"Frech kommt weiter"

Heidrun Meder, Kloepfel Consulting

13.03.2018

Die Kloepfel Consulting in Düsseldorf berät Firmen zu Einkaufsoptimierung, Supply Chain Management und Beschaffungskosten. Nachwuchskräfte mit Persönlichkeit suchen die Berater nicht nur mit dem üblichen Kandidatencheck. Zehn Fragen an Heidrun Meder, sie ist Head of Group Recruting & Employer Branding bei Kloepfel.

Heidrun Meder (Bild: Kloepfel Consulting)

Heidrun Meder (Bild: Kloepfel Consulting)

CONSULTING.de: Frau Meder, manche sagen, die Beraterbranche sei schon einmal attraktiver für junge Leute gewesen. Was versprechen Sie denen, die sich dennoch bewerben?

Meder: Unser 100-prozentiges Versprechen gilt dem Lernerfolg unserer Beraterinnen und Berater. Hierauf liegt eindeutig unser Fokus, denn nur gut ausgebildete BeraterInnen, die sich auf Augenhöhe mit den Kunden bewegen, können die gesteckten Ziele erreichen.

CONSULTING.de: Angenommen, Sie sollen eine Anzeige schalten und darin drei Gründe nennen, warum es großartig ist, bei Ihnen in der Firma zu arbeiten. Welche wären das?

Meder: Erstens steile Lernkurve, zweitens Entwicklung zur gereiften Persönlichkeit und drittens Freiheit und Verantwortung oder kurz: Unternehmertum.

Bild: Kloepfel Consulting

Bild: Kloepfel Consulting

 

CONSULTING.de: Es heißt immer, die Consulting-Branche sei offen für AbsolventInnen aus allen Studienbereichen. Bei welchen Studiengängen schauen sie dennoch zwei Mal hin?

Meder: Es kommt natürlich darauf an, welcher Weg im Consulting gegangen werden soll. Bei Kloepfel Consulting schauen wir verstärkt auf betriebswirtschaftliche und technische Studienrichtungen. Tatsächlich sind wir aber immer auch neugierig auf Menschen mit einem anderen Hintergrund.

CONSULTING.de: Wie sehen bei Ihnen die Auswahlverfahren aus?

Meder: Wir pflegen ein qualitativ hochwertiges Kandidatenscreening. Im Bewerbungsprozess führen wir regelmäßig Online-Assessments durch. Neben dem Telefoninterview und dem persönlichen Interview können unsere BewerberInnen uns bei einem Kennenlern-Tag genau durchleuchten. Manchmal besteht sogar die Möglichkeit, unsere BeraterInnen auf einem Projekt zu begleiten. Grundsätzlich gilt: Persönlichkeit vor Fachlichkeit. Denn die lässt sich lernen.

Bild: Kloepfel Consulting

Bild: Kloepfel Consulting

Bild: Kloepfel Consulting

Bild: Kloepfel Consulting

 

CONSULTING.de: Unabhängig von Ihrem Studien-Background: Bei welchen Themen sollten BewerberInnen unbedingt fit sein?

Meder: Als Einkaufsoptimierer legen wir besonderen Wert auf Excel-Kenntnisse. Diese sind im Berateralltag unabdingbar. Wer gut präsentieren und kommunizieren kann, hat nicht nur bei uns, sondern ganz besonders bei unseren Kunden gewonnen.

CONSULTING.de: Was mögen Sie überhaupt nicht im Bewerbungsgespräch? 

Meder: Uns wurde immer wieder gesagt, dass unsere Gespräche völlig anders sind, als die BewerberInnen es kennen. Uns ist der Austausch auf Augenhöhe wichtig. Es ist eine Unterhaltung. Und diese lässt sich schwerlich führen, wenn aus kommunikativer Unkenntnis oder Befangenheit ein Frage-Antwort-Spiel wird. Wir wünschen uns entspannte BewerberInnen und tun alles dafür, dass sich Menschen wohl bei uns fühlen. Willkommen eben.

CONSULTING.de: Wie arbeiten Sie einen neuen Mitarbeiter ein, der bislang nur wenig Berührung mit Wirtschaftsthemen hatte? 

Meder: Das ist sehr schön in unserem Video von Alexandra Beckers zu sehen. Gelernt wird auf dem Projekt. Theoriephasen sind nicht unsere Sache. Unsere Berater-Teams und Partner sind jederzeit die richtigen Ansprechpartner zum Lernen. Proaktives Fragenstellen ist hier besonders wichtig.

Bild: Kloepfel Consulting

Bild: Kloepfel Consulting

Bild: Kloepfel Consulting

Bild: Kloepfel Consulting

 

CONSULTING.de: Warum arbeiten Sie gerne im Consulting?

Meder: Es ist die unternehmerische Eigenverantwortlichkeit, die reizvoll ist. Jeder sieht gern das Ergebnis seiner Arbeit. Auch das ist der Lohn. Ein tolles Projekt zum Erfolg führen und anderen Menschen damit geholfen zu haben.

CONSULTING.de: Wie sieht der erste Tag eines Junior-Consultants bei Ihnen aus?

Meder: Unsere Junior-Consultants starten mit einem intensiven Onboarding-Tag, bei dem sie alle Abteilungen kennenlernen und direkt in das Thema Projektmanagement eingeführt werden. An diesem Tag werden sie ebenfalls in unsere Projekt-Teams aufgenommen. Es geht sozusagen direkt richtig los.

CONSULTING.de: Nach einer Woche fragt ein Neuling nach Work-Life-Balance – frech oder erlaubt?

Meder: Frech kommt weiter, sagt man doch. Aber es könnte schon Rückfragen auslösen. Ehrlicherweise klären wir diese Fragen im Vorfeld.

CONSULTING.de: Vielen Dank für das nette Gespräch, Frau Meder!

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