"Bewerber sollten das Berater-Gen mitbringen"

Sonja Däumer, HR-Manager

Die CINTELLIC Consulting Group bezeichnet sich selbst als eine der führenden Beratungsfirmen im Bereich der digitalen Transformation. Kein Wunder, dass die Firma mit Sitz in Bonn dringend zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter braucht, um die Kunden zu betreuen. HR-Managerin Sonja Däumer haben wir zehn Fragen gestellt, in denen es um das Arbeiten bei CINTELLIC geht.

Sonja Däumer, CINTELLIC

CONSULTING.de: Manche sagen, die Beraterbranche sei schon einmal attraktiver für junge Leute gewesen. Was versprechen Sie denen, die sich dennoch bewerben?

Sonja Däumer: Die Bewerber wissen meist schon ziemlich genau, was sie wollen. Sie suchen eine steile Lernkurve und abwechslungsreiche Projekte in verschiedenen Branchen. Und genau das finden sie in der Unternehmensberatung und somit auch bei uns! Nirgendwo anders kann man so viele Unternehmen, Prozesse und Fachthemen kennenlernen, wie in einer Beratung. Gerade deshalb bin ich der Meinung, dass genau im Gegenteil - die Beratung für junge Leute äußerst attraktiv ist!

CONSULTING.de: Angenommen, Sie sollen eine Anzeige schalten und darin drei Gründe nennen, warum es großartig ist, bei Ihnen in der Firma zu arbeiten. Welche wären das?

Sonja Däumer: Es gibt mehr als drei Gründe, um bei CINTELLIC einzusteigen. Jeder Bewerber hat andere Präferenzen, aber ganz herausragend finde ich unseren Team-Spirit. Hilfsbereitschaft und Teamgeist schreiben wir bei CINTELLIC groß und leben es auch. Jeder neue Mitarbeiter bekommt beispielsweise einen Paten zu Seite, der von Tag eins den Einstieg in die Beratung und unsere Themen einfacher macht. Da wir keine Großberatung sind, gibt es bei uns die Möglichkeit, als Unternehmer im Unternehmen zu agieren. Das heißt, jeder kann seinen Gestaltungswillen in interne Themen einbringen. Wir nehmen uns Anmerkungen und Vorschläge der Mitarbeiter sehr zu Herzen und binden diese in die strategische Unternehmensplanung ein. Als dritten Punkt würde ich die individuellen Entwicklungsmöglichkeiten nennen. Jeder Mitarbeiter hat die Möglichkeit, durch Schulungen und Zertifikate sein Profil zu schärfen und daran zu wachsen. Dabei achten wir auf die Präferenzen der einzelnen Mitarbeiter und entwickeln sie zielgerichtet, um sie in Ihrer Karriereentwicklung zu unterstützen. 

CONSULTING.de: Es heißt immer, die Consulting-Branche sei offen für AbsolventInnen aus allen Studienbereichen. Bei welchen Studiengängen schauen sie dennoch zwei Mal hin?

Sonja Däumer: Unsere Berater bringen eine Vielfalt an Studienbereichen mit. Aus diesem Grund schauen wir nicht nur nach einem Studienbereich. Viel wichtiger ist uns die Affinität zu CRM, Daten und Technologien. Außerdem sind praktische Erfahrungen in diesen Themenfeldern relevant. Studienabschlüsse geben zunächst einmal nur einen Hinweis darauf, dass sie sich mit einem Thema theoretisch beschäftigt haben. Praktische Erfahrungen durch Praktika, Werkstudententätigkeit oder auch schon erste Berufserfahrung in einem Fachbereich sind viel wichtiger.

CONSULTING.de: Wie sehen bei Ihnen die Auswahlverfahren aus?

Sonja Däumer: Unser Bewerbungsprozess besteht grundlegend aus drei Stufen: Interessante Bewerber lade ich zu einem telefonischen Interview ein. Fällt der Bewerber positiv auf, steigt er in die nächste Stufe ein. Diese beinhaltet ein Gespräch mit einem unserer Business Unit Manager. In diesem persönlichen Gespräch wird eine Case Study von den Bewerbern präsentiert und man geht gemeinsam den fachlichen Themen auf den Grund. Wenn ich eine positive Rückmeldung nach diesem Gespräch erhalte folgt der nächste und letzte Schritt: ein finales Gespräch mit unserer Geschäftsleitung. 

