Selbstständig als Berater: So kann der große Schritt gelingen

Sich als Berater selbständig machen

Sich als Berater selbstständig zu machen, kann ein wichtiger Meilenstein in der beruflichen Karriere darstellen. Dieser Überblick fasst zusammen, für wen es sich lohnen kann, an was man denken sollte und wie man dieses Projekt am besten angeht.

Es gibt einige Fragen zu klären, bevor man sich als Beratende selbstständig macht (Bildnachweis: picture alliance / dpa-tmn | Christin Klose)

"Das haben wir immer schon so gemacht!" Viele Unternehmen erkennen, dass die Verhaftung an alten Traditionen für die betriebliche Weiterentwicklung nicht immer von Vorteil sein kann. Doch meist ist es die Geschäftsleitung selbst oder das Team von Führungskräften, das nicht über den berühmten Tellerrand hinausblickt. Ideen, Inspirationen und damit auch wertvolle Innovationen kommen dann nicht selten von außen - durch einen externen Berater. Die Kompetenz und Kreativität der "Consultants" - ist heute mehr denn je ein gefragtes Gut.
Sich als Berater selbstständig zu machen, kann daher bedeuten, dass man einen wichtigen Meilenstein in seiner beruflichen Karriere setzt.

Viele Einsatzfelder für betriebliches Consulting

Es gibt in modernen Betrieben eine ganze Reihe von Abteilungen - und jede trägt durch ihre Effizienz zum Gesamterfolg des jeweiligen Unternehmens bei. Durch professionelles und insbesondere passgenaues Consulting sind diese Bereiche erfreulich zu verbessern.

Typische Beispiele dafür sind:

  • IT
  • Kostenrechnung
  • Logistik
  • Produktion
  • Strategie und Organisation
  • Finanzen und Investition
  • Personal
  • Vertrieb

Auch wenn die Abteilungen und Funktionsbereiche von Unternehmen in diesem Überblick einzeln aufgelistet sind, macht es gutes Consulting dennoch aus, Schnittstellen und Interaktionen zu berücksichtigen, um das Unternehmen als Ganzes zu stärken.

Was zeichnet den guten Berater aus?

Wer sich als Berater selbstständig machen will, braucht für ein erfolgreiches Start-up eine ganze Reihe von wertvollen Kompetenzen. Diese lassen sich in die fachlichen Qualifikationen und in die sogenannten Soft Skills unterteilen.

Fachkenntnisse sind der Grund, warum viele Unternehmen heute einen Berater beauftragen. Der Trend in diesem Zusammenhang ist steigend, wie auch Statistiken  des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU) untermauern. Die Kenntnisse, die der Consultant mitbringt, müssen absoluten Expertenstatus bieten, damit die Unternehmen davon profitieren. Insbesondere der Praxisbezug dieser Kenntnisse spielt dabei eine wichtige Rolle. Deshalb schätzen Klienten von Beratern solche Spezialisten, die fit in Theorie und Praxis sind. Künftige Berater - gleich auf welchem Gebiet - sollten also sowohl eine solide Berufsausbildung plus einschlägige Weiterbildung, als auch umfassende Erfahrungswerte aus der beruflichen Praxis mitbringen.

Soft Skills sind dagegen Schlüsselqualifikationen und Eigenschaften, die auch für einen Berater entscheidend sind. Dazu zählen insbesondere Kommunikationsfähigkeit, das verständliche Erläutern komplexer Sachverhalte, innovative Lösungsfindung, hohe Motivation und die Bereitschaft, sich immer wieder in neue Sachverhalte einzuarbeiten. Ein hohes Maß an Selbstreflexion und -einschätzung ist wichtig, um sich selbst zu testen, ob man für die Tätigkeit als Consultant geeignet ist. Nicht zu vergessen ist auch die Fähigkeit, sich selbst und seine Kompetenz verkaufen zu können. Den nur so verdient man als Berater auch seinen Unterhalt.

Der Start in die Selbstständigkeit

Es gibt zwei Möglichkeiten, sich als Berater selbstständig zu machen - entweder aus der Berufstätigkeit oder aus der Arbeitslosigkeit heraus. Angehende Berater, die aktuell beschäftigt sind, haben den Vorteil, das Timing ihres Start-ups maßgeschneidert planen und umsetzen zu können. Rund um die Darstellung der Beraterkompetenz ist es auch vorteilhaft, einen möglichst lückenlosen Lebenslauf präsentieren zu können.
Doch auch aus der Arbeitslosigkeit heraus sind Start-up-Projekte aus dem Bereich Consulting umsetzbar. Tatsächlich ist eine Arbeitslosigkeit für viele der Grund gewesen, nun das Beratungsprojekt als selbständiger Experte zu starten. Dieses Projekt wird nicht selten staatlich unterstützt. Bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen fördert die Arbeitsagentur mit einem Existenzgründungszuschuss den Übergang aus der Arbeitslosigkeit in die Selbständigkeit.

Auch Darlehen können eine Option sein

Sollte keine staatliche Förderung des Gründung möglich sein, besteht für den angehenden Gründer die Option des Darlehens. Es hat die Funktion, das für Gründung und erste Geschäftstätigkeiten nötige Kapital bereitzustellen. Rund um Laufzeit, Zins und Ratenhöhe empfiehlt sich in diesem Kontext die Beratung durch einen Finanzexperten. Das kann zum einen der Sachbearbeiter der eigenen Hausbank sein. Manchmal sind es aber auch freie Finanzberater, die durch ihre Unabhängigkeit optimale Produkte empfehlen können.

Folgende Anschaffungen sind für künftige Unternehmens-, Personal- oder IT-Berater klassische Arten von Investitionen:

  • Büro und Büromöbel
  • stationärer PC und mobile Endgeräte (Tablet, Smartphone)
  • Struktur für Telekommunikation
  • Weiterbildung und Fachliteratur
  • Dienstwagen
  • hochwertige Business-Kleidung
  • professionelle Website
  • Steuerberater und Buchhaltungs-Software
  • eventuell Büropersonal

Beratung ist das A und O

Insbesondere gute Beraterpersönlichkeiten wissen, dass eine strategische Beratung und Planung einer Selbstständigkeit ein absolutes Muss ist. Solche Beratungen gibt es unter anderem bei den Arbeitsagenturen, bei den Industrie- und Handelskammern (IHK), den Handwerkskammern (HWK) oder auch freien Bildungsträgern, die spezialisiert sind. Wenn eine Förderung durch die Arbeitsagentur umgesetzt wird, ist es eine zwingende Voraussetzung, die Tragfähigkeit des Existenzgründungsvorhabens durch eine kompetente und zertifizierte Einrichtung prüfen und bestätigen zu lassen.

Fazit: Selbstständigkeit als Berater kann eine lohnenswerte Sache sein. Die Nachfrage nach klugen und innovativen Beratungsleistungen ist hoch. Die Selbständigkeit sollte allerdings genau vorbereitet werden.

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