Arbeiten im Home-Office: Anteil steigt

Bitkom-Umfrage

Die Möglichkeit, ganz oder teilweise im Home-Office zu arbeiten, bieten immer mehr Unternehmen ihren Mitarbeitern: Laut einer Umfrage des Branchenverbands Bitkom sind es derzeit 30 Prozent. Viele erwarten für die Zukunft einen weiteren Anstieg.

Mitarbeiter im Home-Office arbeiten lassen, das wird für viele Unternehmen immer selbstverständlicher. (Bild: Spectral-Design - fotolia.com)
Mitarbeiter im Home-Office arbeiten lassen, das wird für viele Unternehmen immer selbstverständlicher. (Bild: Spectral-Design - fotolia.com)

Der Trend zum Home-Office bleibt konstant: Zehn Prozent mehr Unternehmen als 2014 haben Home-Office in ihr Angebot aufgenommen. Jedes zweite Unternehmen schätzt, dass dieser Anteil in den kommenden fünf bis zehn Jahren gleichbleibt. Und immerhin 43 Prozent rechnen damit, dass er weiter wachsen wird. Home-Office wird bei vielen deutschen Unternehmen zum Alltag, so ein Bitkom-Sprecher. Die Unternehmen reagieren auf die Wünsche ihrer Mitarbeiter nach einer besseren Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit.

Jedoch gibt es nach Einschätzung des Digitalverbands nach wie vor Verbesserungsbedarf in Bezug auf gesetzliche Regelungen, etwa bei der elfstündigen Mindestruhezeit und dem Acht-Stunden-Tag. Optimal könne flexibles und agiles Arbeiten ablaufen, wenn Unternehmen ihre Mitarbeiter insbesondere am Anfang unterstützen: etwa mit eindeutigen Regeln für die Arbeit im Home-Office, mit Aufklärung über Rechtslage und Gesundheitsschutz oder bei dem Erwerb neuer Kompetenzen wie zum Beispiel das Setzen von Prioritäten und die Übernahme von mehr Eigenverantwortung.

Bitkom Research fragte die Unternehmen, die kein Home-Office anbieten, nach den Gründen. Eine Ungleichbehandlung soll vermieden werden,  denn 63 Prozent sind der Meinung, dass die Heimarbeit nicht für alle Mitarbeiter möglich ist. 46 Prozent möchten nicht, dass die Produktivität als Folge des fehlenden Austauschs mit den Kollegen sinkt. Und 39 Prozent begründen ihre Haltung mit gesetzlichen Hürden. Jedes dritte Unternehmen (31 Prozent) nimmt außerdem an, dass die Mitarbeiter dann nicht mehr jederzeit ansprechbar sind, jedes fünfte Unternehmen befürchtet, dass sich der Mitarbeiter nicht mehr mit dem Arbeitgeber identifiziert.

Für die repräsentative Erhebung befragte Bitkom Research 1.534 Unternehmen.

io

Veröffentlicht am: 02.02.2017

 

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