Deutsche Wirtschaft will China noch stärker als Absatzmarkt erschließen

Staufen

China bleibt für die deutsche Industrie ein wichtiger Wachstumsmarkt. Insbesondere bereits in China tätige Unternehmen wollen ihr Geschäft in der Volksrepublik laut einer Studie der Unternehmensberatung Staufen weiter ausbauen.

Bereits seit einiger Zeit wird immer wieder über das sinkende Wirtschaftswachstum in China berichtet. Trotz dieser Nachrichten glauben viele deutsche Unternehmen laut einer Staufen-Studie jedoch auch weiterhin an die Potenziale, die das Reich der Mitte bietet, sodass sie sich dort noch stärker engagieren möchten. Dies betrifft vor allem die Firmen, die bereits jetzt in China aktiv sind. So hoffen 28 Prozent der in China tätigen Unternehmen, in zehn Jahren 25 bis 50 Prozent ihres Umsatzes im chinesischen Markt erwirtschaften zu können. Zum Vergleich: Derzeit erreichen derartige Werte nur 7 Prozent.

Deutsche Umsatzvorhaben in China (Infografik: Staufen.AG)
Viele deutsche Unternehmen wollen den chinesischen Anteil an ihrem Gesamtumsatz erhöhen. (Infografik: Staufen.AG)

Angesichts dieser Zahlen ist es keine Überraschung, dass schon jetzt etwa die Hälfte der Befragten China in seiner Bedeutung für die eigene Unternehmensstrategie als wichtig oder sehr wichtig einschätzt – ein Wert, der nach Einschätzung von Staufen in den nächsten fünf Jahren auf rund zwei Drittel ansteigen wird. "Besonders die deutsche Automobilindustrie sieht China heute und in Zukunft als wichtigen Pfeiler der globalen Unternehmensstrategien. Ein Potenzial, das Zulieferer sowie Maschinen- und Anlagenbauer für sich nutzen sollten", kommentiert Tobias Monden, Managing Director Staufen China, diese Ergebnisse.

China ist nicht mehr nur als Produktionsstandort attraktiv

Zudem wird die Volksrepublik von deutschen Unternehmen nicht mehr allein als preiswerter Produktionsstandort angesehen. Stattdessen engagieren sie sich heutzutage auch deshalb in China, um den dortigen Absatzmarkt erschließen zu können. Dabei hat die deutsche Industrie allerdings nicht nur Tier-1-Städte wie Peking oder Shanghai im Blick. Auch wirtschaftlich aufstrebende Tier-2-Städte wie Shenyang oder Dalian im Nordosten des Landes sind für deutsche Unternehmen zunehmend attraktiver. So können sich zwei Drittel der befragten Firmen vorstellen, dort eine Produktionsstätte aufzubauen, doch auch Vertrieb und Einkauf sieht dort rund die Hälfte. Darüber hinaus findet ein knappes Drittel (32 Prozent) die Tier-2-Städte sogar als Standort für Forschung und Entwicklung attraktiv.

Zur Studie:
Für die "Standortstudie Nordostchina" befragte Staufen im Mai 2016 439 Führungskräfte. Die Mehrheit der Befragten stammte aus dem Maschinen- und Anlagenbau sowie der Automobil- und Elektroindustrie.

tt

Veröffentlicht am: 09.06.2016

 

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