Mehr Licht als Schatten

"Digital-Kultur-Studie" von Instinctif Partners

Instinctif Partners hat für die "Digital-Kultur-Studie" die Kommunikation von Unternehmen aus drei Branchen analysiert. Viele Unternehmen sind im Zeitalter der Digitalisierung angekommen – aber nicht alle.

Die Digitalisierung ist ein Megatrend und verändert Wettbewerb, Geschäftsfelder, Produktionsmethoden und die Kommunikation. Ganze Branchen brechen um und werden von neuen, digitalen Unternehmen "bedroht". Doch wie stark wird die digitale Kultur in der Kommunikation – und damit auch in der Unternehmenskultur – der großen Unternehmen in Deutschland bereits sichtbar und gelebt? Wie gut stellen sich die Unternehmen dem digitalen Wandel und kommunizieren sie dies auch ihren jeweiligen Stakeholdern?

Im Rahmen einer umfassenden Kommunikationsanalyse zur "Digital-Kultur" untersuchte Instinctif Partners die 30 umsatzstärksten Unternehmen aus den Branchen Industrie/Maschinenbau, Banken/Versicherungen sowie Chemie/Pharma anhand von insgesamt 24 Kriterien in den drei Disziplinen "Botschaften", "Verhalten" und "Übermittlung". Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit dem wissenschaftlichen Beirat, bestehend aus Prof. Horst Müller-Peters und Prof. Dr. Michaele Völler von der Technischen Hochschule Köln, konzipiert.

Unternehmen sind im digitalen Zeitalter angekommen

In der umfangreichen Analyse konnten die Siemens AG, Daimler AG und Deutsche Bank AG besonders überzeugen. Sowohl in der strategischen Bedeutung, die sie dem Thema beimessen, als auch bei der Nutzung der digitalen Kommunikationskanäle sowie der erfolgreichen Übermittlung ihrer Botschaften zeigen die Unternehmen, dass sie sich den Herausforderungen der Digitalisierung stellen. Alle drei Gesellschaften haben im Digital-Kultur-Check als einzige der 30 untersuchten Unternehmen fünf Sterne (> 250 Punkte; max. 300) erhalten. Gleichzeitig erreichten sieben der untersuchten Unternehmen keinen Stern. Diese räumen dem Thema Digitalisierung zumindest in der Kommunikation keine hohe strategische Bedeutung ein. Eine Kommunikation auf unteren hierarchischen Ebenen wurde zwar ebenfalls bewertet, die hohe Relevanz des Themas macht jedoch eine Durchdringung auf allen Ebenen inklusive der Vorstandsebene notwendig. Zudem scheinen einige Unternehmen noch in alten Kommunikationsmustern verhaftet, in denen Dialog eher als Risiko denn als Chance verstanden wird.

"Digital-Kultur-Studie": Unternehmen sind im Zeitalter der Digitalen Kommunikation angekommen (Bild: Instinctif Partners)
"Digital-Kultur-Studie": Unternehmen sind im Zeitalter der Digitalen Kommunikation angekommen (Bild: Instinctif Partners)

Die Siemens AG zeigte sich in allen untersuchten Bereichen sehr gut aufgestellt, besonders aber im Bereich "Botschaften". Hier wurde geprüft, ob die Unternehmen das Thema Digitalisierung in der Kommunikation aufgreifen, es für das eigene Geschäft nutzen und das Thema strategisch und über die Vorstände kommunizieren. Siemens erreichte hier die volle Punktzahl (100), dicht gefolgt von der Daimler AG (93). Auch beim "Verhalten" erzielte Siemens sehr gute Werte, wobei die ThyssenKrupp AG hier ebenfalls positiv hervorzuheben ist. Beide Unternehmen (97 Punkte) nutzen die neuen Kommunikationskanäle sehr dialogorientiert und zeigen sich dabei ausgesprochen transparent. Bei der "Übermittlung" ihrer eigenen Positionen überzeugten die Allianz AG und die Deutsche Bank AG mit dem besten Ergebnis (91 Punkte). Hier ging es vor allem darum, wie professionell und erfolgreich Unternehmen digital kommunizieren, was davon in der Öffentlichkeit ankommt und welche Reichweiten sie erlangen.

Insgesamt fällt auf, dass die meisten untersuchten Unternehmen – entgegen einiger Vorurteile – im digitalen Kommunikationszeitalter angekommen sind. Viele setzen sich seit Längerem intensiv mit der Digitalisierung auseinander und nutzen die digitalen Kommunikationskanäle teilweise bereits exzellent im Dialog mit ihren Kunden und der Öffentlichkeit.

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Veröffentlicht am: 26.11.2015

 

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