Glassdoor veröffentlicht Gewinner bei "Beste Arbeitgeber 2020"

Ranking

Die Recruiting-Plattform Glassdoor hat die Gewinner seiner Auszeichnung "Beste Arbeitgeber 2020" bekannt gegeben. Das Ranking basiert auf dem Feedback von Mitarbeitern der Unternehmen. Auf dem ersten Platz landet in diesem Jahr Porsche.

Glückliche Mitarbeiter (Bild: rawpixel - Pixabay.com)
Glückliche Mitarbeiter (Bild: rawpixel - Pixabay.com)

Die Auszeichnung, international auch als "Best Places to Work" bekannt, wird dieses Jahr in neun Ländern vergeben: in Deutschland, den USA, Großbritannien, Frankreich und Kanada sowie zum ersten Mal in Brasilien, Mexiko, Argentinien und Singapur. Die Platzierung der Gewinner richtet sich nach der durchschnittlichen Gesamtbewertung der Arbeitgeber im letzten Jahr durch Berufstätige in den entsprechenden Ländern. Arbeitnehmer können auf Glassdoor freiwillig und anonym Arbeitgeberbewertungen abgeben und dabei u.a. die Arbeitsbedingungen, die Unternehmenskultur und das Management bewerten. 

Die 25 besten Arbeitgeber Deutschlands sind:

Porsche (Gesamtbewertung: 4,5 - Vorjahresplatzierung: keine)
Infineon Technologies (4,5 - 2)
Robert Bosch (4,4 - 3 )
McKinsey & Company (4,4 - keine)
SAP (4,4 - 1)
Daimler (4,4 - 4)
Europäische Zentralbank (4,4 - keine)
Airbus (4,3 - 19)
Capgemini (4,3 -14)
Siemens Healthineers (4,3 - keine)
ZF Group (4,3 - keine)
BMW (4,3 - 7)
Siemens (4,3 - 11)
PUMA (4,3 - keine)
Max-Planck-Gesellschaft (4,3 - 25)
Bayer (4,3 - 15)
Continental (4,3 - 10)
Roche (4,3 - keine)
Salesforce (4,3 - keine)
Fraunhofer Gesellschaft (4,3 - 6)
Delivery Hero (4,2 - keine)
Volkswagen (4,2 - 13)
Microsoft (4,2 - keine)
MHP - A Porsche Company (4,2 - 9)
Deutsche Telekom (4,2 - keine)

Zum Vergleich: Die durchschnittliche Gesamtbewertung der insgesamt mehr als eine Millionen Arbeitgeber auf Glassdoor liegt bei 3,5. Genauso wie auf der Plattform selbst werden die Bewertungen auf eine Stelle nach dem Komma gerundet angezeigt. Bei der Analyse selbst wurden die Angaben jedoch bis auf ein Tausendstel genau berechnet.

Porsche verbessert sich als einziger Autohersteller

Deutschland ist trotz aller Herausforderung weiterhin ein Autoland. Das spiegelt sich auch in der Bestenliste von Glassdoor wider. Insgesamt zählen neun Unternehmen unter den Top-25 zur Automobilbranche, wenn man Zulieferer und Dienstleister hinzu zählt. Während sich die meisten im Vorjahr noch in der Rangliste verbessern konnten, fällt die Mehrheit in diesem Jahr allerdings zurück. Porsche glückt es, diesem Trend zu trotzen und sichert sich als Wiedereinsteiger - gleichsam von 0 auf 100 - den ersten Platz. Während Infineon Technologies und Robert Bosch ihren zweiten und dritten Platz verteidigen und Daimler auf dem sechsten Platz zumindest seine Gesamtbewertung des Vorjahres wieder erreicht, schafft es Audi in diesem Jahr, nach dem 12. Platz im letzten Jahr, nicht in die Bestenliste. Auch BMW (von 7 auf 12) und Volkswagen (von 13 auf 22) fallen zurück. Weder Continental (von 10 auf 17) noch MHP - A Porsche Company (von 9 auf 24) reichen an ihr Vorjahresergebnis heran. Der ZF Group gelingt wiederum der Wiedereinstieg auf dem 11. Platz, nachdem es im letzten Jahr nicht für die Top-25 gereicht hatte.

