Work-Life-Balance im Consulting: Herausforderungen und Lösungen

Privatleben und Karriere im Einklang

Das Gleichgewicht zwischen dem Berufs- und dem Privatleben – die sogenannte Work-Life-Balance – stellt im Bereich Consulting eine besondere Herausforderung dar. Dabei gewinnt sie im Berufsleben an Relevanz und wiegt für viele Mitarbeiter mittlerweile sogar mehr als das Gehalt, was auch auf zahlreiche Berater zutrifft. Doch gerade zwischen langen Arbeitstagen und vielen Geschäftsreisen, ist es häufig schwierig, eben diese Balance zu finden. Wie also kann dies dennoch gelingen?

Frau mit Laptop auf Couch

50, 60 oder mehr Arbeitsstunden pro Woche, das ist im Consulting eher die Regel als die Ausnahme. Hinzu kommen zahlreiche Reisen sowie die ständige Erreichbarkeit, auch in der Freizeit oder sogar im Urlaub. Viele Berater beschleicht daher früher oder später das Gefühl, nur noch für die Arbeit zu leben. Ihr Privatleben leidet unter diesen Besonderheiten, welche ihre Branche mit sich bringt. 

Auf lange Sicht kann das zu Folgeproblemen wie einem Burnout-Syndrom, anderen stressbedingten Erkrankungen oder einfach Unzufriedenheit mit Konsequenzen wie einer nachlassenden Motivation und Leistung führen. Es ist also sowohl im Interesse der betreffenden Personen als auch der Arbeitgeber, dass im Consulting eine bessere Work-Life-Balance herrscht.

Besonderheiten in der Consulting Branche

Der Wille ist da und ebenso der Druck auf die Unternehmen, denn der Fachkräftemangel macht sich auch im Consulting zunehmend bemerkbar und so wird die Work-Life-Balance zu einem der wichtigsten Instrumente für die Mitarbeitergewinnung sowie -bindung. Denn nur für die Arbeit zu leben, kommt vor allem für die junge Generation Y nicht mehr infrage, auch nicht bei einem überdurchschnittlichen Gehalt. Selbständige Berater müssen ebenfalls auf ihre Work-Life-Balance achten - ihrer eigenen Gesundheit und damit ihrem langfristigen Erfolg zuliebe. Definiert wird die Work-Life-Balance schließlich als

"ausgewogenes Verhältnis zwischen beruflichen Anforderungen und privaten Bedürfnissen einer Person".

Diese Definition macht zugleich deutlich, wo im Consulting das Problem liegt. Denn die Besonderheiten der Branche, wie etwa schwankende Arbeitszeiten, viele Reisen oder die hohen Anforderungen, machen eine ausgewogene Work-Life-Balance umso schwieriger. Die Berater und Außendienstmitarbeiter haben insgesamt weniger Freizeit und zugleich weniger Planungssicherheit, um sich beispielsweise mit Freunden zu verabreden, Ausflüge zu planen oder regelmäßige Freizeitaktivitäten auszuüben. 

Arbeitgeber oder -nehmer: Wer ist zuständig?

Konferenzszene

Bei selbständigen Beratern stellt sich die Frage nach der Zuständigkeit nicht. Doch zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern herrscht immer wieder Uneinigkeit darüber, wer für eine ausgewogene Work-Life-Balance sorgen muss. Einerseits gibt es das Arbeitsschutzgesetz nicht ohne Grund. Der Arbeitgeber darf sich also nicht vollends seiner Verantwortung entziehen, sondern muss für die Einhaltung der gesetzlichen Arbeitszeitregelung ebenso sorgen wie für die anderer Richtlinien.  So darf er beispielsweise nicht einfordern, dass Mitarbeiter auch außerhalb ihrer Arbeitszeit erreichbar sind. In der Praxis werden die Grenzen der Regelungen aber allzu häufig ausgedehnt und so klingelt eben doch nach einer 60-Stunden-Woche noch sonntags das Geschäftshandy oder der Arbeitstag wird etwas länger als eigentlich zulässig. Die Arbeitnehmer selbst wehren sich dagegen selten bis nie - aus verschiedensten Gründen, sei es eine hohe Arbeitsmoral oder die Furcht vor dem Jobverlust.

