Automotive: Viele Entscheidungsträger kennen Blockchain nicht

Bitkom Studie

Für die Blockchain-Technologie gibt es in der Automobilindustrie nach Einschätzung des Digitalverbands Bitkom einige Einsatzmöglichkeiten. Jedoch ist sie bei vielen Vorständen und Geschäftsführern unbekannt. Anders sieht es bei Big Data oder IoT aus.

 

Nur 34 Prozent der Automobilhersteller und -zulieferer haben bereits von der Blockchain als Technologie für den Unternehmenseinsatz gehört. Big Data kennen dagegen 96 Prozent, 92 Prozent haben schon vom 3D-Druck gehört und das Internet of Things ist 73 Prozent bekannt. Doch die Blockchain-Technologie bietet dem Verkehrssektor verschiedene Einsatzmöglichkeiten, auch aktuelle Herausforderungen der Branche könnten die Zulieferer und Hersteller mit Blockchain leichter lösen, so der Digitalverband.

Blockchain: Nicht nur für Kryptowährungen

Die Blockchain-Technologie wird derzeit oft mit der Kryptowährung Bitcoin in Verbindung gebracht. Doch über sie können auch in anderen Bereichen Transaktionen ohne zentrale Vertrauensinstanz abgewickelt werden. Das gilt etwa für Beurkundungen, die dann ohne einen Notar erfolgen könnten; außerdem können Verträge als Smart Contracts abgewickelt werden, die Lieferkette eines Produkts dargestellt und ins Internet of Things (IoT) eingebunden werden.

Weitere Einsatzszenarien: Parkraumbewirtschaftung in Innenstädten, Verwaltung von Fahrzeugflotten, genauere Fehleranalyse in der Fahrzeugproduktion, im Service können Schäden oder Materialermüdung dokumentiert werden, die Wartung kann vorausschauend und punktgenau geplant werden, auch eine Unfallhistorie kann nachgehalten werden.

Hemmnisse aus Sicht der Unternehmen

Vorstände und Geschäftsführer, denen die Blockchain bekannt ist, sehen Anwendungschancen in den Bereichen Forschung und Entwicklung (50 Prozent) sowie im Einkauf (29 Prozent). Nach den größten Hemmnissen für Einführung der Blockchain-Technologie im eigenen Unternehmen gefragt, nannten 60 Prozent die Kosten. 43 Prozent empfinden die unklare rechtliche Situation, etwa beim Datenschutz, als Hindernis. Fehlendes Know-how im Unternehmen geben 29 Prozent an.

Um die Technologie zu etablieren, empfiehlt der Digitalverband Modellprojekte der Verwaltung und Förderprogramme.

Bitkom Research hat im Rahmen der Umfrage 177 Geschäftsführer bzw. Vorstandsmitglieder von Unternehmen der Automobilbranche ab 20 Mitarbeitern befragt.

io

Veröffentlicht am: 08.09.2017

 

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