Automobilbranche: Deutscher Markt profitiert von zusätzlichen Verkaufstagen

EY Analyse

Im März wuchs der Absatz um zwei Prozent, die Marktanteile von Diesel-PKW und Volkswagen gehen weiter zurück. Das sind Resultate einer aktuellen Analyse von Ernst & Young.

Die Anzahl der neuzugelassenen PKW stieg im März nur moderat. (Bild: Nataliya Hora - fotolia.com)

Die Anzahl der neuzugelassenen PKW stieg im März nur moderat. (Bild: Nataliya Hora - fotolia.com)


Auf den ersten Blick sahen die Zahlen der Neuzulassungen im März sehr gut aus: starkes Wachstum um über elf Prozent. Jedoch gab es im März auch zwei zusätzliche Verkaufstage. Bereinigt ergibt sich daher lediglich ein Wachstum von zwei Prozent. Die Rahmenbedingungen seien aber weiterhin positiv, so eine Einschätzung von EY. Dafür sorgen eine geringe Arbeitslosenquote, niedrige Zinsen und gute konjunkturelle Aussichten. Da der deutsche Neuwagenmarkt aber in den vergangenen Jahren erheblich gewachsen ist, prognostiziert EY basierend auf dem hohen Ausgangsniveau für 2017 lediglich ein moderates Wachstum von zwei bis drei Prozent.

Diesel und Volkswagen verlieren weiter Anteile

Seit Monaten verlieren Diesel-Fahrzeuge an Marktanteilen, diese Tendenz setzte sich auch im März fort. Die Zahl der Neuzulassungen ging um drei Prozent zurück, kalenderbereinigt sind es elf Prozent. Somit liegt der Marktanteil nun bei 40,6 Prozent. Ähnliche Eindrücke bieten sich auf weiteren europäischen Märkten: In Frankreich und Spanien büßen Diesel-PKW ebenfalls Anteile ein. Lediglich in Italien fällt der Rückgang mit 0,4 Prozent gering aus. EY rechnet mit positiven Effekten für den Umstieg auf Plug-in-Hybride und reine Elektroantriebe.

Der Volkswagen-Konzern kämpft ebenfalls mit einem Rückgang der Absatzzahlen. Der Marktanteil sank von 38,5 Prozent auf 35,1 Prozent. Der Marktanteil von BMW sank ebenfalls leicht: von 9,3 auf 9,0 Prozent. Daimler legte zu, der Marktanteil wuchs von 9,4 auf 9,6 Prozent.

Veröffentlicht am: 06.04.2017

 

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