Baubranche: Deutscher Markt als Zugpferd

Deloitte-Report “European Powers of Construction 2016“

Deutschland ist in Europa der größte und attraktivste Markt der Baubranche. Ausstehende Infrastrukturinvestitionen und die gute Konjunkturlage machen die Bundesrepublik für Unternehmen aus In- und Ausland attraktiv. Ihre Bau-Unternehmen haben keine Spitzenposition inne.

Baubranche: Deutscher Markt als Zugpferd (Bild: Michael Rosskoth - fotolia.com)
Der deutsche Markt der Bau-Branche ist für Unternehmen aus In- und Ausland attraktiv. (Bild: Michael Rosskoth - fotolia.com)


Die deutschen Unternehmen der Bau-Branche bleiben hinter dem Klassendurchschnitt zurück: Unter den Top 50 börsennotierten oder kapitalmarktorientierten Konzernen befindet sich nur ein Deutsches. Der Bau-Boom des Landes selbst beflügelt aber die Branche zurzeit. Die Investitionen stiegen 2016 im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent. In diesem Jahr solle die Branche um 2,3 Prozent und 2018 noch einmal um 2,7 Prozent wachsen, so Franz Klinger, Partner Real Estate & Construction bei Deloitte.

Zahlreiche Anbieter bewerben sich um Aufträge. Denn die Nachfrage nach Immobilien steigt, ebenso wie die Investitionen in den meisten europäischen Ländern. Das sorgt für großen Konkurrenz-Druck, wodurch Wachstum und Profit der Unternehmen nur langsam steigen. Die zusammengerechneten Erträge der im Rahmen des Reports erfassten Unternehmen fiel 2016 im Vergleich zum Vorjahr sogar um zwei Prozent auf 294,618 Milliarden Euro. Trotz des Rückgangs der Gesamterträge wuchsen die Netto-Gewinne. So konnten die einzelnen Unternehmen ihre finanzielle Situation stabilisieren beziehungsweise die Verschuldung reduzieren.

Deutschland nehme in der Bau-Branche eine Sonderrolle ein: Seit 2013 werde der Investitionsstau zielstrebig abgebaut, wovon auch zahlreiche Unternehmen profitierten, die nicht im Ranking gelistet seien – umsatzstarke Mittelständler, so Klinger. Unter den europäischen Branchen-Riesen dominieren die Franzosen nach wie vor und belegen Platz eins, drei und fünf des Rankings. In den Top 100 sind die Briten mit 13 Unternehmen am häufigsten vertreten. Die positive Entwicklung der Erträge von in Frankreich, Schweden und Österreich ansässigen Unternehmen sorgte für einen gewissen Ausgleich zur Negativperformance der britischen Wettbewerber, die mit -33 Prozent zum Vorjahr eine Talfahrt absolvierten.

Zum vierzehnten Mal erscheint der Report “European Powers of Constructions“ in 2016, der die wirtschaftliche Situation der Bau-Branche analysiert.

jvdm

Veröffentlicht am: 18.07.2017

 

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