Digitalisierung stellt Marketing-Abteilungen noch vor Probleme

ENGN-Studie

Die digitale Transformation eröffnet auch dem Marketing zahlreiche neue Chancen. Laut einer Studie von ENGN werden diese Möglichkeiten allerdings in vielen Fällen noch nicht ausgeschöpft. Insbesondere die steigende Datenmenge stellt sich dabei als Problem heraus.


Über einen Mangel an Daten können sich Marketing-Abteilungen in Zeiten von Big Data wohl kaum noch beschweren. Stattdessen scheint sich vor allem das Handling der immer größer werdenden Datenmengen als Stolperstein zu entpuppen. In einer Umfrage von ENGN und der Leuphana Universität Lüneburg gab mehr als jeder zweite Marketingleiter (54 Prozent) zu, dass seine Abteilung im Umgang mit Daten ineffizient oder sogar sehr ineffizient sei.

Investitionen in helfende Software haben nicht die oberste Priorität

Innerhalb des Marketings scheinen somit noch große Unsicherheiten in Bezug auf die Herausforderungen der Digitalisierung vorzuherrschen. Dies beginnt bereits bei den Begrifflichkeiten: So ist der Begriff „Marketing Intelligence“ zwar etwa neun von zehn Befragten als Synonym für die digitale Transformation im Marketing bekannt, ihn genauer einordnen und inhaltlich definieren können allerdings nur 28 Prozent. Dies ändert jedoch nichts daran, dass die Marketingverantwortlichen ihren Handlungsbedarf in diesem Bereich bereits erkannt haben. Aus diesem Grund sind vier von fünf Befragten der Meinung, dass Marketing-Intelligence-Maßnahmen zu qualitativen Verbesserungen der Arbeit führen können.

Trotz dieser Erkenntnis hapert es in vielen Fällen allerdings noch an der konkreten Umsetzung. Zwar nutzen beispielsweise derzeit nur 23 Prozent der Marketing-Abteilungen Media- und Digital-Asset-Management-Systeme, in denen alle Daten wie Bilder, Texte und Produktdaten zentral vorgehalten werden, aber dennoch sind Investitionen in diesem Sektor eher die Ausnahme: Nur etwa ein Drittel der Verantwortlichen plant, in den nächsten zwölf Monaten entsprechende Software anzuschaffen. 

Zur Studie:
Für die Studie befragte ENGN in der Zeit von Dezember 2015 bis Januar 2016 680 Marketers aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

tt

Veröffentlicht am: 08.06.2016

 

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