Neueinsteiger und Aufsteiger: SAP in sieben Ländern ausgezeichnet

SAP landet nach seinem Sieg im letzten Jahr auf dem fünften Platz in Deutschland. Dem Walldorfer IT-Konzern gelingt das Kunststück, als einziges Unternehmen neben Microsoft in sieben Ländern ausgezeichnet zu werden sowie in Argentinien und Brasilien den Sieg zu erlangen. Gleich sechs Unternehmen sind zum ersten Mal bei "Beste Arbeitgeber" vertreten. McKinsey & Company (Platz 4) schnellt regelrecht nach oben und verpasst auf dem vierten Platz nur knapp das Treppchen. Dazu gesellen sich die Neueinsteiger Europäische Zentralbank (Platz 7), Siemens Healthineers (Platz 10), Roche (Platz 18), Salesforce (Platz 19) und Delivery Hero (Platz 21). Bemerkenswert: Der CEO Severin Schwan des Schweizer Pharma-Unternehmens Roche hat im Sommer bereits den ersten Platz beim Glassdoor-Award für "Beliebteste Manager" abgeräumt. Siemens Healthineers landet drei Plätze vor dem Mutterkonzern (Platz 13). Airbus macht mit elf Plätzen (von 19 auf 8) den größten Satz nach vorne von allen Unternehmen, die bereits vor einem Jahr in der Rangliste waren.

"Best Places To Work" in den USA: Tech-Giganten verlieren an Zuspruch

Unter den US-Großunternehmen verdrängt HubSpot den mehrmaligen Sieger Bain & Company auf den zweiten Platz, während DocuSign die drittbeste Gesamtbewertung verzeichnen konnte. Wie schneiden die großen Tech-Unternehmen ab? Mit Ausnahme von Microsoft (von Platz 44 auf 21) verlieren sie allesamt an Zuspruch bei ihren  Mitarbeiter*innen in den USA. Google und Linkedin verlieren leicht an Boden und landen auf den Plätzen 11 (8 im Vorjahr) und 12 (6 im Vorjahr). Gleichzeitig rutscht Facebook weiter ab:  vom 7. auf den 23. Rang. Vor zwei Jahren konnte das Social Media-Unternehmen noch den Sieg bei "Best Places to Work" davontragen. Auch Salesforce (von Platz 11 auf 34), SAP (von 27 auf 48) und Apple (von 71 auf 84) fallen zurück. Amazon, Netflix und Tesla sind wie im vergangen Jahr nicht in der Rangliste der USA vertreten.

"Wir sind stolz, diese Arbeitgebern heute zu präsentieren und Jobsuchenden zu empfehlen. Die ausgezeichneten Unternehmen haben gemeinsam, dass sie die große Bedeutung der Unternehmenskultur für ihren Erfolg erkannt haben. Sie stehen darüber hinaus für Transparenz, eine starke Mission und verbindliche Unternehmenswerte und haben sich den starken Zuspruch ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hart erarbeitet. Zufriedene Angestellte sind ein unschätzbarer Vorteil, wenn wir in Kürze das nächste Jahrzehnt einläuten, das wir bei Glassdoor als 'Culture-First Decade' betrachten", erläutert Christian Sutherland-Wong, President und COO von Glassdoor.

Zur Methodik: Die besten Arbeitgeber Deutschlands für 2020 werden von Glassdoor durch einen eigenen Algorithmus ermittelt. Dabei werden die Qualität, die Quantität sowie die Konsistenz der Unternehmensbewertungen berücksichtigt, die von Mitarbeiter*innen in Deutschland übermittelt wurden. In Betracht gezogen wurden alle Bewertungen, die zwischen dem 23. Oktober 2018 und dem 21. Oktober 2019 abgegeben wurden.

Arbeitgeber müssen im angegebenen Zeitraum mindestens 20 Arbeitgeberbewertungen für alle acht Arbeitsplatzmerkmale erhalten haben, darunter die Gesamtbewertung des Unternehmens, die Karrieremöglichkeiten, Vergütung & Zusatzleistungen, Kultur & Werte, Führungskräfte, Work-Life-Balance, Weiterempfehlung und Geschäftsprognose. Alle Faktoren werden vom Algorithmus berücksichtigt. 

Veröffentlicht am: 11.12.2019

 

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