Einsatz von Business-Intelligence Software: Bei Managementberatungen besteht Aufholbedarf

Lünendonk-Studie

Data Analytics verändert die Beratungswelt: Der Einsatz analytischer Software ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für Beratungsangebote rund um die digitale Transformation. Allerdings besteht diesbezüglich Aufholbedarf bei Managementberatungen.


Managementberatungen gehen davon aus, dass durch den Einsatz analytischer Software der Zeitaufwand in der Analyse- und Umsetzungsphase halbiert werden kann. Dies geht aus der aktuellen Lünendonk-Studie "Consulting 4.0 – Mit Analytics ins digitale Beraterzeitalter" hervor, für die im Juni und August dieses Jahres insgesamt 103 Unternehmensberater aus dem Mittelstand sowie Großunternehmen befragt wurden.  

Knapp drei Viertel der Befragten gaben an, analytische Software zu nutzen. Dabei handelt es sich allerdings häufig um klassische Tools wie Excel oder Standardwerkzeuge von Microsoft oder SAP. Auch Eigenentwicklungen kommen zum Einsatz. Wenig verbreitet sind hingegen agile und interaktive Software-Tools – diese finden nicht einmal bei der Hälfte der befragten Berater Verwendung. Hier besteht folglich großer Nachholbedarf, denn 77 Prozent der Consultants sind voll oder zu einem hohen Teil der Ansicht, mit Hilfe von analytischer Software und Algorithmen Zusammenhänge besser zu erkennen und dadurch Beratungsprojekte besser umzusetzen.

Business-Intelligence-Software ist Treiber des Unternehmenserfolges

Business-Intelligence-Software bietet auch ein enormes Effizienzpotenzial. So sind laut Studie 93 Prozent der Berater der Meinung, damit mindestens doppelt so schnell in die Analyse- und Umsetzungsphase zu kommen. Durch ein solch hohes Einsparungspotenzial können die Berater ihre Projekte deutlich schneller vorantreiben sowie den Unternehmenserfolg positiv beeinflussen. Das größte Effizienzpotenzial sehen die Befragten in der Analyse sowie dem Erkennen von Zusammenhängen. Aber auch in der Phase "Datensammlung, Research und Informationsgewinnung" vermuten die Befragten eine deutliche Potenzialsteigerung – eine Bestätigung für die Sinnhaftigkeit des Einsatzes agiler Analysesoftware.

"Die Vernetzung der Daten führt unweigerlich dazu, dass Berater mit einer Vielzahl an Daten aus den unterschiedlichsten Datenquellen in ihren Kundenprojekten umzugehen haben. Deshalb müssen Analysetools zukünftig in der Lage sein, datenbankübergreifende Integration und Auswertungen leicht zu ermöglichen und die Daten zudem verständlich darzustellen", so Mario Zillmann, Partner bei Lünendonk und Autor der Studie. Die unterschiedlichen Datenquellen stellen der Erhebung zufolge tatsächlich ein Problem für die Managementberatungen dar. Sie empfinden deren Konsolidierung zumeist als aufwändig und zeitraubend.

Demgegenüber wollen die Beratungsunternehmen das Potenzial von noch mehr differenzierten Datenquellen nutzen. So geht aus der Studie weiter hervor, dass Social-Media-Daten bislang von nur rund einem Drittel genutzt werden. Ein weiteres Drittel möchte die Daten ebenfalls aktiv zur Analyse nutzen, tut dies aber noch nicht. Ähnlich verhält es sich mit Sensor-, RFID- und Maschinendaten. Sie bergen ein enormes Datenwissen, werden aber noch nicht sehr häufig ausgewertet. Die Consultants würden die Daten allerdings gerne nutzen. Hemmnisse sind hier wiederum die aufwändige Datenkonsolidierung sowie der fehlende Einsatz passender Analyse-Software. Der Großteil der befragten Managementberater ist jedoch der Ansicht, dass durch den Einsatz von Analytics-Tools Beratungsprojekte nachhaltig verändert werden und Wettbewerbsvorteile mit sich bringen.

cl

Veröffentlicht am: 18.11.2016

 

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