Genau das sollten die Arbeitnehmer aber tun, denn schlussendlich sind sie die Leidtragenden einer unausgewogenen Work-Life-Balance. Es ist ihr Privatleben, welches darunter leidet, und auch ihre Gesundheit. Andererseits tragen Sie daher die Hauptverantwortung dafür, in ihrem Leben ein Gleichgewicht zwischen Beruflichem und Privatem zu kreieren. Im Zweifelsfall bedeutet das sogar, in einen Konflikt mit dem Arbeitgeber zu treten oder diesen zu wechseln. 

Viele Berater entscheiden sich aus diesem Grund für die Selbständigkeit oder das sogenannte Downshifting. Die Möglichkeiten sind vielfältig und wer die Initiative ergreift, findet in der Regel auch eine passende Lösung - häufig sogar ohne solche drastischen Schritte. Schon ein offenes Vier-Augen-Gespräch mit dem Vorgesetzten oder Änderungen der eigenen Gewohnheiten können in vielen Fällen ausreichen. 

Work-Life-Balance und das Employer Branding

Schlussendlich ist es somit zwar der Arbeitnehmer, der hauptsächlich für die Work-Life-Balance zuständig ist. Dennoch ist es sinnvoll, sich als Arbeitgeber mit der Thematik auseinanderzusetzen und seinen Mitarbeitern entsprechende Möglichkeiten zu bieten - seien es geregeltere Arbeitszeiten, das Downshifting, ein Sabbatical oder Freizeitangebote während der Arbeitszeit wie ein Sportkurs. 

Hier gibt es ganz unterschiedliche Optionen und somit gibt es Möglichkeiten, die sich sowohl für KMUs eignen, wie für internationale Großkonzernen. Im ersten Moment sehen Arbeitgeber dabei häufig nur die Investition. Doch auf den zweiten Blick amortisiert sich diese im Regelfall bereits nach kürzester Zeit. Das liegt daran, dass die Work-Life-Balance ein wichtiger Bestandteil beim Employer Branding sein kann. 

Wie bereits erwähnt, ist diese vielen potenziellen Mitarbeitern heutzutage wichtiger als das Gehalt. Wer also an dieser Stelle nicht punkten kann, hat beim Recruiting einen erheblichen Nachteil gegenüber der Konkurrenz. Demgegenüber können Arbeitgeber überzeugen, wenn sie ihren Angestellten eine hervorragende Work-Life-Balance bieten. Manchmal können sie sogar Abstriche beim Gehalt machen. 

Aber nicht nur dadurch amortisiert sich die Investition, sondern auch durch eine höhere Motivation der Mitarbeiter, eine bessere Leistung, geringere Krankenstände sowie eine sinkende Fluktuation. Zudem recherchieren viele Fachkräfte gezielt nach Unternehmen, die eine gute Work-Life-Balance bieten, bevor sie sich bewerben oder auf ein Gespräch mit dem Headhunter beziehungsweise Recruiter einlassen.

Mutter und Kind beim Arbeiten

Grundlagen der Work-Life-Balance im Consulting

Sowohl die Unternehmen als auch die Berater selbst sollten sich daher nicht fragen, ob sie eine ausgewogene Work-Life-Balance erreichen können, sondern wie. Einige Faktoren haben sich dies diesbezüglich in den vergangenen Jahren flächendeckend etabliert und gelten inzwischen als entscheidend bei der Jobwahl.  Es handelt sich dabei sozusagen um die Grundlagen für eine gute Work-Life-Balance, die jedem Consultant zur Verfügung stehen sollten - und die beliebig erweitert werden können. Bei diesen Faktoren handelt es sich beispielsweise um

  • die Arbeit im Homeoffice:
    Das Arbeiten im heimischen Büro gehört heutzutage untrennbar zur Branche. Jeder Consultant ist ohnehin in der Lage "remote", also ortsunabhängig, zu arbeiten, um auch auf Geschäftsreisen produktiv zu sein sowie mit Kollegen oder Kunden zu kommunizieren. Diese Möglichkeit prädestiniert ihn für das Homeoffice, sei es nach einem Termin oder an Arbeitstagen, an welchen er nicht bei den Kunden ist. 

