5 typische Fehler bei Präsentationen

PowerPoint & Co

Präsentieren leicht gemacht: Diese fünf Kardinalfehler sollten Sie unbedingt vermeiden, damit Ihr Vortrag ein Erfolg wird und Ihnen die Aufmerksamkeit Ihrer Zuhörer sicher ist.

Wer vor Leuten spricht, sollte die Grundlagen des Präsentierens beherrschen, um das Publikum von sich und seinen Ideen zu überzeugen. © redpixel - fotolia
Wer vor Leuten spricht, sollte die Grundlagen des Präsentierens beherrschen, um das Publikum von sich und seinen Ideen zu überzeugen. © redpixel - fotolia

1. Schon der Anfang floppt

Wenn schon die Vorrede zur Einführung ins Thema oder der Titel der Präsentation zu langatmig, kompliziert und wortgewaltig daherkommen, ist die Chance auf interessierte und neugierige Zuhörer vertan. Referenten haben es dann schwer, ihr Publikum noch für sich zu gewinnen und für eine positive Erwartungshaltung zu sorgen.

Tipp: Überlegen Sie sich einen originellen Titel, steigen Sie mit einer Anekdote ein oder machen Sie einen Einwurf mit aktuellem Bezug. Falls Ihnen die solch ein lockerer Einstieg nicht liegt, dann erklären Sie den Zuhörern am Anfang mit ein paar Sätzen, welchen Nutzen sie aus Ihrem Vortrag ziehen können. Damit wecken Sie das Interesse für Ihre Präsentation.

2. Verloren in der Special Effect-Show

Powerpoint bietet 1000 und 1 Möglichkeiten, eine Präsentation toll zu gestalten – aber auch, sie zu vermasseln. Zum Beispiel mit vermeintlich witzigen Grafiken, kunterbunten Folienübergängen, unruhigen Animationen oder unpassenden Audios. Zu viele Spezialeffekte überfordern Zuhörer genauso, wie mit Text überladene Folien. Es ist wie mit technisch aufwändigen Hollywood-Filmen: Sie wirken irgendwie steril, statt uns mit guten Geschichten und lebendigen Figuren zu unterhalten.

Tipp: Weniger ist mehr. Achten Sie auf aussagekräftige Grafiken und übersichtliche Tabellen und bauen Sie nur dann Animationen oder Audios ein, wenn es inhaltlich passt. Sie können solche Stilmittel auch nutzen, um Themen miteinander zu verbinden oder für besondere Aufmerksamkeit am Anfang und Ende des Vortrags zu sorgen.

3. Zu wenig Grafiken und Bilder

Zu viele Effekte und technische Spielereien sind genauso schlimm wie zu wenige Bilder, Fotos oder Grafiken. Folien, die nur aus Text bestehen, sind eine Zumutung für den Zuschauer. Unser Gehirn verarbeitet nämlich die mit Bildern & Co. verbundenen Informationen schneller und speichert sie länger ab, als reinen Text und pure Zahlen. Besonders anstrengend wird es fürs Publikum, wenn es dem Referenten gleichzeitig zuhören soll und den Text der Folien lesen muss.

Tipp: Erläuternde oder auflockernde Fotos und Grafiken auf den Folien prägen sich beim Zuhörer gut ein, weil sie nüchterne Fakten mit emotionalem Eindrücken verbinden. So wird Ihr Vortrag interessant und abwechslungsreich, denn während das Publikum auf ein Bild schaut, kann es Ihren Erläuterungen besser folgen.

4. Ablesen ist langweilig

Den vorformulierten Text auf Präsentations-Folien einfach abzulesen, das mag zwar vor allem unerfahrenen Präsentatoren ein bisschen mehr Sicherheit geben, doch der Effekt ist Dauer verhängnisvoll: Aufs Publikum wirken abgelesene Präsentationen einfach nur monoton und einschläfernd. Und ein Referent lernt so erst gar nicht, mit guter Rhetorik und einem eigenen, interessanten Vortragsstil sicherer zu werden und so die Aufmerksamkeit der Zuhörer zu gewinnen.

Tipp: Üben Sie, weitgehend oder gleich ganz frei vorzutragen. Damit Sie den roten Faden nicht verlieren, nutzen Sie Moderationskarten. Schauen Sie die Zuhörer an, wenn Sie Wichtiges wiederholen und setzen Sie Ihre Mimik und Gestik ein –, so wie Sie es auch im Gespräch mit einem Gegenüber machen, dessen Aufmerksamkeit Sie gewinnen wollen.

5. Unruhige Hampelmänner und Bühnentiger

Vital wirken, lebendig vortragen und das Publikum fest im Blick: So wollen viele Referenten beim Präsentieren wirken. Deshalb tigern sie auf der Bühne hin und her oder untermalen ihre Aussagen mit großen Gesten und übertriebener Körpersprache. Doch der gewünschte Effekt bleibt aus. Warum? Weil unruhige Referenten auf ihr Publikum unsicher und wenig entschlossen wirken.

Tipp: Alles ist eine Frage des Standpunkts – wortwörtlich. Zuhörer schätzen eine klare inhaltliche Vermittlung und einen feste Verortung des Referenten. Wenn Sie auf der Bühne an deren Rand stehen oder im Konferenzraum einen Platz nahe dem Publikum finden, wirken Sie konzentriert und kommunikativ.

Veröffentlicht am: 11.09.2018

 

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