Die wichtigsten administrativen Schritte, von Genehmigungen über Businessplan bis hin zu Versicherungen

Mit dem eigenen Unternehmen durchstarten:

Es ist wohl der Traum vieler Menschen in ganz Deutschland: die Gründung des eigenen Unternehmens. Es ist wichtig, dass es hierzulande Menschen gibt, die den Mut haben diesen Schritt zu wagen. Die deutsche Wirtschaft wird es ihnen danken und außerdem bietet jedes einzelne neue Unternehmen Chancen für Unternehmensberater. Allerdings ist aller Anfang schwer und gerade bei der Gründung einer neuen Firma gibt es einige Hürden zu überwinden, bevor es überhaupt erst losgehen kann.

Ein Mann der nachdenklich vor seinem Klemmbrett sitzt (Bild: Startae Team - Unsplash)
Der Businessplan dient ihnen nicht nur als Gedankenstütze und Leitkonzept, sondern er soll auch potenzielle Geschäftspartner sowie Investoren, wie beispielsweise die Bank, von Ihrer Idee überzeugen. (Bild: Startae Team - Unsplash)

Die Idee und Planungsphase

Von der Idee zum Unternehmen bis hin zur fertigen Firma ist es ein sehr langer Weg. Meist kommt die Idee schleichend und nistet sich im Kopf ein. Dort muss sie erst einmal eine Zeit lang reifen, bis es an die eigentliche Planung geht. Wichtig ist natürlich, dass es sich dabei um eine Idee handelt, die Erfolg versprechen kann.

Suchen Sie sich eine Nische, die noch nicht bedient, allerdings gefragt ist. Wenn Sie denken, dass der Markt bereits gesättigt ist, dann überlegen Sie ruhig noch etwas weiter und feilen Sie an Ihrer Idee. Oft lässt sich doch noch ein geeignetes Geschäftskonzept finden, das in eine bestimmte Marktlücke passt.

In der Planungsphase selbst geht es dann bereits detaillierter zu. Laut der Förderbank KfW dauert dieser Prozess mehrere Monate. Sie sollten sich viel Zeit bei der Ausarbeitung ihrer Idee nehmen. Legen Sie dabei viel Wert auf ein valides Geschäftsmodell. Anschließend widmen Sie sich dem Businessplan.

Der Businessplan, die Essenz Ihrer Idee

Im Grunde fasst der Businessplan, oder zu Deutsch "Geschäftsplan", ihr komplettes Unternehmenskonzept zusammen. Er dient ihnen nicht nur als Gedankenstütze und Leitkonzept, sondern er soll auch potenzielle Geschäftspartner sowie Investoren, wie beispielsweise die Bank, von Ihrer Idee überzeugen. Deshalb ist es wichtig, dass Außenstehende Ihre Gedankengänge nachvollziehen können. Für einen vollständigen Businessplan sollten vier grundlegende Fragen in dem Papier beantwortet werden:

  • Wie sieht die Zielgruppe aus? Versuchen Sie zu beschreiben, an wen sich Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung richten soll.
  • Was ist Ihre Strategie? Erklären Sie, wie Sie Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung unter die Leute bringen möchten.
  • Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken? Seien Sie wirklich ehrlich mit sich selbst und ihrer Idee. Schätzen Sie die einzelnen Punkte realistisch ein. Idealerweise sollten die Stärken und die Chancen überwiegen, um zu überzeugen.
  • Lohnt sich das überhaupt? Stellen Sie einen detaillierten Finanzplan auf, um herauszufinden, ob und wie viel Umsatz und Gewinn Ihre Idee abwerfen könnte.

Finanzierung

Mit Ihrem fertigen Businessplan werden Sie im Anschluss bei einer Bank vorstellig, die Ihnen im Idealfall einen Kredit gewährt. Allerdings ist Ihre Hausbank nicht die einzige Institution, die Sie wegen einer möglichen finanziellen Unterstützung aufsuchen sollten. Werden Sie beim Arbeitsamt vorstellig, falls Sie sich aus einer Arbeitslosigkeit heraus selbstständig machen wollen. Überzeugen Sie dort, können Sie mit einem Gründungszuschuss rechnen.

