Digitalstrategie: Unternehmen haben großen Nachholbedarf

Oliver Wyman Studie

Vielen Unternehmen mangelt es an einer ganzheitlichen Digitalstrategie. Insbesondere Handelsunternehmen koordinieren ihre Digitalisierungsprojekte selten, Nachholbedarf haben aber die meisten. Zu diesem Ergebnis kommt die 4 digital-Studie von Oliver Wyman.

In vielen Unternehmen fehlt eine Strategie für die digitale Transformation. (Bild: weissblick - fotolia.com)
In vielen Unternehmen fehlt eine Strategie für die digitale Transformation. (Bild: weissblick - fotolia.com)

Zwei Drittel der befragten Unternehmen greifen nicht auf eine Strategie zurück, wenn es um die Umsetzung ihrer digitalen Projekte geht. Die Abstimmung der Projekte aufeinander nimmt nicht einmal jedes fünfte kleinere Unternehmen vor, bei Konzernen ist es aber bereits jeder zweite. Nach Branchen betrachtet steht der Handel am schlechtesten da: Hier sind es lediglich 24 Prozent, die mit einer Strategie arbeiten. Bei Banken, Versicherungen (49 Prozent) und dem öffentlichen Sektor (45 Prozent) sieht es etwas besser aus.

Gründe: fehlende Kompetenzen, langsame IT, fehlende Strategie

Mangelndes Bewusstsein bei den Mitarbeitern und lückenhafte Digitalisierungskompetenz als Hindernisse. Häufig ist auch eine veraltete oder den Anforderungen nicht angemessene IT der Grund: Das sagen 60 Prozent der Befragten. Darüber hinaus behindern verschiedene Verantwortlichkeiten die Umsetzung (40 Prozent), und auch das Fehlen einer Digitalisierungsstrategie geben 40 Prozent als Grund an.

Das Beratungsunternehmen Oliver Wyman formuliert angesichts der Studien-Ergebnisse vier Punkte, an denen die betroffenen Unternehmen ansetzen können, um die digitale Transformation erfolgreich umzusetzen:

  • Vernetzte Kommunikation, eine digitalisierungsfreundliche Unternehmenskultur und bereichsübergreifendes Denken wird von drei Viertel der Befragten als wichtig erachtet. Um diese Aspekte umsetzen zu können, müssen die Unternehmen das Silodenken überwinden.

  • Technisches Verständnis ist für Manager auf dem C-Level unverzichtbar, um die Transformation umzusetzen. Dieser Meinung sind 60 Prozent der Befragten.
  • Eine durchdachte, adäquate Sicherheitsstrategie halten mehr als drei Viertel der Unternehmen für wichtig. Durch die Digitalisierung entstehen besondere Anforderungen an die IT-Sicherheit, dem müssen die Unternehmen Rechnung tragen.
  • In 60 Prozent der Unternehmen liegt die Entscheidung über die Einführung neuer Methoden und Managementansätze beim CEO, in kleineren Unternehmen sind es sogar 84 Prozent. Veschiedene Verantwortlichkeiten, so ergab es die Befragung, ist ein wesentliches Hindernis bei der Umsetzung. Hier tun Chefs gut daran, diese entsprechend zu bündeln oder selbst zu übernehmen.

Für Für die 4 digital-Studie befragte das Beratungsunternehmen Oliver Wyman mehr als 300 IT-Verantwortliche aus Unternehmen der DACH-Region im Zeitraum November bis Dezember 2016.

io

Veröffentlicht am: 20.02.2017

 

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