Sieben Tipps zur richtigen Vorbereitung

Mitarbeitergespräche

03.08.2017

Einmal im Jahr wird Bilanz gezogen: Wurden alle vorgegebenen Arbeitsziele erreicht? Welche Projekte sind besonders gut gelaufen? An welchen Schwachpunkten muss man in den nächsten Monaten arbeiten? Und vor allem: Was sind die persönlichen Ziele für das kommende Jahr? Ein Mitarbeitergespräch ist Rückblick und Ausblick zugleich. Christian Umbs vom Personaldienstleister Robert Half Deutschland rät: Nehmen Sie eine aktive Rolle ein und seien Sie positiv gestimmt. So gelingt’s.

Ihr Mitarbeitergespräch steht an? Nehmen Sie sich genug Zeit für die Vorbereitung. (Bild: everythingpossible - fotolia.com)

Ihr Mitarbeitergespräch steht an? Nehmen Sie sich genug Zeit für die Vorbereitung. (Bild: everythingpossible - fotolia.com)

Tipp 1: persönliche Bilanz ziehen

Lassen Sie das vergangene Jahr Revue passieren: An welchen Projekten waren Sie beteiligt? Was war Ihre Aufgabe? Eine Liste hilft Ihnen dabei, dass Sie nichts Wichtiges vergessen. Wenn Sie bereits im vergangenen Jahr ein Mitarbeitergespräch hatten, sollten Sie sich das damals angefertigte Protokoll genau anschauen: Vergleichen Sie die Zielvereinbarungen mit Ihrer aktuellen Situation und überlegen Sie, ob alle Vorgaben erfüllt wurden. Falls nicht, suchen Sie nach den Gründen für die Differenz.

Tipp 2: Erfolge und Ideen sammeln

Regelmäßig sollten Sie sich Ihre Erfolgsmomente notieren – allzu schnell gerät sonst etwas in Vergessenheit. Vermerken Sie ruhig konkrete Zahlen, etwa zum Umsatz, der mit Ihrer Unterstützung erwirtschaftet wurde. Ideen, die das Team voranbringen oder dem Unternehmen neue Perspektiven eröffnet haben, sollten Sie ebenfalls sammeln. So können Sie sich aktiv in das Gespräch einbringen und zeigen Ihrem Chef, dass Sie mehr wollen, als einfach nur Ihren Job machen.

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Tipp 3: nach Problemlösungen suchen

Das Mitarbeitergespräch ist keine Einbahnstraße. Bei diesem Termin haben Sie Gelegenheit, Ihre Arbeitsbedingungen zu optimieren und zu signalisieren, dass Sie mehr leisten könnten, wenn Sie zum Beispiel an anderer Stelle eingesetzt werden. Wichtig: Machen Sie Ihrem Vorgesetzten konkrete Vorschläge, anstatt auf seinen Input zu warten.

Tipp 4: Entwicklungsperspektiven überlegen

Auch hier gilt: Bereiten Sie möglichst schon durchdachte Vorschläge vor. Welche Fortbildungen würden Sie künftig gerne besuchen – und welche positiven Auswirkungen hätten diese auf Ihre Arbeit, das Team und das Unternehmen? Welche Position in der Beratung möchten Sie in den nächsten zwölf Monaten einnehmen – und was befähigt Sie dazu? Gibt es bestimmte Projekte, an denen Sie gerne beteiligt wären – und warum?

Tipp 5: in Gelassenheit üben

Wer mit unerwarteter Kritik konfrontiert wird, neigt dazu, überhastet und emotional zu reagieren. Das gleiche gilt, wenn Ihr Chef Ihnen unerwartet ein lukratives Angebot macht. Nehmen Sie sich also vor, in jedem Fall gelassen zur bleiben und sich Zeit für die Entscheidung zu erbeten. 

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Tipp 6: positive Grundstimmung einnehmen

Sehen Sie das Mitarbeitergespräch als Chance: Sie erhalten ein fundiertes Feedback auf Ihre Arbeitsleistung. Es macht deutlich, was Sie gut gemacht haben und an welchen Stellen Sie sich noch verbessern müssen – damit Sie in den nächsten zwölf Monaten noch leichter zeigen können, was Sie drauf haben. Außerdem können Sie sich selbst einmal dazu äußern, was in Ihren Augen gut gelaufen ist und was optimiert werden muss. Viele Vorgesetzte sind überrascht, wie manche Abläufe oder Vorgaben aus der Sicht eines Mitarbeiters gesehen werden. 

Tipp 7: Erwartungen nicht zu hoch schrauben 

Allen akribischen Vorbereitungen und allen Vorschlägen zum Trotz: Manchmal gelingt es nicht, sämtliche Probleme und Wünsche in einem Gespräch ausreichend darzulegen und sogar konkrete Maßnahmen daraus abzuleiten. Seien Sie also darauf gefasst, dass Details erst in einem Folgetermin festgelegt werden können und bleiben Sie flexibel.

 

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