Deutsche Wirtschaft ist weiterhin im Aufwind

ifo Institut erhöht Wachstumsprognose

Die deutsche Wirtschaft befindet sich weiter im Aufwärtstrend. Wie das ifo Institut am Donnerstag bekanntgab, entwickelte sich die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2016 besser als zuvor vorhergesagt. Aus diesem Grund erhöhte das Institut seine Wachstumsprognose.


Für das laufende Jahr geht das ifo Institut nun von einem Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent aus. Damit korrigierten die Konjunkturforscher ihre Erwartungen aus der Frühjahrsprognose um 0,2 Prozentpunkte nach oben. Zwar wird sich diese Prognose im kommenden Jahr nach Einschätzung des Instituts wieder auf 1,6 Prozent reduzieren, doch insgesamt setzt sich das moderate, aber stabile Wirtschaftswachstum der Bundesrepublik damit fort.

Arbeitsmarkt kann vom Wirtschaftswachstum profitieren

Auch für den Arbeitsmarkt sieht das ifo Institut positive Vorzeichen: So wird sich die gute Situation der deutschen Wirtschaft nach Meinung der Forscher auch in den Arbeitslosenzahlen widerspiegeln. Im Vergleich zu 2015 wird demnach ein Rückgang der Arbeitslosenquote um 0,3 Prozentpunkte auf 6,1 Prozent erwartet – ein Wert, der sich auch im kommenden Jahr bestätigen dürfte, sodass sowohl 2016 als auch 2017 voraussichtlich 2,7 Millionen Menschen in Deutschland arbeitslos sein werden. Dies bedeutet im Vergleich zu 2015 immerhin einen Rückgang von 100.000 Personen. Im Gegensatz dazu dürfte sich die Zahl der Erwerbstätigen im selben Zeitraum von 43,1 Millionen im Jahr 2015 auf 43,6 Millionen im Jahr 2016 und 43,9 Millionen im Jahr 2017 steigern.

Das weiterhin anhaltende Wirtschaftswachstum und die positive Entwicklung des Arbeitsmarkts können laut Einschätzung des ifo Instituts allerdings nicht verhindern, dass sich der Haushaltsüberschuss der Bundesrepublik von 19,6 Milliarden Euro im vergangenen Jahr auf 10,6 Milliarden Euro in den Jahren 2016 und 2017 verringern wird. "Dieser Rückgang ist vor allem auf die Mehrausgaben im Zusammenhang mit der Flüchtlingsmigration zurückzuführen, die wir in diesem Jahr auf 8 Milliarden und im kommenden Jahr 10,7 Milliarden Euro jeweils gegenüber 2015 schätzen", erläutert Prof. Dr. Timo Wollmershäuser, kommissarischer Leiter des ifo Zentrums für Konjunkturforschung und Befragungen, diese Reduzierung.

Inflation nähert sich der Zielmarke der EZB

Steigende Werte erwartet das ifo Institut hingegen für die Inflation, die sich in den kommenden beiden Jahren von 0,3 Prozent im Jahr 2015 schätzungsweise auf 0,5 Prozent im Jahr 2016 und 1,5 Prozent im Jahr 2017 erhöhen wird. Durch diesen Aufwärtstrend kommt Deutschland der Zielvorgabe der Europäischen Zentralbank von knapp unter 2 Prozent deutlich näher. Den von der EU-Kommission kritisierten hohen Überschuss in der deutschen Leistungsbilanz wird die Bundesrepublik jedoch nicht verringern können. Stattdessen dürfte dieser aufgrund weiterhin wachsender Exportzahlen von 257 Milliarden Euro im vergangenen Jahr auf 286,5 Milliarden Euro im Jahr 2017 klettern.

tt

Veröffentlicht am: 16.06.2016

 

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