Stress durch selbstfahrende Autos

Netzalarm – Die Digitalkolumne über Probleme autonomer Autos

von: Prof. Rolf Schwartmann

Selbstfahrende Autos sind noch nicht wirklich im Leben angekommen und dennoch nehmen sie bereits Leben. Kürzlich hat ein autonomes Fahrzeug eine Frau überfahren. Zugegeben. Das passiert menschlichen Fahrern auch. Dennoch zeigt der Fall, dass wir uns auf Maschinen nicht verlassen können.

Risiko auf Knopfdruck? (Bild: bht2000 - Fotolia)
Risiko auf Knopfdruck? (Bild: bht2000 - Fotolia)

 

Zudem erweisen sich Details als Problem. Menschen können sich durch Handzeichen oder Kopfnicken verständigen, etwa wenn Fußgänger warten oder man Vorfahrt gewähren will. Hersteller wollen das Autos auch beibringen. Sie sollen über Töne, Leuchtstreifen auf der Stoßstange und über Projektoren funktionieren, die Richtungspfeile auf die Straße einblenden. Das klingt nach viel zusätzlichem Stress im Straßenverkehr.

Den verursachen selbstfahrende Autos ihren Fahrern nach einer jüngst veröffentlichten Studie ohnehin reichlich. Man hat herausgefunden, dass die Unsicherheit des zur Kontrolle verpflichteten menschlichen Insassen, ob das Auto alles richtig macht, enorm an den Nerven zehrt. Verständlich, nach dem jüngsten Todesfall. Das ist an erhöhtem Pulsschlag und feuchten Händen messbar. Entspannung und Verlässlichkeit sieht anders aus, von der Sicherheit in unerwarteten Situationen ganz zu schweigen. 

Veröffentlicht am: 27.03.2018

 

Dieser Beitrag wurde zuerst im Kölner Stadt-Anzeiger und EXPRESS veröffentlicht.

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