Digitalisierung als wichtigster Wachstumstreiber der Zeitungsverlage

Trends der Zeitungsbranche 2015

Berlin - Die deutsche Zeitungsbranche ist in allen Bereichen auf  Innovationskurs. Drei Trends der Branche sind zu beobachten: 1. Print stabilisiert sich langsam, das Digitalgeschäft ist ein starker Wachstumstreiber. 2. Diversifikation: Verlage stellen sich breiter auf und entwickeln neue Geschäftsmodelle. 3. Die Digitalisierung wird in drei Dimensionen vorangetrieben. Dies sind Ergebnisse der Studie „Trends der Zeitungsbranche 2015“, durchgeführt vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) in Zusammenarbeit mit SCHICKLER.

In den Zeitungsunternehmen werde mutig und mit großem unternehmerischem Geist an der Zukunft gearbeitet, so die Studie. Dabei sei der Digitalbereich der wichtigste Wachstumstreiber. So planten zwei Drittel der Verlage für das laufende Jahr neue Digitalprodukte jenseits der klassischen Websites und News-Apps. Dazu kämen die Innovationen in Print: Die Hälfte der Verlage entwickle neue zielgruppenspezifische Printprodukte, wie beispielsweise regionale Wirtschaftsmagazine. Ein Großteil der Verlage investiere zudem in Geschäftsmodelle außerhalb des Kerngeschäfts. Insgesamt lässt sich der Branche eine optimistische Sicht auf das klassische Geschäft zuschreiben. Sowohl bei den Zeitungsauflagen als auch im Werbemarkt rechne die Branche mit einer Stabilisierung.

Die Intergration von Print- und Onlineredaktionen stehe bei den Zeitungsverlagen hoch im Kurs, so der BDZV. Zudem wollen laut Trendumfrage 20 Prozent der Verlage in diesem Jahr ihre Bezahlinhalte (E-Paper, Paid Content) in ein digitales Abo-Modell einbringen. Bisher böten bereits über 100 Verlage Bezahlinhalte im Netz an. Durch neue Newsletter und verstärkte Social Media-Präsenzen würden besondere Inhalte der Redaktionen immer professioneller verlinkt und damit auch zeitungsfernere Zielgruppen an die Angebote der Verlage herangeführt, so der BDVZ.

Aus Sicht von SCHICKLER werden sich die Zeitungsunternehmen in den nächsten Jahren weiter wandeln und mit einem noch größeren Portfolio aufstellen. So gingen vor allem viele große Verlage davon aus, dass sie binnen drei Jahren einen großen Anteil ihrer Gesamterlöse aus Umsätzen jenseits des Kerngeschäfts erzielen werden. Hierzu zählten Bereiche wie das Angebot von Reiseveranstaltungen, die Organisation von Messen und Web-/SEO-Dienstleistungen. Die Digitalisierung werde den Ergebnissen der Studie zufolge in drei Dimensionen vorangetrieben: Durch die Entwicklung von digitalen Zeitungsprodukten, das Angebot von digitalen themen- und zielgruppenspezifischen Produkten sowie durch die Investition in neue digitale Geschäftsmodelle, zum Beispiel durch Beteiligungen an oder Akquisitionen von Start-up-Unternehmen.

mr

Veröffentlicht am: 04.03.2015

 

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