CEOs rechnen mit drei alles entscheidenden Jahren

KPMG stellt "CEO Outlook 2016" vor

Welche Unternehmen können den fundamentalen Wandel der Wirtschaft, der derzeit in vollem Gange ist, bewältigen und welche Firmen werden abgehängt? Nach Ansicht zahlreicher CEOs wird sich diese Frage bereits in den kommenden drei Jahren entscheiden.

Berglandschaft mit Warnhinweis (Bild: outdoorpixel - fotolia.com)
Im Zuge der Transformation der Wirtschaft müssen sich viele Unternehmen auf unbekanntes Terrain vorwagen. (Bild: outdoorpixel - fotolia.com)

Ob Internet der Dinge, künstliche Intelligenz oder virtuelle Realität – die Weltwirtschaft befindet sich momentan in einem umfassenden Transformationsprozess. Wie tiefgreifend dieser Wandel ist, haben die verantwortlichen Führungskräfte allem Anschein nach begriffen: Sie sehen ihre Unternehmen laut dem "CEO Outlook 2016" von KPMG vor einer alles entscheidenden Phase. So stimmen fast drei Viertel (72 Prozent) der Befragten der Aussage zu, dass die anstehenden drei Jahre für die Zukunft ihres Unternehmens entscheidender sein werden als die gesamten letzten 50 Jahre. In Deutschland teilen diese Meinung sogar 95 Prozent.

CEOs blicken optimistisch in die Zukunft

Nach Ansicht von KPMG ist es daher nun endgültig an der Zeit, Strategien für die Transformation zu entwickeln und diese konsequent umzusetzen. "Bei all dem kommt es vor allem auf Schnelligkeit an. Nicht nur bei der Entwicklung von Innovationen, sondern auch in der Kommunikation mit Mitarbeitern und Kunden, deren Bedürfnisse sich rasant wandeln", erklärt Angelika Huber-Straßer, Bereichsvorstand Corporates bei KPMG. Allzu große Sorgen um ihr Unternehmen machen sich die meisten CEOs angesichts dieser großen Herausforderung allerdings nicht: Jeder Zehnte (89 Prozent) ist im Hinblick auf die Wachstumsaussichten des eigenen Betriebs für die Zeit bis 2019 optimistisch. In der Bundesrepublik blicken sogar 93 Prozent zuversichtlich in die Zukunft.

Trotz dieser positiven Grundstimmung beschäftigen die CEOs auch einige Fragen. So sorgt sich jeder Zweite (50 Prozent), dass er persönlich zu wenig Zeit hat, um sich strategisch mit den Auswirkungen der Transformation beschäftigen zu können. Darüber hinaus beschäftigt sich eine fast ebenso große Gruppe (44 Prozent) intensiv mit der Frage, wie automatisierte Prozesse in den Betrieb eingeführt werden könnten.

Unternehmen planen weitere Einstellungen

Zumindest auf die Größe der Belegschaften scheinen die Gedankenspiele hinsichtlich weiterer Automatisierungen noch keinen Einfluss zu haben. Im Gegenteil: Fast die Hälfte (47 Prozent) der befragten deutschen Unternehmen plant, ihre Mitarbeiterzahl bis 2019 um 6 bis 10 Prozent aufzustocken. Ein weiteres Drittel (33 Prozent) prognostiziert sogar einen Anstieg um 11 bis 25 Prozent.

Zur Studie:
Für den "CEO Outlook 2016" befragte KPMG rund 1.300 Vorstandschefs von Unternehmen aus zehn Ländern mit einem Umsatz von mindestens 500 Millionen US-Dollar. 125 der Befragten kamen aus Deutschland.

tt

Veröffentlicht am: 27.06.2016

 

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