  • das sogenannte "4+1-Prinzip": 
    Berater, Außendienst- oder ähnliche Mitarbeiter verbringen bei diesem Modell nur vier Tage pro Woche beim Kunden, den letzten Tag, zumeist den Freitag, jedoch im Büro oder eben im Homeoffice. Dadurch entsteht ein Ausgleich und der Consultant genießt etwas mehr Flexibilität. Er kann am fünften Tag beispielsweise spontane Meetings wahrnehmen oder auch einfach Überstunden abbauen.

  • die Option auf Teilzeit: 
    Lange Zeit war es ungewöhnlich, dass ein Consultant in Teilzeit arbeiten konnte. Schließlich reicht selbst die klassische 40-Stunden-Woche kaum aus, um alle Anforderungen zu erfüllen. Mittlerweile bieten aber immer mehr Unternehmen diese Option, was die Branche vor allem für Frauen attraktiver macht. Aber auch zahlreiche Männer entscheiden sich für die Reduktion der Arbeitszeit, um eben eine bessere Work-Life-Balance zu haben. 

  • längere Auszeiten vom Job:
    Das Stichwort "Sabbatical" ist bereits gefallen. Solche längeren Auszeiten vom Job sind heutzutage nicht mehr ungewöhnlich, auch nicht im Consulting. Dabei muss es sich nicht um das klassische Sabbatjahr handeln, sondern auch unbezahlter Urlaub oder ein "Leave of Absence"  sind Varianten, um den Mitarbeitern längere Auszeiten zu ermöglichen. Dadurch genießen sie ein Höchstmaß an Freiheit, sei es für eine Weltreise oder einfach, um die eigenen Energieressourcen wieder aufzuladen. Zwischendurch arbeiten sie dann umso motivierter und können bessere Leistungen erbringen - und einige machen das sehr gerne für 60 oder mehr Stunden pro Woche.

Bei diesen Modellen handelt es sich um moderne Arbeits(zeit)regelungen, welche in vielen Unternehmen mittlerweile fest etabliert sind. Im Consulting waren sie lange Zeit eher exotisch, doch auch hier erfreuen sich diese steigender Beliebtheit. Manche möchten immer viel arbeiten, andere immer wenig, wieder andere wollen abwechseln zwischen Phasen der Arbeit und jenen der Freizeit. Schlussendlich muss also jeder Consultant selbst entscheidend, ob er diese Möglichkeiten nutzen möchte, wann und in welcher Form. 

Gleichgewicht finden: Tipps für Consultants

Arbeitnehmer oder selbständigen Consultants können aber noch mehr tun, um ihre Work-Life-Balance zu optimieren. Es geht nämlich nicht nur darum, einen passenden Arbeitgeber auszuwählen und dadurch ausreichend Freizeit zu genießen - oder eine solche auszuhandeln. Stattdessen kommt es auch darauf an, diese Freizeit "richtig" zu nutzen. Nur frei zu haben, bedeutet nämlich noch nicht zwingend eine hohe Qualität des Privatlebens, sprich eine ausgewogene Work-Life-Balance. Worauf also kommt es noch an?

Hantel

  • Absprachen treffen: 
    Auch, wenn der Arbeitgeber keine direkten Optionen bietet, um die Arbeitszeit zu reduzieren – oder in der Selbständigkeit – gibt es dennoch Möglichkeiten, um sich (mehr) Freiräume zu schaffen. Die richtige Planung ist hierbei entscheidend. Zum einen ist es hierfür wichtig, mit dem Arbeitgeber konkrete Absprachen zu treffen. Bei Bedarf ist das zudem mit den Kunden sinnvoll. Denn auch ein Berater muss im Regelfall nicht am Wochenende abends um 22.30 Uhr erreichbar sein – oder zu anderen untypischen Zeiten. Zudem ist es nicht sinnvoll, wegen jeder Kleinigkeit anzurufen, sondern die Anliegen können auch gesammelt und in einem offiziellen Meeting besprochen werden. Diese zwei Beispiele verdeutlichen, wie wichtig konkrete Absprachen sind und dass der Consultant im Fall der Fälle eben auch mal „Nein“ sagen muss.

  • Freiräume schaffen: 
    Auch in der Freizeit gilt es, konkrete Freiräume zu schaffen. Gerade, wenn die freie Zeit rar ist, sollte diese daher umso besser geplant werden. Das bedeutet nicht, jede Minute mit Aktivitäten oder Terminen füllen zu müssen. Zeiträume für das „Nichtstun“ können und sollten ebenfalls fest eingeplant werden. Sinnvoll ist daher, diese im Kalender zu blockieren und strikt einzuhalten, wann immer das möglich ist. 

