Die Zukunft ist da – Chance oder Bedrohung?

Künstliche Intelligenz

24.01.2018

Künstliche Intelligenz (KI) ist längst Realität und kein fantasiereicher Stoff mehr für Sci-Fi-Filme wie "Terminator", "Matrix" oder "iRobot". Zahlreiche Wissenschaftler und Unternehmen arbeiten an der stetigen Weiterentwicklung der KI-Technologie. Doch welche Folgen kann diese Entwicklung für den Arbeitsmarkt haben? Eine Kolumne von Célina Böttcher, PEAK ACE.

Ohne KI läuft hier wenig (Bild: DrSJS - Pixabay.com)

Ohne KI läuft hier wenig (Bild: DrSJS - Pixabay.com)



Bereits heute gestalten intelligente Softwaresysteme hoch komplexe Prozesse im Finanzwesen, in der Produktion, in der Energieversorgung oder im Kundenservice effizienter und kostengünstiger als es mit Menschen jemals möglich wäre. Auch das Gesundheitswesen, die öffentliche Verwaltung und der Einzelhandel haben die Chance erkannt. Intelligente Computerprogramme arbeiten schneller und machen weniger Fehler. Ob bei der Datenanalyse und Speicherung oder beim Treffen von Vorhersagen. Deswegen wollen immer mehr Unternehmen in KI investieren, um sich die zahlreichen Wettbewerbsvorteile nicht entgehen zu lassen. Schon heute ist KI ein Milliardengeschäft.

Folgen für den deutschen Arbeitsmarkt 

Doch was für Auswirkungen kann diese Entwicklung auf Arbeiter, Angestellte und ihre Jobs haben? Kann KI eine Bedrohung für den Menschen darstellen, während die Unternehmen immer größere Gewinne erzielen? Werden Menschen am Ende womöglich von digitalen Arbeitern verdrängt? 

Laut einer Untersuchung von RS Components ist das keine dystopische Zukunftsfantasie. In der Tat könnten 48 Prozent aller Arbeitsplätze bis 2050 aufgrund von KI und den damit verbundenen Automatisierungsprozessen einfach wegfallen. Bei knapp 44 Millionen Beschäftigten in Deutschland würde die Entwicklung die gesamte deutsche Volkswirtschaft auf den Kopf stellen.

Betroffen sind beinahe alle Berufsgruppen, ganz gleich ob Gering- oder Hochqualifizierte. Am stärksten würde es die Industrie treffen, hier könnten rund 4,4 Millionen Stellen wegfallen, im Groß- und Einzelhandel sind es etwa 2,6 Millionen Stellen und in der Administration und im Support beinahe genauso viele. Doch auch im Gesundheits- und Sozialwesen könnten rund 1,7 Millionen Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren, im Bildungsbereich sind es schätzungsweise 500.000.

Die Zukunft aktiv gestalten

Neue Technologien brachten neben Fortschritt und einem verbesserten Lebensstandard immer auch gesellschaftliche Probleme und neue Herausforderungen mit sich, man denke nur an die Industrialisierung und die Urbanisierung, die Erfindung des Autos und die Erhöhung des CO2-Ausstoßes oder an die Entdeckung der DNA-Struktur und die plötzlich realen Gefahren des Klonens und der Genmanipulation. 

Das alles muss aber nicht bedeuten, dass man sich den Entwicklungen der Zukunft entgegenstellen sollte. Ganz im Gegenteil, KI kann auch zu Lösungen globaler Krisen beitragen, die wir heute alleine nicht mehr zu bewältigen vermögen, wie zum Beispiel die Erderwärmung oder den demographischen Wandel. Intelligente Software wird uns in einigen Jahren womöglich sagen können, wie wir es schaffen, die Umwelt zu schonen. Doch der Aufstieg von KI und neuer Technologien sollte idealerweise von Gesellschaft, Unternehmen und Politik aktiv mitgestaltet werden, damit KI unser Leben tatsächlich verbessert und ökonomische Errungenschaften allen zugutekommen können.

 

Célina Böttcher ist Junior Online Redakteurin bei PEAK ACE. Hier ein Link zu einer Grafik zum Text.

 

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