Deutsche Marken legen zu

Best Global Brands

Interbrand hat zum 19. Mal im Rahmen der Auszeichnung "Best Global Brands" die Marken dieser Welt geprüft. Apple ist die wertvollste Marke überhaupt, Mercedes ist an der Spitze der deutschen Auswahl.

Markencheck von Interbrands (Bild: Interbrands

Markencheck von Interbrands (Bild: Interbrands

 

Mit einem Markenwert von 214,48 Milliarden US-Dollar ist Apple die erste Marke in der Geschichte der Best Global Brands, die die zweihundert Milliarden US-Dollar-Grenze knackt. Die neue Nummer drei heißt Amazon. Der Onlinehändler steigert seinen Markenwert um 56 Prozent. Damit verzeichnet Amazon das größte Wachstum aller Best Global Brands in diesem Jahr sowie das einer einzelnen Marke seit Facebook im Jahr 2014.

Aus deutscher Sicht ist das Feld der Top 10 erfreulich. Nicht nur, dass Mercedes-Benz seinen Platz unter den Top 10 verteidigt. Der Stuttgarter Autobauer verbessert sich und belegt mit einem Markenwert von 48,60 Milliarden US-Dollar Rang 8 (2017: Rang 9). Damit ist Mercedes-Benz auch in diesem Jahr erneut die wertvollste deutsche Marke.

adidas und Allianz stark im Aufwind

Doch fast alle deutschen Marken steigerten ihren Markenwert. adidas ist in diesem Jahr mit einem Wachstum von 17 Prozent die deutsche Marke mit dem größten Wertzuwachs und steigt von Rang 55 auf 50 (Markenwert: 10,77 Milliarden US-Dollar). Allianz verzeichnet mit plus acht Prozent das zweithöchste Wachstum in der Gruppe der deutschen Best Global Brands und belegt mit einem Markenwert von 10,82 Milliarden US-Dollar Rang 49. VW und Porsche steigern ihren Markenwert um je sechs Prozent, MINI und auch DHL um je drei Prozent. Audi, SAP und Siemens verbessern sich um je ein Prozent. Einzig BMW ist in diesem Jahr im Wert leicht rückläufig.

Neben Amazon als Top Growing Brand gehören auch Netflix, Gucci, Louis Vuitton und Salesforce.com zu der Gruppe der Top 5 Gewinner in diesem Jahr. Netflix ist zweitwachstumsstärkste Marke und klettert mit einem Plus von 45 Prozent 12 Plätze nach oben auf Rang 66 (Markenwert: 8,11 Milliarden US-Dollar). Den dritten Platz in der Gruppe der Aufsteiger belegt Gucci. Die Luxusmarke verzeichnet einen Wertzuwachs von 30 Prozent, macht damit ebenso 12 Plätze gut und schiebt sich auf Rang 39 vor (Markenwert: 12,94 Milliarden US-Dollar). Louis Vuitton ist die zweite Luxusmarke im Club der diesjährigen Gewinner und legt 23 Prozent an Wert zu. 2017 Neueinsteiger Salesforce.com gewinnt auch 23 Prozent und belegt mit einem Markenwert von 6,43 Milliarden US-Dollar Rang 75.

Facebook erstmals im Minus

Zu den Verlierern in 2018 gehören GE (-26%), H&M (-18%), Harley-Davidson (-9%), Hewlett Packard Enterprise (-9%) und IBM (-8%). Nach fünf Jahren als Top Growing Brand muss Facebook 2018 erstmals ein Minus hinnehmen, von sechs Prozent.

Im Jahr 2018 debütieren zwei Marken: Spotify steigt mit einem Markenwert von 5,18 Milliarden USDollar auf Platz 92 ein. Und auch Subaru schafft mit einem Markenwert von 4,21 Milliarden US-Dollar den Sprung unter die Top 100 (Rang 100). Chanel, 2009 zum letzten Mal im Ranking, steigt mit einem Markenwert von 20,01 Milliarden US-Dollar auf Platz 23 wieder ein. Und auch Hennessy (Rang 98), 2009 zum letzten Mal dabei, sowie Nintendo (Rang 99), 2014 zum letzten Mal in den Best Global Brands, können sich über den Wiedereinstieg freuen.

Mehr als die Hälfte der Best Global Brands stammen aus fünf Branchen: Automotive (16 Marken), Technologie (13 Marken), Finanzdienstleistungen (12 Marken), Luxus (9 Marken) und FMCG (9 Marken). Der Luxussektor löst mit 42 Prozent in diesem Jahr den Einzelhandel als prozentual am stärksten wachsenden Sektor ab. Dennoch bleibt der Einzelhandel stark und wächst eindrucksvoll um 36 Prozent. Großes Wachstum verzeichnen auch die Elektronikbranche (20 Prozent), der Sportartikelsektor (13 Prozent) sowie die Finanzdienstleistungsbranche (10 Prozent). Insgesamt wächst der Wert aller 100 gelisteten Marken gegenüber dem Vorjahr um 7,7 Prozent auf einen neuen Rekordwert von 2,02 Billionen US-Dollar.

Interbrand unterzieht die Marken einer Prüfung nach folgenden Kriterien:

  • Die finanzielle Performance der Produkte oder Dienstleistungen
  • Die Rolle der Marke im Kaufentscheidungsprozess
  • Die Stärke der Marke im Hinblick auf die Sicherung zukünftiger Erträge des Unternehmens.

 

 

Veröffentlicht am: 04.10.2018

 

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