DAX-Konzerne erwirtschaften im ersten Quartal einen Rekordgewinn

Ernst & Young

Die DAX-Unternehmen blicken auf einen überwiegend positiven Jahresbeginn zurück. Laut einer Analyse von Ernst & Young (EY) konnten die Konzerne ihren Gewinn im ersten Quartal 2016 auf ein neues Rekordniveau hieven. Der Gesamtumsatz ging allerdings leicht zurück.

Börsenkurse (Bild: Oleksiy Mark - Thinkstock)
Die DAX-Unternehmen konnten sich im ersten Quartal 2016 über einen Rekordgewinn freuen. (Bild: Oleksiy Mark - Thinkstock)

Der EY-Studie zufolge fiel der Umsatz der DAX-Unternehmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,4 Prozent auf nun rund 336 Milliarden Euro (erstes Quartal 2015: 347 Milliarden Euro). Allerdings lieferte zu diesem Ergebnis der Verkauf des Gashandelsgeschäfts von BASF an das russische Unternehmen Gazprom einen großen Beitrag. Durch den Deal verloren die Ludwigshafener etwa ein Viertel ihres Umsatzes – ein Betrag von fast sechs Milliarden Euro.

Gewinne steigen um fast 7 Prozent

Trotz des Umsatzrückgangs konnten die DAX-Konzerne ein Gewinnwachstum von 6,7 Prozent verbuchen. Mit einem Gesamt-EBIT von 34,6 Milliarden Euro erreichten die Unternehmen somit einen neuen Rekordwert für ein erstes Quartal. Noch deutlicher fiel das Gewinnwachstum innerhalb der Industrieunternehmen – also ohne Berücksichtigung der Versicherungen und Banken – aus: Knapp 15 Prozent Zuwachs verbuchten die Betriebe in diesem Sektor. Den größten Beitrag zu diesem insgesamt guten Ergebnis steuerte die Deutsche Telekom bei: Durch den Verkauf eines britischen Tochterunternehmens sowie gute Geschäfte in den USA konnte der Bonner Telekommunikationsriese seinen Gewinn auf 4,5 Milliarden Euro mehr als verdreifachen. Die Positionen zwei und drei des Gewinnrankings nehmen dagegen Volkswagen mit 3,4 Milliarden Euro und Allianz mit 2,7 Milliarden Euro ein.

Die guten Ergebnisse der DAX-Unternehmen machten sich auch in der Belegschaft der Konzerne bemerkbar. So steigerten die Betriebe ihre Beschäftigtenzahl um 2 Prozent auf nun 3,7 Millionen. Lediglich acht Unternehmen reduzierten ihre Belegschaft im ersten Quartal. In einigen Fällen – etwa bei Merck, Vonovia und ProSiebenSat.1 – war der Beschäftigungszuwachs allerdings maßgeblich auf Übernahmen zurückzuführen.

DAX-Konzerne müssen Gegenwind trotzen

Dennoch haben die Unternehmen auch mit Gegenwind zu kämpfen: Unter anderem stellt die angespannte konjunkturelle Lage in vielen wichtigen Auslandsmärkten die Konzerne vor große Herausforderungen. Diese konnten die Unternehmen im ersten Quartal 2016 allerdings größtenteils bewältigen. So stieg der Umsatz in Europa – sofern die Gazprom-Transaktion von BASF außer Acht gelassen wird – um 2,5 Prozent an. Auch in den USA kletterten die Umsätze trotz eines starken Euros um 4,2 Prozent. Einen Abwärtstrend mussten die DAX-Konzerne hingegen im asiatischen Raum hinnehmen. Hier ging der Umsatz um 4,4 Prozent zurück.

Das Fahrwasser dürfte allerdings auch in den nächsten Monaten nicht ruhiger werden: Neben dem starkem Euro wirken sich auch die niedrigen Energie- und Rohstoffpreise für einige Unternehmen – beispielsweise aus den Bereichen Chemie und Anlagenbau – belastend aus. Darüber hinaus bergen auch die Schwächephase wichtiger Schwellenländer wie Russland, Brasilien und China sowie die politische Situation in Europa mit einem drohenden „Brexit“ zahlreiche Risiken.

tt

Veröffentlicht am: 01.06.2016

 

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