CFOs sollten digitale Technologien effizienter nutzen

BearingPoint analysiert Auswirkungen des digitalen Wandels auf Finanzvorstände

Die Digitalisierung macht auch vor dem Aufgabenbereich der Finanzvorstände nicht halt. Daher müssen sich CFOs nach Einschätzung von BearingPoint auf einen tiefgreifenden Wandel ihres Berufsbilds einstellen, wenn sie ihren Einfluss behalten möchten.


Ist die Digitalkompetenz in den Führungsetagen der Unternehmen noch ausbaufähig? Nachdem Russell Reynolds vor kurzem herausgefunden hatte, dass nur jeder dritte DAX-Aufsichtsrat (37 Prozent) über Mitglieder mit ausgewiesener Digitalexpertise verfügt, hat BearingPoint nun in einer Studie die europäischen Finanzvorstände in den Fokus genommen. Dabei kommt das Beratungsunternehmen zu dem Ergebnis: Die CFOs nutzen die neuen Möglichkeiten der digitalen Transformation größtenteils noch nicht effizient genug und riskieren somit ihren Einfluss in den Unternehmen.

Das Know-how der CFOs ist weiterhin gefragt

Dabei könnten Finanzvorstände ihre Stärke im Verstehen und Interpretieren von Daten gerade in Zeiten von Big Data noch stärker ausspielen. Hierfür ist es nach Ansicht von BearingPoint jedoch notwendig, sich stärker auf Strategien, Analysen und zukunftsorientierte Prognosen zu fokussieren anstatt auf das retrospektive Reporting abgeschlossener Berichtsperioden. "Viele Finanzvorstände agieren traditionell in ihrem Bereich mit einem sehr eingeschränkten Sichtfeld. Anstatt gegenüber dem Vorstandsvorsitzenden als strategischer Geschäftspartner aufzutreten und diesem neue Impulse zu bieten, nehmen transaktionale und retrospektive Aufgaben den Großteil der Aufmerksamkeit und des Investments von CFOs in Anspruch", erläutert BearingPoint-Director Johannes Vogel.

Orientierung am aktuellen Geschäft wird wichtiger

Aus diesem Grund geht laut der BearingPoint-Analyse eine Minderheit der europäischen Finanzvorstände bereits neue Wege und versucht, digitale Technologien wie Software zur Echtzeit-Datenanalyse oder Cloud Computing in ihren Arbeitsalltag einzubauen, um auf diese Weise einen Überblick über aktuelle Entwicklungen sowie Prognosen und Trends zu entwickeln. "Der Blick nach vorne ermöglicht es ihnen, wichtige, rationale Vorhersagen zu treffen, die auf Simulationen und Datenanalysen beruhen und wertschöpfende Erkenntnisse für das operative Geschäft liefern", erklärt Vogel diese veränderte Rolle.

Zwar befindet sich diese Entwicklung noch in einem Anfangsstadium, aber dennoch zeigen sich im neuen Rollenverständnis digital versierter CFOs einige Gemeinsamkeiten. So verwenden diese Finanzvorstände häufig Software-Tools, um das stetig wachsende Volumen an Informationen aus Dokumenten, Finanzdaten und sozialen Medien zusammenzutragen und mit den beteiligten Mitarbeitern zu teilen. Zudem versuchen sie, große Teile der Erstellung von Abschlüssen und Berichten durch verschiedene Software-Lösungen zu automatisieren, um mehr Zeit in die Analyse von Finanz- und Geschäftsdaten sowie deren Auswirkungen investieren zu können. Zu diesem Zweck sind sie dank mobiler Plattformen und Apps zu jeder Zeit und an jedem Ort in der Lage, auf diese Daten zuzugreifen.

tt

Veröffentlicht am: 21.06.2016

 

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