"Jeder Beratertag bringt neue Herausforderungen"

Bettina Kempf-Weese, ifp

Das ifp ist eines der größten unabhängigen Beratungsunternehmen im deutschsprachigen Raum für Fragen der Suche, Auswahl, Beurteilung und Entwicklung von Führungskräften. Neue Angestellte schätzen die Tatsache, dass es viele nette Kolleginnen und Kollegen in ähnlicher Lebenssituation gibt. Zehn Fragen an Bettina Kempf-Weese, Seniorberaterin bei ifp.

Bettina Kempf-Weese (Bild: ifp)

Bettina Kempf-Weese (Bild: ifp)

CONSULTING.de: Frau Kempf-Weese, manche sagen, die Beraterbranche sei schon einmal attraktiver für junge Leute gewesen. Was versprechen Sie denen, die sich dennoch bewerben?

Kempf-Weese: Eine sehr hohe Lernkurve, die schnelle Übernahme von Verantwortung für eigene Projekte sowie die Möglichkeit, auch als BerufseinsteigerIn Managern unterschiedlicher Unternehmen und Führungsebenen auf Augenhöhe zu begegnen und diese kompetent zu beraten.

CONSULTING.de: Angenommen, Sie sollen eine Anzeige schalten und darin drei Gründe nennen, warum es großartig ist, bei Ihnen in der Firma zu arbeiten. Welche wären das?

Kempf-Weese: Es macht Spaß, bei einem Unternehmen zu arbeiten, das qualitativ hochwertige Dienstleistungen anbietet und ein sehr gutes Image am Markt hat – zufriedene Kunden und Kandidaten machen glücklich. Neue BeraterInnen schätzen die Tatsache, dass es viele nette KollegInnen in ähnlicher Lebenssituation gibt, so dass man schnell integriert wird und immer Anschluss findet. Die Lage des ifp in einem repräsentativen Altbau mitten in der Kölner Innenstadt und mit bester Verkehrsanbindung ist zudem sehr attraktiv.

CONSULTING.de: Es heißt immer, die Consulting-Branche sei offen für AbsolventInnen aus allen Studienbereichen. Bei welchen Studiengängen schauen sie dennoch zwei Mal hin?

Kempf-Weese: Da wir bei der Beurteilung von Kandidaten für unsere Suchmandate, Personalberatung, und von Teilnehmern an Potenzialanalysen, Managementdiagnostik, besonderen Wert auf eine fundierte Eignungs- und Persönlichkeitsdiagnostik legen, sind für uns AbsolventInnen mit einem Masterabschluss im Bereich der Wirtschaftspsychologie und der Psychologie besonders interessant.

Bild: ifp

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CONSULTING.de: Wie sehen bei Ihnen die Auswahlverfahren aus?

Kempf-Weese: Die Vorauswahl neuer BeraterInnen erfolgt zunächst über ein telefonisches oder persönliches Interview, das dem ersten Kennenlernen, aber auch dem Informationsaustausch über die konkrete Aufgabe dient. Die schlussendliche Auswahl findet dann über die Teilnahme an einem praxisorientierten Assessment Center statt.

CONSULTING.de: Unabhängig von Ihrem Studien-Background: Bei welchen Themen sollten BewerberInnen unbedingt fit sein?

Kempf-Weese: BewerberInnen sollten sich unbedingt mit Themen der Personalauswahl und –entwicklung auseinandergesetzt haben – ideal ist eine Kombination aus gutem Fach Know-how aus dem Studium und ersten Praxiserfahrungen durch Praktika.

CONSULTING.de: Was mögen Sie überhaupt nicht im Bewerbungsgespräch? 

Kempf-Weese: Wenn sich BewerberInnen im Vorfeld gar nicht mit unserem Unternehmen auseinandergesetzt haben.

CONSULTING.de: Wie arbeiten Sie einen neuen Mitarbeiter ein, der bislang nur wenig Berührung mit Wirtschaftsthemen hatte? 

Kempf-Weese: Neben einschlägiger Literatur und Skripten, die wir zur Verfügung stellen, erfolgt die Einarbeitung on-the-job, das heißt jeweils im Rahmen des anstehenden Projektes. Besonderheiten der Branche und der Position, um die es geht, werden ebenso wie Unternehmensstrukturen ausführlich besprochen. Selbstverständlich gibt es zusätzlich auch Schulungen zu den relevanten Themen.

Bild: ifp

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CONSULTING.de: Warum arbeiten Sie gerne im Consulting?

Kempf-Weese: Weil jeder Tag neue Herausforderungen bringt und man Einblicke in Unternehmen verschiedener Branchen gewinnen kann und weil es Spaß macht, für Kunden mit unterschiedlichsten Anforderungen passgenaue Lösungen zu generieren. Außerdem bietet die Tätigkeit im ifp eine spannende Kombination aus Themen der Psychologie und Wirtschaft.

CONSULTING.de: Wie sieht der erste Tag eines Junior-Consultants bei Ihnen aus?

Kempf-Weese: Nach dem Willkommensgespräch mit dem Vorgesetzten gibt es eine Vorstellungsrunde bei den Kollegen, Erläuterung des Einarbeitungskonzepts und Planung der nächsten Tage. Nach der Einweisung in die wichtigsten Tools (PC, iPhone, Intranet etc.) startet die Einarbeitung ins Projektgeschäft.

CONSULTING.de: Nach einer Woche fragt ein Neuling nach Work-Life-Balance – frech oder erlaubt?

Kempf-Weese: Frech und daher erlaubt. 

CONSULTING.de: Vielen Dank für das Interview, Frau Kempf-Weese!

Veröffentlicht am: 20.06.2018

 

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