  • (Geschäfts-) Handy ausschalten: 
    Diese Freiräume werden häufig durch das klingelnde Smartphone zunichte gemacht. Umso wichtiger ist es, dieses in der Freizeit auszuschalten. Dabei kann es sich nur um das Geschäftshandy handeln oder ebenso um das private Gerät. Denn der „Digital Detox“ ist wichtig, um von der Arbeit abschalten und sich tatsächlich auf den Moment konzentrieren zu können. Die Entspannung, die Zeit mit der Familie oder wie auch immer diese Freizeit genutzt wird, gewinnt dadurch an Qualität.

  • Aktive Entspannung: 
    Viele Menschen gehen davon aus, dass sich diese beiden Begriff widersprechen. Allerdings reicht es für eine tatsächliche Entspannung nicht aus, einfach nichts zu tun oder Freizeit zu haben. Stattdessen ist es vor allem in stressigen Jobs wie dem Consulting umso wichtiger, aktiv einen Gegenpol zu schaffen. Dabei kann es sich um einen Tag in der Sauna handeln, um eine Wellness-Behandlung, um Meditation, autogenes Training oder das Lesen eines Buchs auf der Couch. Wobei ein Mensch am besten entspannen kann, muss er selbst herausfinden. Ziel ist in jedem Fall, nicht nur körperlich, sondern auch geistig herunterzufahren und nicht an die Arbeit zu denken, sich Sorgen zu machen oder andere negative Gedanken zu wälzen. 

  • Sport treiben: 
    Sport macht nicht nur den Körper widerstandsfähiger, sondern auch den Kopf. Er ist daher wichtig, um Stress aktiv abzubauen, aber auch für die Stressprävention. Selbst, wenn die Zeit knapp ist, sollten Consultants daher auf ein regelmäßiges Training achten und diesem einen festen Platz im Alltag einräumen.

    Wann immer es aus verschiedensten Gründen nicht möglich ist, das Fitnessstudio aufzusuchen, gibt es alternativ zahlreiche Möglichkeiten für ein Training im eigenen Zuhause. Die eigene Gesundheit zu fördern, ist dabei nur einer von vielen guten Gründen, weshalb ein regelmäßiges Workout sinnvoll und wichtig ist. Selbst auf geschäftlichen Reisen gibt es mittlerweile fast immer die Option, Sport zu treiben, sei es im Trainingsraum des Hotels, im Pool oder einfach bei einer Joggingrunde. 

  • Aufgaben delegieren:
    Aufgaben zu delegieren, ist eine hervorragende Möglichkeit, um sich mehr Freizeit zu verschaffen. Häufig ist das für einen Consultant auch im Job machbar, beispielsweise durch einen eigenen Praktikanten oder wenn der Kollege gerade Leerlauf hat. Doch zumindest im Privatleben ist das Delegieren kein Problem, beispielsweise den Haushalt betreffend. Es ist daher empfehlenswert, sich zu fragen, welche „To-Dos“ wirklich selbst übernommen werden müssen und welche hingegen nicht.

  • Reisezeiten nutzen:
    Viele Berater und Außendienstmitarbeiter verbringen eine Menge (Arbeits-) Zeit mit dem Reisen. Doch dabei muss es sich nicht um verlorene Zeit handeln. Sie kann entweder produktiv genutzt werden, um etwa verwalterische Aufgaben oder die Buchhaltung zu erledigen. Alle Tätigkeiten, die sich gut „remote“ erledigen lassen, können so abgearbeitet werden, um dafür nach der Heimkehr mehr Freizeit zu haben. Aber auch für ein Telefonat mit der Familie, für etwas Meditation oder andere private Beschäftigungen kann die Reisezeit sinnvoll genutzt werden. Planung ist dabei ebenfalls das A und O.