Daneben können Ihnen Förder- oder Bürgschaftsbanken bei fehlenden Geldern helfen. Zudem sollten Sie nach möglichen Investoren suchen, die Ihre Idee beispielsweise gegen eine Gewinnbeteiligung finanziell unterstützen.

Neben externer Finanzierungsmöglichkeiten sollten Sie zudem über ein entsprechendes Eigenkapital verfügen, das Sie mit einbringen können, um durchzustarten.

Festlegen der Unternehmensform

GmbH oder doch lieber GbR?! Die verschiedenen Unternehmensformen sind mit bestimmten Anforderungen verbunden. Es kommt als ganz darauf an. Wenn Sie schnell ein Unternehmen gründen möchten, ist die GbR wohl die richtige Wahl. Rechtsformen wie UG oder GmbH sind mit längeren Wartezeiten verknüpft. Es müssen Termine beim Notar und Eintragungen ins Handelsregister unternommen werden. Egal, für welche Rechtsform Sie sich entscheiden, es hat persönliche, finanzielle, steuerliche und rechtliche Folgen.

Diese Genehmigungen sind wichtig

Wenn die Rechtsform gefunden ist, gilt es entsprechende Genehmigungen bei den Ämtern einzuholen. Welche genau gebraucht werden, ist wiederum von der Art des Unternehmens abhängig. Eröffnen Sie beispielsweise ein Restaurant sind Lizenzen und Genehmigungen beim Gesundheitsamt, beim Ordnungsamt, etc. zu beantragen. Wichtig ist, dass Sie vorher Kontakt zur IHK und zu Ihrem Anwalt aufbauen. Sie können Ihnen genauer erklären, welche Genehmigungen speziell für Sie notwendig sind.

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Welche Versicherungen sind nötig?

Ihre neue Existenz will abgesichert sein. Deshalb ist es in vielen Fällen nötig, neben den üblichen privaten Versicherungen und der privaten Altersvorsorge noch ein paar weitere Policen abzuschließen.

Für viele Angestellte kommt hier vor allem eine Berufsunfähigkeitsversicherung in Frage. Diese hat nicht nur Vorteile im Berufsalltag, sondern kann auch in Kombination zur privaten Rentenversicherung sehr nützlich sein. Die sollten vor allem betriebliche Risiken abdecken - doch welche genau im individuellen Fall wichtig sind und welche Police dadurch empfehlenswert ist, hängt von vielen Faktoren ab. Wer daran interessiert ist, kann sich hier umfassend zur ergänzenden Berufsunfähigkeitsversicherung informieren. Beispielsweise sollte Ihr Betriebsgelände gegen Einbrüche, Feuer, Fahrlässigkeiten und Maschinenschäden versichert sein. Außerdem empfiehlt sich eine Rechtschutzversicherung sowie eine betriebliche Haftpflichtversicherung. Bei manchen Berufsständen, wie etwa Ärzten oder Architekten, ist eine sogenannte Berufshaftpflichtversicherung bereits gesetzlich vorgeschrieben.

Los geht's

Sind diese ganzen bürokratischen Hürden erst einmal genommen, kann es mit der eigentlichen Arbeit so richtig losgehen. Dazu sollte zunächst eine Webseite erstellt werden. Ohne kann kein Unternehmen heutzutage existieren, da es zu den wichtigsten Vertriebswegen gehört. Menschen suchen zuallererst im Internet.

Analog dazu sollten die sozialen Medien von Ihrem Unternehmen bedient werden. Sie dienen als günstige Werbefläche. Idealerweise geschehen Ansprache und Erscheinung sämtlicher Internetauftritte in Anlehnung an die Corporate Identity.

Damit können Sie Ihre ersten Schritte mit Ihrem eigenen Unternehmen gehen. Informieren Sie die Öffentlichkeit über die verschiedenen Werbekanäle und starten Sie durch.

/jr

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