der Abwechslung, von der mein Job geprägt ist. Jeder Kunde und jedes Projekt ist anders. Als Berater muss ich mich immer wieder auf neue Anforderungen einstellen und die Bedürfnisse und Prozesse des Kunden verstehen, um sie dann optimal in der IT-Architektur abbilden zu können. Deshalb ist es in meinem Job nützlich, auch immer ein bisschen die Fähigkeiten eines Business-Analysten mitzubringen, beispielsweise ein gutes Verständnis für Unternehmensprozesse.

CONSULTING.de: Welche weiteren Herausforderungen begegnen Ihnen in Ihrem Joballtag als IT-Berater?

Marc Pfeifer: Das SAP-Produktportfolio hat sich in den letzten Jahren sehr stark gewandelt und SAP hat viele neue Lösungen wie SAP S/4 HANA und SAP C/4 HANA entwickelt. Stillstand gibt es nicht. Daher bin ich in der komfortablen Situation, mein Wissen stetig erweitern zu dürfen und neben dem täglichen Projektgeschäft Know-how aufzubauen. Langweilig wird es für mich garantiert nie – und das ist nicht in jedem Job selbstverständlich.

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Veröffentlicht am: 07.10.2019

 

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