  • Sozialer Rückhalt:
    Für jeden Menschen ist sozialer Rückhalt wichtig – gerade für die psychische Gesundheit. Doch soziale Beziehungen, seien es Freundschaften, Liebesbeziehungen oder das Verhältnis zu den eigenen Kindern, können nur dann positiv und langfristig sein, wenn sie entsprechend gepflegt werden. Zwischen Geschäftsreisen und langen Arbeitstagen ist das für Consultants nicht immer einfach. Gerade dann ist es aber umso wichtiger, in stressigen Zeiten einen solchen Rückhalt sowie Ausgleich zu haben.

    Die sozialen Beziehungen sollten daher für jeden Berater eine hohe Priorität im Leben haben und es gilt, diese aktiv zu pflegen. Wann immer dafür persönlich keine Möglichkeit besteht, können zumindest digitale Technologien wie ein Videochat genutzt werden. 

  • Hobbys pflegen: 
    Aber nicht nur Beziehungen müssen aktiv gepflegt werden, sondern auch Hobbys. Viel zu arbeiten oder häufig unterwegs zu sein, bedeutet in der Konsequenz nämlich für viele Berater, ihre bisherigen Hobbys aufzugeben beziehungsweise keine neuen anzufangen. Doch diese stellen ebenfalls einen wichtigen Ausgleich dar und vor allem die Vorteile von sportlichen Hobbys wurden bereits betont.

    Wer kann, plant diese Hobbys also fix in den Wochenplan ein und blockiert diesen Zeitraum für andere berufliche oder private Termine. Ist das aufgrund der ungeregelten Arbeitszeiten nicht möglich, ist es sinnvoll, sich „flexible“ Hobbys zu suchen – die also immer dann ausgeübt werden können, wenn gerade Zeit ist.

  • Unnötige verwalterische Aufgaben reduzieren:
    Die langen Arbeitszeiten sind im Consulting häufig dem vielen verwalterischen Aufgaben geschuldet, die neben der Kernarbeit anfallen. Viele der Vertriebsprognosen, Statusberichte und Statistiken haben aber keinen Mehrwert für das Unternehmen, den Kunden oder den Berater selbst. Hierbei gilt es also, kritisch zu hinterfragen, welche Aufgaben wirklich notwendig oder sinnvoll sind und welche nicht. So kann der „Papierkram“ auf ein Minimum heruntergefahren werden – und für die verbleibenden „To-Dos“ bietet sich eventuell die bereits erwähnte Delegation an. 

Fazit: Work-Life-Balance im Consulting…geht das?

Meditierender Arbeiter
Die richtige Organisation sowie Planung ist für Berater, Vertriebler, Außendienstmitarbeiter und ähnliche Berufe ein zentraler Punkt. So lassen sich unnötige Aufgaben reduzieren, Meetings zurückfahren, der Kommunikationsaufwand mindern oder Belastungen wie eine ständige Erreichbarkeit eliminieren. Weiterhin ist es durch eine vorausschauende Planung durchaus möglich, eine mehr oder weniger „normale“ Freizeit mit fixen Terminen und Hobbys zu verbringen. Das erhöht die Lebensqualität merklich.

Zudem liegt es am Mitarbeiter, sich einen passenden Arbeitgeber auszusuchen. Dabei gilt es eben auch darauf zu achten, dass es sich um ein Unternehmen handelt, welches die Work-Life-Balance aktiv fördert und beispielsweise eine Arbeitsteilzeit anbietet. 

Zuletzt sind es die eigenen Gewohnheiten, die einen großen Unterschied machen. Es geht darum, aktuelle Gewohnheiten zu überprüfen und gegebenenfalls abzulegen oder zu verändern. Durch die Entwicklung neuer Routinen wie jeden Samstag in die Sauna zu gehen oder ein tägliches Workout durchzuführen, kann zudem die eigene Work-Life-Balance optimiert werden. 

Auch im Consulting ist ein also solches Gleichgewicht möglich, doch dieses zu finden ist schwieriger als in vielen anderen Berufen. Die Hauptverantwortung liegt hierfür beim Arbeitnehmer, doch die besten Ergebnisse entstehen nur Hand in Hand mit dem Arbeitgeber. Diesbezüglich sind in den kommenden Jahren grundlegende Veränderungen in der Branche zu erwarten, wie sie sich bereits seit einiger Zeit beobachten lassen. Ein Sabbatical als Consultant? Bis vor Kurzem was das schließlich noch undenkbar. Es bleibt also spannend, was in wenigen Jahren noch möglich sein wird. 

Autor: Martin Gerste

sh

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