Familienfreundliche Firmen, Facebook-Feinde und fantastische Filmchen

Medienspiegel

Experten fordern weniger Kinder, doch Unternehmen sollten in Familienfreundlichkeit investieren. Die Welt ist kompliziert und widersprüchlich, aber eines steht fest: Wir bestellen immer mehr online. Haben Sie jetzt den Überblick verloren? Da hilft unser Medienspiegel.


Von Tim Farin

Seit Jahrzehnten ist der Club of Rome wegen seiner wachstumskritischen Positionen bekannt. Diese Woche hat der Zusammenschluss internationaler Experten mit seinem neuen Papier allerhand Widerstand provoziert, wie Patrick Bernau für die FAZ online berichtet. Zwei Autoren des Clubs fordern nämlich eine Geldprämie von 80.000 US-Dollar für jede Frau, die bis zum 50. Geburtstag maximal ein Kind großgezogen hat. Sie kritisieren, dass Steuergeld für die Geburtenförderung in Industrieländern eingesetzt wird. Dieser kritische Ansatz geht selbst wachstumsskeptischen Politikern in Deutschland zu weit, wie die FAZ zeigt.

Familienfreundlichkeit rentiert sich

Als Unternehmer sollte man Positionen wie die des Club of Rome lieber nicht öffentlich vertreten – sondern eher Investitionen in die eigene Familienfreundlichkeit angehen. Das legt zumindest eine Studie im Auftrag des Bundesfamilienministeriums nahe, über die Daniel Rettig für die Wirtschaftswoche berichtet.  "Familienfreundliche Unternehmen verzeichneten insbesondere weniger krankheitsbedingte Fehltage, die Angestellten kehrten nach einer familienbedingten Pause schneller in den Beruf zurück, sie waren motivierter, zufriedener und produktiver", fasst Rettig zusammen. Das lasse sich sogar näherungsweise mit einer "Vereinbarkeits-Rendite" von bis zu 25 Prozent beziffern.

Lebensmittel – natürlich aus dem Netz

Wie sieht der Lebensmittelhandel der Zukunft aus? "Wir werden Abodienste haben, von denen wir 80 Prozent unserer Lebensmittel geliefert bekommen", prognostiziert Informatik-Professor Antonio Krüger in einem Interview mit Philip Ziegler für zeit.de. Der Experte für Computersysteme, die Händler und Kunden unterstützen, erwartet einen riesigen Boom bei den Online-Absätzen. Zugleich glaubt er aber auch an die Qualität, die sich im stationären Handel behaupten wird, denn: "Im Internet kann Ihnen niemand Qualität garantieren." Auch sieht Krüger eine Chance, mit Computertechnik Verschwendung von Lebensmitteln zu bekämpfen.

Wenn der Ex-Facebook-Manager plaudert

Wenn ein ehemaliger Facebook-Manager mit dem sozialen Netzwerk abrechnet, führt das nach den Gesetzen der Medien zwangsläufig zu Aufmerksamkeit. Antonio Garcia Martinez hat diese Mechanismen in Gang gesetzt, im Sommer ein Buch veröffentlicht und nun in Interviews seinen alten Arbeitgeber kritisiert. Beim deutschen Startup-Newsportal Gründerszene findet man das nicht gerade rosig: Gründerszene-Chefredakteur Frank Schmiechen schreibt, man werde "den Eindruck nicht los, dass es sich um den gescheiterten Versuch einer Skandalgeschichte handelt." Die Kontroverse geht ins Existentielle: Während der Ex-Manager seine Kinder vor dem Netzwerk warnen und sie vor ihm bewahren will, plant Schmiechen, seine Kinder vor dem besprochenen Buch zu schützen.

Wo steht, was Brexit heißt?

Wer aktuell mit jemandem aus Großbritannien spricht, kommt automatisch auf ein Thema: den Brexit. Schnell stellt sich heraus, dass auch die Menschen von der Insel nicht so recht wissen, was der Begriff in der Praxis bedeutet. Die London-Korrespondentin des österreichischen Magazins profil, Tessa Szyszkowitz, hat das in ihrem Beitrag für cicero.de aufgearbeitet: "Keiner weiß, was Brexit heißt", hat sie ihren Überblick zum Thema drei Monate nach der Abstimmung überschrieben. Szyszkowitz reflektiert die politische Lage und die möglichen wirtschaftlichen Folgen ebenso wie die Optionen der neuen Premierministerin Theresa May.

Filme für die Fantasie

Internationale Technologie-Konferenzen und Leitmessen vieler Branchen sind heute ohne so genannte "Keynotes" nicht mehr denkbar. Diese Vorträge einflussreicher Wirtschaftslenker, Erfinder und anderer Vordenker haben sich unter dem Begriff "TED-Talk" etabliert, wobei die Buchstaben für Technology, Entertainment und Design stehen. Die Redaktion des Magazins Business Punk hat nun auf ihrer Seite zehn denkwürdige Filme verlinkt, gewissermaßen ein "Best-of". Es geht um Führung, Bildung, Kommunikation und vieles mehr. Bestenfalls bieten die Videos Ihnen also jede Menge Inspiration.

Darüber könnte man mal nachdenken. Vielleicht bieten die kommenden Tage ja die Gelegenheit. In diesem Sinne: Schönes Wochenende!

Veröffentlicht am: 16.09.2016

 

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