Stillen Sie seinen Datenhunger!

PR und Marketing

Warum ein gut gepflegter Presseverteiler zur PR-Gesamtstrategie ihres Beratungshauses gehören sollte und Ihnen die Pressearbeit viel leichter macht.

Auch in einem Presseverteiler sollten sie wie in einem Verteilerkasten wissen, welche Sicherung für welchen Raum ist. (Bild: picture alliance / imageBROKER | Joko)

Stellen Sie sich vor, Sie haben Infos über ein innovatives neues Angebot Ihrer Beratung in eine Pressemitteilung gepackt. Und jetzt: Nichts wie raus damit. Wenn da nur nicht dieses lästige Ärgernis wäre, das den ungestörten Fluss Ihrer Pressearbeit bremst: Wie schafft es diese Info jetzt zügig zur richtigen Zielgruppe? Also zu all denen, die Ihre Kunden sind oder werden können?

Deshalb sollten Sie unbedingt schon vorher ein Instrument ins Spiel gebracht haben, das eine Hauptrolle im strategischen Mix Ihrer PR verdient: Den Presseverteiler. Jene wertvolle Datenbank mit relevanten Redaktionen, Rubriken und Journalistennamen, die Ihnen hilft, die Nachricht schnellstens zu verbreiten.

Klingt nach Arbeit?

Es ist Arbeit! Aber eine durchaus lohnenswerte. Auf Ihre Zielgruppe abgestimmt, handverlesen und konsequent aktualisiert ist der Verteiler ein echter Schatz in Ihrem PR-Baukasten. Im Nullkommanichts nämlich können Sie sich daraus bedienen, um zügig und fokussiert Mitteilungen aus Ihrer Beratung zu versenden. Das erspart Ihnen, bei jeder einzelnen Aussendung umständlich neu zu recherchieren und kostbare Zeit zu verlieren.

Sollte Ihr Verteiler also gerade kurz davor sein, den datenbasierten Hungertod zu sterben, füttern Sie ihn schnell mit den richtigen Sachen – nicht ohne sich vorab folgende Fragen zu stellen:

  • In welchen Branchen sind meine Kunden zuhause? Es gibt kaum ein Fachgebiet ohne eigene Zeitungen, Magazine und Online-Portale – diese sollten in jedem Fall auf Ihrer Liste stehen.
  • Gibt es weitere interessante Medien? Zum Beispiel solche, die das eigene berufliche Umfeld betreffen wie consulting.de, die VDI-Nachrichten, Markt und Mittelstand, Impulse oder überregionale Tageszeitungen. Diese finden oft auch Geschichten von Unternehmern über Unternehmer spannend– gerne in Kombination mit Tipps und Beispielen für den Business-Alltag.
  • Wo können Sie thematisch am besten einhaken? Passt Ihr Thema zum Beispiel in die Rubrik Innovation oder ist es besser im Bereich Technik aufgehoben?
  • Wo sitze ich, wo sitzt mein Kunde? Vergessen Sie nicht, auch die Kontaktdaten der lokalen Medien mit in den Verteiler einzupflegen – auch die freuen sich, wenn’s eine gute Story von einem interessanten Unternehmen mit Bezug zur Region gibt.
  • Hat Ihr Thema sogar verschiedene spannende Aspekte? Wenn Sie zum Beispiel als Berater bei einer Nachfolgeregelung unterstützen, kann das die Branchen, die Geschichte der Menschen hinter den Unternehmen oder die grundsätzliche Regelung des Übergangs, etwa innerhalb der Familie, Mangament-Buy-in oder -Buy-out, betreffen. Das wären dann schon drei Medien, denen Sie Ihre Nachricht mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten zukommen lassen könnten.

Nutzen Sie für das Einpflegen der Daten am besten eine Tabelle, mit der Sie gut zurechtkommen, wie etwa Excel. Und dann machen Sie Ihren Verteiler mit diesen Infos satt:

  • Name der Zeitung, des Magazins, des TV- oder Radio-Senders oder Online-Portals. Lassen Sie sich nicht davon abhalten, dass die Suche, zum Beispiel im Web oder mittels Anruf bei der Redaktion, manchmal etwas mühsam ist. Ist der Kontakt erst einmal notiert, kann das der Beginn einer sehr guten, langfristigen Beziehung sein.
  • Name des Journalisten oder der Journalistin, der/die eine Rubrik betreut, die zu Ihrem Thema bzw. Ihren Themen passt
  • Seine bzw. ihre Telefonnummer und E-Mail-Adresse
  • Die E-Mail der Redaktion, falls Sie Ihre Ansprechpartner einmal nicht direkt erreichen können, eine allgemeine Auskunft brauchen oder für ein neues Thema einen anderen Journalisten  suchen.
  • Evtl. die Webseite des Mediums, damit sie schnell recherchieren können, ob Ihr Thema passt.

Natürlich können Sie einen Presseverteiler auch bei diversen Anbietern kaufen. Das spart vielleicht Zeit, aber kostet Geld und das Verzeichnis ist selten so maßgeschneidert wie eine in Eigenregie angelegte Medien-Datenbank. Ich selbst empfehle daher immer noch den persönlichen, handverlesenen und konsequent gepflegten Verteiler.

Fazit:  Ein gezielt angelegter und aktueller Presseverteiler als Teil der PR-Gesamtstrategie hilft Ihnen, Ihre Nachrichten aus der Beratung schnell und auf den Punkt an die Medien zu versenden und Kontakte zu den jeweiligen Redaktionen zu knüpfen.   

Über Manuela Nikui

Manuela Nikui (Bild: Nikui Kommunikation)
Manuela Nikui, Inhaberin von Nikui Kommunikation. Sie ist spezialisiert auf Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung für Unternehmensberatungen, die messbar mehr Reichweite und Sichtbarkeit wollen. Sie hat über 25 Jahre Erfahrung in der PR und unter anderem für Bain & Company und goetzpartners gearbeitet.

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