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Hohenheim Consulting Week

Die Hohenheim Consulting Week ist ein von der studentischen Unternehmensberatung Junior Business Team aus Stuttgart veranstaltetes Recruiting-Event für Studierende und Doktoranden mit Interesse an der Beratungsbranche. Seit 1999 gehört es zu den Zielen der Veranstaltung, den Kontakt zwischen Studierenden aller Fachrichtungen und renommierten Unternehmensberatungen herzustellen.

Im Rahmen der Hohenheim Consulting Week veranstaltet jede der teilnehmenden Beratungen einen ganztägigen Workshop in dessen Mittelpunkt jeweils eine Fallstudie steht. (Bild: Junior Business Team)

Im Rahmen der Hohenheim Consulting Week veranstaltet jede der teilnehmenden Beratungen einen ganztägigen Workshop in dessen Mittelpunkt jeweils eine Fallstudie steht. (Bild: Junior Business Team)


Im Rahmen der Hohenheim Consulting Week veranstaltet jede der teilnehmenden Beratungen einen ganztägigen Workshop im Hotel Le Méridien. Im Mittelpunkt der Workshops steht jeweils eine Fallstudie zu unterschiedlichen Themen, wie etwa Telekommunikation oder die Konnektivität im Automobilsektor – diese sollen Einblicke in den Arbeitsalltag eines Consultants und reale Beraterprojekte geben.

Doch inwiefern können Studierende von solchen Recruiting-Veranstaltungen profitieren und welcher Nutzen kann aus dem Engagement in einer studentischen Unternehmensberatung gezogen werden? Arif Nasiruddin war selbst Mitglied bei Junior Business Team. Er hat in seiner Studienzeit neben der Durchführung zahlreicher Projekte, das Amt des Geschäftsführers sowie des Ressortleiters Firmenkontakte innegehabt. Seit Anfang 2014 ist er bei Accenture tätig.

Arif Nasiruddin war Mitglied bei Junior Business Team – seit Anfang 2014 ist er bei Accenture tätig. (Bild: Junior Business Team)

Arif Nasiruddin war Mitglied bei Junior Business Team – seit Anfang 2014 ist er bei Accenture tätig. (Bild: Junior Business Team)

Im Interview mit CONSULTING.de beschreibt er seine Erfahrungen als studentischer Berater und erläutert seine heutige Tätigkeit.

CONSULTING.de: Wie gestaltete sich Ihr persönlicher Weg in die Welt der Unternehmensberatung?

Arif Nasiruddin: Der Wunsch Unternehmensberater zu werden, entwickelte sich in den letzten Semestern meines Bachelorstudiums. Im Rahmen von Workshops und Netzwerkveranstaltungen hatte ich den ersten Kontakt mit Unternehmensberatungen. Nach dem Wechsel für mein Masterstudium zur Uni Hohenheim, engagierte ich mich bei der studentischen Unternehmensberatung Junior Business Team, um erste Beratererfahrungen sammeln zu können. Dies bekräftigte meinen Entschluss den Beruf als Unternehmensberater auszuüben.

CONSULTING.de: Wo sehen Sie die deutlichsten Unterschiede zwischen Ihrer Tätigkeit als studentischer Berater damals und heute als Berater?

Arif Nasiruddin: Der größte Unterschied liegt meines Erachtens darin, dass die Projekte deutlich komplexer sind und eine höhere Auswirkung auf das Unternehmen haben. Während man als studentischer Unternehmensberater häufig für kleinere und überschaubare Aufgaben von Unternehmen engagiert wird, haben meine heutigen Projekte einen deutlich größeren strategischen Einfluss auf den weiteren Weg des Unternehmens.

CONSULTING.de: Inwiefern profitieren Sie heute noch von Ihren früheren Erfahrungen?

Arif Nasiruddin: Meines Erachtens ist die Mitarbeit in einer studentischen Beratung nur zu empfehlen. Studentische Beratungen ermöglichen es kleinere Fehler zu machen, die einem dann im professionellen Umfeld nicht mehr passieren. Damit erlangt man einen bedeutenden Vorsprung.

CONSULTING.de: Wie würden Sie einem Fachfremden Ihre heutige Beratertätigkeit beschreiben?

Arif Nasiruddin: Wir lösen Herausforderungen des Kunden, die er selbst, etwa aufgrund mangelnder Ressourcen oder fehlendem Know-how, nicht lösen kann. Mit unserem Methodenwissen sowie unserer Industrieexpertise springen wir ein, um diese Lücken zu schließen.

CONSULTING.de: Welche Klischees über Unternehmensberater treffen aus Ihrer Sicht zu?

Arif Nasiruddin: "Berater sind ständig unterwegs und leben aus dem Koffer" – dieses Klischee kann ich nur bestätigen, deshalb erkennt man Berater am Flughafen auch sehr gut an dem gezielten Stechschritt zum Abfluggate und an den bunten Status-Badges am Handgepäck. Und aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, aus dem Koffer leben zu müssen, ist umso ärgerlicher, wenn man bei der Abreise etwas vergisst …

Aber: "Berater sorgen nur für Unruhe. Wo sie auftauchen, werden Leute gefeuert und Firmen geschlossen." Dieses Klischee stimmt definitiv nicht. Einige Maßnahmen haben definitiv weitreichende Auswirkungen auf die Unternehmen, jedoch sorgen diese nicht immer für Unruhe, sondern helfen dem Unternehmen sich langfristig positiv zu entwickeln.

dr

Veröffentlicht am: 18.12.2015

 

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