Berater-Affäre: Was wusste Ursula von der Leyen?

McKinsey-Affäre

Die Vorwürfe gegenüber Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen erhärten sich. Laut der "Märkischen Allgemeinen" wusste Ursula von der Leyen bereits früher als bislang bekannt von den Problemen mit externen Beratungsleistungen und Auftragsvergaben an die Berater von McKinsey. Ein internes Papier soll den Verdacht bestätigen.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. (Bild: BMVG)

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (Bild: BMVg)

 

Der Druck auf Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen nimmt zu. Grund ist eine Aussage von Verteidigungsstaatssekretär Gerd Hoofe im Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages. Laut Hoofe hätte es bereits im vergangenen Februar ein internes Papier zu Beraterverträgen gegeben. Das Dokument lag fünf Monate vor, bevor die Rechnungsprüfer Alarm schlugen. Davon war bislang nichts bekannt.

Die sogenannte Sonderanalyse liegt dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) seit dem 9. März 2018 vor. Im zwölfseitigen Dokument räumt man die fehlende Übersicht über die Vergabe von Berater- und Unterstützungsleistungen ein. Der Abruf der Leistungen erfolgte "nicht über eine zentrale Stelle, sodass im Nachhinein nicht ohne Weiteres nachgehalten werden kann, ob und welche Beratungs- und Unterstützungsleistungen darüber gekauft wurden". Zwar hat man nach Projekten, Organisationseinheiten und Ausgabenhöhe differenziert, aber nicht den Auftragnehmer hervorgehoben.

Gesamtvolumen von 100 Millionen Euro?

Für 2015 habe das Verteidigungsressort ursprünglich sieben externe Beraterverträge mit einem Gesamtvolumen von 2,2 Millionen Euro gemeldet. Tatsächlich seien es aber 182 Verträge im Gesamtvolumen von 100 Millionen Euro gewesen.

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