Cyber-Angriffe: Risikobewusstsein in den Führungsetagen lässt nach

Deloitte Cyber Security Report

Der Cyber Security Report von Deloitte zeigt, dass knapp die Hälfte der befragten Unternehmen täglich bis mehrmals pro Woche mit Cyber-Attacken konfrontiert sind. Das Risikobewusstsein in den Führungsetagen ist seit 2017 trotzdem gesunken.

(Bild: TheDigitalWay - Pixabay)

(Bild: TheDigitalWay - Pixabay)



Cyber-Angriffe sind omnipräsent. Das zeigt der aktuell in den Medien diskutierte Hacker-Angriff auf deutsche Politiker. Wie der Deloitte Cyber Security Report zeigt, ist das Risikobewusstsein in den Führungsetagen von Unternehmen jedoch gegenüber 2017 trotzdem gesunken. 60 Prozent der Befragten gaben in der aktuellen Untersuchung an, dass Hackerangriffe bei ihnen keine besonders großen Schäden anrichten würden. 2017 waren es noch 54 Prozent.

Die Ergebnisse des Deloitte Cyber Security Report zeigen aber, dass 93 Prozent der Befragten bereits einmal Opfer von Cyberattacken geworden sind. 21 Prozent von ihnen werden wöchentlich angegriffen, 25 Prozent sogar täglich. Die Hälfte der Führungskräfte erklärte zwar, dass ihr Unternehmen nur selten oder nie angegriffen wird, allerdings geht ein Drittel davon aus, dass Angriffe auf ihr Unternehmen unbemerkt bleiben.

Gleichzeitig ergab die Umfrage, dass fast alle Unternehmen ihre IT-Netzwerke in verschiedensten Formen rund um die Uhr im Blick haben. 87 Prozent prüfen regelmäßig die Zugriffsrechte ihrer Mitarbeiter, 81 Prozent führen Schwachstellenanalysen durch. Aber nur 61 Prozent stellen ihre wertvollsten Informationsressourcen unter besondere Beobachtung und überprüfen regelmäßig, ob die zum Schutz der wichtigsten Assets getroffenen Maßnahmen ausreichen.

Staatliche Unterstützung gewünscht

Die befragten Unternehmen gaben an, immer mehr für die IT-Sicherheit auszugeben, 45 Prozent sogar erheblich mehr. Die Spanne reicht dabei mittlerweile von einem Fünftel bis "nur" zu einem Zehntel der gesamten IT-Aufwendungen.

Bei der Frage der Sicherheit vertrauen fast drei Viertel der Entscheider auf externe Beratungsexpertise, 70 Prozent schulen regelmäßig ihre Belegschaft, 65 Prozent beauftragen externe Sicherheitsdienstleister. Jedoch bedient sich nur eine kleine Minderheit aller Möglichkeiten in Kombination. Auch bei der Erfolgskontrolle bestehen laut Studie noch Defizite. Zudem geben nur 27 Prozent an, dass sie eine Cyber-Versicherung haben.

58 Prozent der Wirtschaftsführer wünschen sich, dass der Staat wirkungsvoll bei der Abwehr von Cyberangriffen unterstützt - und fordern dies auch ein.

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