Bundesregierung stellt BAFA-Förderprogramm für KMU’s wieder ein

Förderung während der Corona-Krise

Die Bundesregierung hat das kürzlich verabschiedete, vollfinanzierte Beratungsmodul des BAFA für Firmen in der Coronakrise gestoppt. Nun verschärft sich die Situation für KMU’s.

Bundesregierung stellt BAFA-Förderprogramm für KMU’s wieder ein (Bild: Flotty - Pixabay)

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hatte Anfang April ein Förderprogramm eingerichtet, bei dem Unternehmen, die von Corona betroffen waren, Zuschüsse von bis zu 4.000 Euro erhalten konnten. Nun hat die Bundesregierung die Entscheidung getroffen, dieses vollfinanzierte Beratungsmodul des BAFA für KMU‘s wieder zu stoppen. Der Grund dafür lt. BAFA: "Aufgrund der großen Nachfrage sind die für dieses spezielle Fördermodul vorgesehenen Mittel bereits ausgeschöpft, es können auch keine zusätzlichen Mittel zur Verfügung gestellt werden. Die Förderung aus dem Corona-Sondermodul wurde deshalb vorzeitig eingestellt."

Der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) hat Verständnis dafür und BDU-Präsident Ralf Strehlau äußert sich wie folgt dazu:

"Durch die jetzige Einstellung des Programms sowie die wochenlange Hängepartie in Form der nicht mehr erfolgten Bearbeitung und Bewilligung der Anträge ist leider allerdings bei den mittelständischen Firmen viel Zeit verloren gegangen. Die riesige Nachfrage der Firmen nach dem Beratungsmodul hat aber ganz grundsätzlich bei den KMU gezeigt, wie dringend externer Sachverstand bei der Krisenbewältigung durch die Auswirkungen der Corona-Krise benötigt wird.“ 

Nun ist es an der Bundesregierung dafür zu sorgen, dass die laufenden BAFA-Förderprogramme, vor Allem das Modul „Unternehmen in Schwierigkeiten“ auch in Zukunft sichergestellt wird. Aus Sicht des BDU ist es nach wie vor wichtig, einen Eigenanteil des beratenen Unternehmens von mindestens 20 Prozent vorzusehen. Dadurch kann sich ein unerwünschter Mitnahmeeffekt vermeiden lassen, sowie für mehr Sorgfalt bei der Auswahl der Unternehmensberater und somit auch für mehr Qualität in den Beratungsprojekten gesorgt werden.

cb

Veröffentlicht am: 28.05.2020

 

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