Bots sind schwer im kommen

Umfrage von Horváth & Partners zum Einsatz digitaler Technologien

Nach einer Studie von Horváth & Partners haben 57 Prozent der Unternehmen erfolgreiche Big-Data-Lösungen im Einsatz oder zumindest in der Testphase. Wie eine Befragung unter 200 Entscheidern im deutschsprachigen Raum zeigte, ist der nächste Trend jedoch schon im Anmarsch: Bot-Technologie.

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Neun von zehn Befragten verbinden mit robotergesteuerter Prozessautomatisierung (RPA) große Hoffnungen, wenn es um künftige Effizienzsteigerungen geht. Dabei werden Daten und Prozesse verschiedener Quellen automatisiert zusammengeführt und von Software nach festgelegten Algorithmen bearbeitet, was erhebliche Effizienz- und Qualitätsgewinne mit sich bringt. Besonders relevant ist das Thema für alle Firmen, die einen hohen Serviceaufwand haben. Bislang hat erst jedes dritte Unternehmen eine solche Lösung im Einsatz, weitere 20 Prozent experimentieren damit. "Die Unternehmen sind relativ spät dran, denn die Bot-Technologie ist längst reif", sagt Rainer Zierhofer, Partner bei Horváth & Partners und Leiter des Beratungsbereichs IT Management & Transformation.

An dritter Stelle der To-Do-Liste stehen Smart Services, also daten- und dienstbasierte Lösungen mit hohem Nutzermehrwert für den Anwender, häufig in Form mobiler Lösungen. Auch hier stehen die Unternehmen mit 50 Prozent Anwendern und Testern noch weit am Anfang. Vergleichsweise geringe Bedeutung für ihren künftigen Unternehmenserfolg räumen die Entscheider Lösungen aus dem Bereich "Internet of Things" (IoT) ein. "Diese Konzepte erfordern Kooperationen mit anderen Unternehmen, wenn sie konsequent verfolgt werden. Davor scheuen traditionelle Unternehmen aber noch zurück", so die These von Rainer Zierhofer.

Bei Clouds und virtuellen Diensten hätten die Unternehmen ihre Hausaufgaben gemacht, schreiben die Autoren bei Horváth. Gut etabliert hätten sich mittlerweile Cloud-Anwendungen (79 Prozent) sowie Virtual Services, mit denen Informationen und Leistungen vollständig webbasiert bereitgestellt werden (67 Prozent). Diese kommen zum Beispiel in vollständig automatisierten Rechenzentren zum Einsatz.

Veröffentlicht am: 27.03.2018

 

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