Automobilbranche: PKW-Absatz in Osteuropa verbucht starkes Plus

Ey Analyse

Der Pkw-Absatz in der EU steigt um zwei Prozent. Der Zuwachs wird jedoch nicht durch den westeuropäischen Markt bedingt. Die deutschen Hersteller müssen außerdem Verluste hinnehmen, so eine Analyse von EY.

Der Pkw-Absatz in der EU steigt um zwei Prozent, allerdings wird der Zuwachs nicht im westeuropäischen Markt erzielt (Bild: industrieblick - fotolia.com)

Der Pkw-Absatz in der EU steigt um zwei Prozent, allerdings wird der Zuwachs nicht im westeuropäischen Markt erzielt (Bild: industrieblick - fotolia.com)


Auf den großen Pkw-Absatzmärkten, dazu zählen etwa Deutschland, Frankreich und Großbritannien, gab es im Februar Einbußen. Stark zulegen konnte hingegen der osteuropäische Markt. In Polen gab es bei Neuzulassungen einen Anstieg von 14 Prozent, in der Slowakei waren es 24 Prozent und Rumänien erreichte sogar ein Plus von 63 Prozent. Das wirkt sich positiv auf dem Gesamtmarkt aus, der EU-weit den höchsten Stand seit 2008 verbuchte.

Prognose: niedriges Wachstum

Doch nach Einschätzung von EY-Experten wird es in den kommenden Monaten bei den Neuzulassungen eher verhalten weitergehen. Konjunkturklima und -entwicklung, Rabatte und niedrige Zinsen sorgen zwar gute Rahmenbedingungen. Für niedriges Wachstum dürften aber gleich mehrere Faktoren sorgen. Auf den drei Märkten Deutschland, Frankreich und Großbritannien stagnieren die Neuzulassungen auf hohem Niveau. Aufholeffekte in früheren Krisenländern schwächen sich ab, zudem sorgt die steigende Inflation für gedämpfte Kauflaune.

Diesel: Marktanteile gehen zurück

Die Neuzulassungen von Diesel-Fahrzeugen gehen europaweit zurück, in Deutschland wurden etwa elf Prozent weniger Diesel-Pkw zugelassen. Sinkende Marktanteile gibt es auch in Großbritannien, Spanien und Frankreich. Diese Entwicklung wird sich fortsetzen, so die Einschätzung durch EY. Gründe dafür sind die Dieselaffäre und die Diskussionen um Diesel-Fahrverbote.

Deutsche Hersteller verzeichnen Rückgänge

Volkswagen, Daimler und BMW haben Einbußen beim Absatz, diese summieren sich europaweit auf 0,7 Prozent. Zuwächse konnten FCA (+ 8,3 Prozent) und Renault (6,8 Prozent) verbuchen. Der US-Markt schrumpfte im Februar leicht, in China gab es nach einem leichten Rückgang im Januar nun wieder zweistellige Wachstumsraten (+ 18 Prozent).

Veröffentlicht am: 16.03.2017

 

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