"Unsere Kernwerte: Empathy, Excellence und Entrepreneurship"

Stefanie Galdia, Roland Berger GmbH

Die Roland Berger Holding GmbH ist eine weltweit tätige Beratungsgesellschaft mit Schwerpunkt in der Managementberatung. Ambitionierte Consultants erwartet ein herausforderndes Umfeld, das immer wieder motiviert, das Beste zu geben. Zehn Fragen an Stefanie Galdia, HR Managerin bei Roland Berger.

Stafania Galdia © Roland Berger

Stafania Galdia © Roland Berger

 

CONSULTING.de: Frau Galdia, manche sagen, die Beraterbranche sei schon einmal attraktiver für junge Leute gewesen. Was versprechen Sie denen, die sich dennoch bewerben?

Galdia: Die Beratungsbranche ist nach wie vor sehr begehrt bei Studenten und Absolventen. Nicht viele Branchen sind so dynamisch wie die der Unternehmensberatung und bieten Berufseinsteigern eine vergleichbar steile Lernkurve. Einsteiger bei Roland Berger arbeiten an den Trends unserer Zeit. Auch über den Projektalltag hinaus fördern wir die Entwicklungsmöglichkeiten unserer Berater. Wir unterstützen sie beispielsweise bei einem MBA-Studium oder einem PhD oder ermöglichen Ihnen über einen Transfer in eines unserer weltweiten Büros, weitere Auslandserfahrung zu sammeln.

CONSULTING.de: Angenommen, Sie sollen eine Anzeige schalten und darin drei Gründe nennen, warum es großartig ist, bei Ihnen in der Firma zu arbeiten. Welche wären das?

Galdia: Nach drei Gründen gefragt, bietet es sich an, die drei Kernwerte von Roland Berger anzuführen: Empathy, Excellence und Entrepreneurship.
Ein Grund ist die Empathie, die man hier von allen Seiten spürt. Die tägliche Arbeit mit aufgeschlossenen Kollegen und vielfältigsten Persönlichkeiten in einem sehr angenehmen Arbeitsumfeld machen jeden Tag wieder besonders.
Der zweite Grund ist das hochgesteckte Ziel der Exzellenz. Bei uns arbeiten kluge Köpfe unterschiedlichster Hintergründe – Menschen, die etwas bewegen wollen, alle an einem Strang ziehen. Jeder lernt von jedem. Wir investieren in unsere Mitarbeiter, damit wir hervorragende Ergebnisse für unsere Kunden erzielen.
Der dritte Grund ist die einzigartige Möglichkeit für jeden Kollegen, eigene Projekte und Ideen voranzutreiben. Vom Praktikanten bis zum Partner wird Entrepreneurship gelebt. Das bedeutet, dass wir unkonventionelle Ideen zulassen, um neue Wege zu beschreiten. Wir ermutigen unsere Mitarbeiter, von Anfang an Verantwortung zu übernehmen. Nur so können wir innovative Lösungen entwickeln, die unsere Kunden zu Vorreitern in ihrem Umfeld machen.

© Roland Berger

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CONSULTING.de: Es heißt immer, die Consulting-Branche sei offen für AbsolventInnen aus allen Studienbereichen. Bei welchen Studiengängen schauen sie dennoch zwei Mal hin?

Galdia: Tatsächlich gibt es keinen Studiengang, den wir von vornherein ausschließen. Wir sind offen für BewerberInnen aller Fachrichtungen, die Interesse für die Beratung mitbringen. Wichtig ist, dass jemand für sein Studienfach bzw. seine Expertise brennt. Wir suchen Kollegen, die Verständnis für unternehmerische Fragestellungen mitbringen und Neugier auf Innovation.

CONSULTING.de: Wie sehen bei Ihnen die Auswahlverfahren aus?

Galdia: Der Auswahlprozess für ein Praktikum dauert einen halben Tag. Nach einer Unternehmenspräsentation führen die Kandidaten drei Einzelinterviews – ein Persönlichkeitsinterview sowie zwei Fachinterviews. Noch am gleichen Tag erhalten die Kandidaten ein ausführliches Feedback. Den Bewerber für den Direkteinstieg als Consulting Analyst, Junior Consultant oder Consultant erwartet ein mehrstufiger Auswahlprozess. An unserem Auswahltag durchlaufen sie verschiedene Module – darunter einen Analytiktest, Persönlichkeits- und Fachinterviews sowie eine Gruppenfallstudie. Für erfolgreiche Bewerber schließt sich ein Gespräch mit dem potenziellen Mentor an.

