Ein Fliegenretter, 20 Bücher und Chinesisch in 48 Stunden

Medienspiegel

Die Welt steckt voller Überraschungen: Manchmal zählt vor allem der letzte Eindruck; Investmentbanker entpuppen sich als Freunde der Literatur; und die wichtigsten Wirtschafts-Posten sind oft sehr unbeliebt. Erfahren Sie mehr – in unserem Medienspiegel.

Von Tim Farin

Es dürfte normal sein, dass Firmen im Laufe der Zeit ihr Kerngeschäft verändern. Wenn aber ein Hersteller von Insektenvernichtungsmitteln anfängt, für das Überleben von Fliegen zu kämpfen – dann ist das eine bemerkenswerte Geschichte. Christiane Langrock-Kögel berichtet im Magazin enorm über den Unternehmer Hans-Dietrich Reckhaus, der einen solchen Wandel vom Killer zum Umweltfreund durchlebt. Inspiriert von einer Kunstaktion hat er den Geschäftszweck seines Hauses überdacht und möchte nun die ganze Branche dazu bringen, Insekten zu retten und ökologischer zu arbeiten. Das ist mal eine Wende!

Keiner will ins Machtzentrum

Eigentlich müsste man meinen, dass sich genug Menschen finden lassen, um hinter den Kulissen die Geschicke riesiger Konzerne zu kontrollieren. Aber weit gefehlt: Die Wirtschaftswoche schlägt in ihrer Geschichte "Der Höllenjob" Alarm. Gezeichnet wird das Bild von Aufsichtsräten zwischen steigender politischer Regulierung und zunehmendem, auch persönlichem Druck durch Investoren. "Hier droht ein eigentlich sinnvolles Ansinnen aus dem Lot zu geraten", schreiben die Autoren. "Denn je mehr die Aufsichtsräte in ein Geflecht aus Regularien und Rechtsgrundlagen gepfercht werden sollen, desto weniger entscheidungsfreudig zeigen sie sich." An prominenten Beispielen illustriert die Wirtschaftswoche eine Krise der Aufsichtsräte.

Ein guter Abschied

Wer ein Unternehmen verlässt, hinterlässt eine große Lücke – menschlich wie fachlich. Oft passiert es sogar, dass scheidende Mitarbeiter negative Emotionen ausplaudern und damit Schäden anrichten – für den Betriebsfrieden und auch für das eigene Ansehen. Wie man es besser machen kann, schreibt Josefine Janert in "Die Kunst des Abschieds" für die Karriereseiten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. "Aus dem Abgang können beide Seiten Nutzen ziehen, wenn er konstruktiv gestaltet wird", argumentiert Janert und zeigt Wege auf, wie man eine Firma verlässt und in guter Erinnerung bleibt.

Der Alptraum im Computer

Computerattacken sind weit mehr als ein Ärgernis – sie stellen eine gewaltige Herausforderung für Politik, Gesellschaft und Wirtschaft dar. So floriert das Geschäft mit der so genannten "Ransomware", jener Schadsoftware, mit der ganze Systeme lahmgelegt werden, bis das Opfer dem digitalen Erpresser ein Lösegeld ausgezahlt hat. Auf Atlantic.com erklärt Adam Chandler, wie aus dieser illegalen Abzocke ein Milliardengeschäft und ein Alptraum vieler Unternehmen wurde – und warum sich daran vermutlich so schnell nichts ändern wird.

Führen im Familienunternehmen

Woran scheitern Familienunternehmen? Eine Studie der Beratung KMPG und der Zeppelin Universität Friedrichshafen bringt neue Erkenntnisse über Führung in familiengeprägten Firmen zutage, wie Christiane Pütter auf CIO berichtet. Insbesondere Emotionen spielen im Management dieser Unternehmen gemäß den Autoren der Studie eine wichtige Rolle – und müssen entsprechend gemanagt werden. Neben der Analyse gibt es auch praktische Tipps für Familienunternehmen, damit sie nicht bei der Übergabe an die nächste Generation in die Krise geraten.

Der Investmentbanker als Bildungsbürger

Mit dem Bildungskanon ist es so eine Sache: Man kann trefflich streiten, welche Werke ein Mensch gelesen haben muss. Doch egal wie man zu entsprechenden Listen steht: Inspiration bieten sie immer. Nun hat die Führungsriege der Bank Goldman Sachs zum zweiten Mal eine Leseliste herausgegeben, die das manager magazin in einer Klickstrecke aufbereitet. Wer auf dieser Liste nur Standardwerke der Finanzwissenschaft und Ökonomie vermutet, hat weit gefehlt. Es geht um Fußballtaktik, Kriegserlebnisse, Weltpolitik und auch Fernsehkomödien.

Ich lerne Chinesisch. Morgen kann ich's

Wie lange brauchen Sie, um Chinesisch zu lernen? Wenn Sie bei null anfangen? Ingrid Brunner berichtet für die Süddeutsche Zeitung von einem Workshop, dessen Teilnehmer bereits nach zwei Tagen bereit sind, in Fernost mit flotten Sprüchen und höflichen Floskeln zu punkten. Das Lernen geht weit über Grammatik und Vokabeln hinaus – nämlich auch in die kulturelle Bedeutung von Botschaften. So kann man etwa den Satz "Ich trinke kein Bier" nicht einfach übersetzen, ohne damit in Schwierigkeiten zu geraden.

Darüber könnte man mal nachdenken. Vielleicht bieten die kommenden Tage ja die Gelegenheit. In diesem Sinne: Schönes Wochenende!

Veröffentlicht am: 09.09.2016

 

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