Deutsche Wirtschaft zeigte sich vor dem Brexit zuversichtlich

ifo Institut ermittelt Exporterwartungen

Im Vorfeld des EU-Referendums in Großbritannien präsentierte sich die deutsche Wirtschaft im Hinblick auf den Export noch optimistisch. Dies belegen die aktuellen Zahlen des ifo Instituts zur Exporterwartung.


So kletterten die Exporterwartungen der deutschen Unternehmen im Juni um 1,9 Saldenpunkte von 6,2 auf 8,1. Mit diesem Wert erklomm der Index einen neuen Höchstwert für das laufende Jahr. Zuletzt hatten die Exporterwartungen im letztjährigen Dezember einen noch höheren Wert erreicht. Im Vorjahresgleich präsentierte sich der Index jedoch schwächer als 2015: Im damaligen Juni hatten die Exporterwartungen noch bei 9,1 gelegen.

Dennoch zeigte sich ein Großteil der deutschen Wirtschaft im Juni optimistisch. So konnte sich beispielsweise die Pharmabranche von der leicht negativen Tendenz des Vormonats erholen. Darüber hinaus erwarteten auch die Automobilindustrie sowie die Metall- und Elektrobranche steigende Exportzahlen. Allein der Maschinenbau hatte mit einem sinkenden Optimismus zu kämpfen.

Über die Auswirkungen des Brexit-Votums auf die Exporterwartungen der Wirtschaft lässt sich anhand dieser Zahlen allerdings noch keine verlässliche Aussage treffen. Schließlich hatte das ifo Institut seine Befragungen bereits vor der Abstimmung in Großbritannien durchgeführt.

Zur Studie:
Die ifo Exporterwartungen basieren auf ca. 2.700 monatlichen Meldungen von Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe. Die Unternehmen wurden gebeten, ihre Exporterwartungen für die kommenden drei Monate mitzuteilen. Sie können ihre Erwartungen als "zunehmen", "gleich bleiben" oder "abnehmen" kennzeichnen. Der Saldowert der Planungen ist die Differenz der Prozentanteile der Antworten "zunehmen" und "abnehmen".

tt

Veröffentlicht am: 28.06.2016

 

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