CONSULTING.de: Unabhängig von Ihrem Studien-Background: Bei welchen Themen sollten BewerberInnen unbedingt fit sein?

Galdia: Wir stellen uns bei den Interviews auf den Background der Kandidaten ein, das gleiche erwarten wir auch von unseren Kandidaten. Sie bewerben sich in einer Strategieberatung, die Fachinterviews beinhalten Business Cases. Von gängigen Begriffen, wie zum Beispiel Gewinn- und Verlustrechnung sollte man gehört haben. Auch ein gutes Gespür für Zahlen und eine strukturierte Herangehensweise bei der Lösung solcher Cases gehören dazu.

© Roland Berger

© Roland Berger

 

CONSULTING.de: Was mögen Sie überhaupt nicht im Bewerbungsgespräch?

Galdia: Das ist schwierig zu pauschalisieren. Mir ist es wichtig, dass sich die Kandidaten authentisch und nahbar präsentieren – mit Stärken und Schwächen

CONSULTING.de: Wie arbeiten Sie einen neuen Mitarbeiter ein, der bislang nur wenig Berührung mit Wirtschaftsthemen hatte?

Galdia: Zum Start geht es für alle unsere Berater auf ein Kickoff-Training. Dort bereiten sie sich zwei Wochen intensiv auf ihre neuen Aufgaben vor und vernetzen sich mit Kollegen aus aller Welt. In Workshops, Vorträgen, Fallstudien und Gruppenarbeiten machen sie sich das Handwerkszeug eines Beraters zu eigen und werden mit Prozessen und Methoden bei Roland Berger vertraut gemacht.

CONSULTING.de: Warum arbeiten Sie gerne im Consulting?

Galdia: Viele Vorteile, die Beratung für Berater bietet, finden sich auch bei uns im HR wieder. Ein herausforderndes Umfeld, das einen selbst immer wieder motiviert, sein Bestes zu geben und für seine Kunden intern wie extern die bestmögliche Lösung zu finden – dabei aber auch einmal pragmatisch und unkonventionell vorzugehen. Ein dynamisches Umfeld mit flachen Hierarchien, das es mir immer wieder ermöglicht, meine Ideen einzubringen, zu diskutieren und dann auch schnell umzusetzen. Und am Ende sind es natürlich die Kollegen, die mich jeden Tag wieder auf's neue auf die Arbeit freuen lassen.

© Roland Berger

© Roland Berger

 

CONSULTING.de: Wie sieht der erste Tag eines Junior-Consultants bei Ihnen aus?

Galdia: Idealerweise starten unsere Junior Consultants mit dem zweiwöchigen Kickoff. Am ersten Tag lernt die Gruppe von ca. 50 Neueinsteigern aus verschiedenen Büros das Headquarter in München kennen, bevor sie für zwei Wochen Training in eine externe Location fährt
Danach sind unsere Mitarbeiter direkt in ein Projekt eingebunden und in das damit verbundene Team integriert. Ein persönlicher Mentor und der Projektmanager kümmern sich um das Onboarding. Der Berateralltag beginnt…

CONSULTING.de: Nach einer Woche fragt ein Neuling nach Work-Life-Balance – frech oder erlaubt?

Galdia: Laut vielen Rankings und Studien ist die Work-Life-Balance ein wichtiges Entscheidungskriterium für einen Arbeitgeber bzw. ein Berufsbild. Die Frage nach der Work-Life-Balance daher erst zu stellen, wenn man den Job bereits angetreten hat, würde ich als zu spät empfinden. Daher ist die Frage definitiv erlaubt – gerne auch schon viel früher. Bei Roland Berger bieten wir den Mitarbeitern verschiedene Optionen an. Dazu gehören zum Beispiel Sabbaticals oder die Möglichkeit, die Arbeitszeit zu reduzieren.

CONSULTING.de: Vielen Dank für das aufschlussreiche Gespräch!

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