Gehälter in Deutschland steigen 2019 im Schnitt um 3,1 Prozent

Kienbaum Gehaltsentwicklungsprognose 2019

Gute Nachrichten für Arbeitnehmer: In vielen Ländern sollen die Gehälter 2019 ansteigen. Welche Faktoren auf die Höhe einen besonders großen Einfluss haben, lesen Sie hier.

Wie viel mehr im Geldbeutel landet entscheidet in Deutschland eher die Unternehmensperformance (Bild: M. Schuppich - fotolia)

Wie viel mehr im Geldbeutel landet entscheidet in Deutschland eher die Unternehmensperformance (Bild: M. Schuppich - fotolia)

 

Tendenz steigend, zum Teil sehr deutlich: Das ist die Prognose für 2019 für die Gehaltsentwicklung in Europa und weltweit. In Polen steigen die Gehälter nominal mit 3,8 Prozent am stärksten, Österreich und Deutschland liegen mit 3,2 Prozent beziehungsweise 3,1 Prozent knapp dahinter. Im westeuropäischen Gesamtdurchschnitt erhöhen sich die Gehälter um 2,5 Prozent bei einer erwarteten Inflation von 0,9 bis 2,7 Prozent.

Das sind Ergebnisse der Gehaltsentwicklungsprognose 2019 der Personal- und Managementberatung Kienbaum. Sie bietet einen Überblick über die Gehälter in 32 ausgewählten Ländern mit mehr als 1.000 Teilnehmern aus Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen.

"Gute Erfolgsaussichten bei ihren Gehaltsverhandlungen haben 2019 besonders die Fachkräfte", sagt Alfred Berger, Leiter des Bereichs Compensation & Performance Management bei Kienbaum Wien, und ergänzt: "Das weltweite Wirtschaftswachstum treibt die Gehälter teils deutlich nach oben. Hinzu kommen volle Auftragsbücher und natürlich der grassierende Fachkräftemangel in fast allen Wirtschaftszentren weltweit."

Fachkräfte profitieren in Gehaltsrunden von Fachkräftemangel

In Europa zeigen die prognostizierten Gehaltssteigerungen nach Hierarchieebene teils deutliche Unterschiede: In Deutschland und Polen werden bei den Spezialisten und Fachkräften die stärksten Gehaltssteigerungen von 3,3 Prozent und 4,0 Prozent erwartet, auch in Österreich steigen ihre Gehälter im Schnitt um 3,7 Prozent.

Stärkster Einflussfaktor ist erstmals die individuelle Performance

Im Gegensatz zum Vorjahr - da war der Haupttreiber für die Gehaltssteigerungen der Umsatz der Unternehmen - ist 2019 in Westeuropa die individuelle Performance der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übergreifend der wichtigste Einflussfaktor auf die Gehaltsentwicklung. Regionale Ausnahmen bilden Deutschland und Großbritannien, wo die Unternehmensperformance für die Gehaltsannahmen weiterhin stärker einbezogen wird.

Veröffentlicht am: 08.10.2018

 

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