CONSULTING.de: Unabhängig von Ihrem Studien-Background: Bei welchen Themen sollten BewerberInnen unbedingt fit sein?

Sonja Däumer: Wie zuvor genannt, ist uns die Affinität zu CRM, Daten und Technologien äußerst wichtig. Softwaretools kann man lernen, allerdings können Bewerber mit ersten Programmierkenntnissen viel schneller in unsere Themen finden. Zudem sollten Bewerber das "Berater-Gen" mitbringen. Darunter verstehe ich eine Mischung aus analytischen und kommunikativen Fähigkeiten.

CONSULTING.de: Was mögen Sie überhaupt nicht im Bewerbungsgespräch? 

Sonja Däumer: Bewerber die sich schlecht oder gar nicht vorbereiten fallen negativ auf. Ein Bewerber sollte sich mit unserem Unternehmen im Vorhinein auseinandergesetzt haben. Der Bewerber sollte sich darüber im Klaren sein, bei welchem Unternehmen er sich bewirbt, um auch sicher zu stellen, dass er/sie sich mit dem Unternehmen identifizieren kann und auch langfristig einen gemeinsamen Weg ansteuert. Die ein oder andere Frage sollte der Bewerber auch immer parat haben. Das zeigt, dass Sie sich Gedanken gemacht und Interesse haben.

CONSULTING.de: Wie arbeiten Sie einen neuen Mitarbeiter ein, der bislang nur wenig Berührung mit Wirtschaftsthemen hatte? 

Sonja Däumer: Fachliche und persönliche Weiterentwicklung ist nicht nur ein Thema für neue Mitarbeiter. Schulungen und Coachings unterstützen die Entwicklung. Zudem haben wir intern noch Fachteams, die als Sparringspartner agieren, um die Kollegen zu supporten.

CONSULTING.de: Warum arbeiten Sie gerne im Consulting?

Sonja Däumer: Das dynamische Arbeitsfeld und ständig mit neuen Herausforderungen konfrontiert zu sein begeistert mich. Genau wie unsere Berater im Projektgeschäft kann ich hier aktiv und zielfokussiert an Themen herangehen und den Unterschied machen. 

CONSULTING.de: Wie sieht der erste Tag eines Junior-Consultants bei Ihnen aus?

Sonja Däumer: Der erste Tag startet bei uns um 10:00 Uhr im Bonner Headoffice. Ich begrüße die neuen Kollegen und übergebe, abgesehen von dem technischen Equipment, auch ein Booklet plus Laufzettel. Mit diesen Unterlagen sind die Neuen perfekt gewappnet für den Start. Meistens schafft es der Manager und/oder Pate, auch vor Ort zu sein, um erste Informationen weiterzugeben. Mittags gehen wir meistens in einer kleineren oder größeren Runde gemeinsam essen, um hier in lockerer Atmosphäre die Kollegen zu vernetzen. Je nachdem wie viele Kollegen gerade aus dem Headoffice heraus arbeiten, klappt es hier schon, sich intern gut zu vernetzen.

CONSULTING.de: Nach einer Woche fragt ein Neuling nach Work-Life-Balance - frech oder erlaubt?

Sonja Däumer: Verspätet! Uns ist es wichtig, solche Fragen bereits in den ersten Gesprächen zu klären, um sicherzustellen, dass unsere Berater sich bei uns wohlfühlen. Gerade bei intensiven Projekten oder gegen Projektende müssen Berater Gas geben. Da kann die Work-Life-Balance etwas auf der Strecke bleiben. Umso wichtiger ist es anschließend achtsam mit sich umzugehen. Unsere Führungskräfte ermutigen die Berater auch selbst, auf sich und eine Work-Life-Balance zu achten, um auch langfristig gesund und motiviert im Job zu sein!

CONSULTING.de: Vielen Dank, Frau Däumer, für das Gespräch!

Im ersten Jahr der Teilnahme vom Great Place to Work® Institut Deutschland wurde CINTELLIC im Wettbewerb "Beste Arbeitgeber in NRW 2018" ausgezeichnet.

Das Interview führte Tilman Strobel

Veröffentlicht am: 21.11.2018

 

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